Der Lehrling trifft seinen Meister, Tropen-Trump beim Boss

In den USA gilt er als der "Tropen-Trump", der brasilianische Staatspräsident. Jetzt war er vor kurzem in den USA zu einem Staatsbesuch und wurde von Trump herablassend in den Kreis seines Hofes eingelassen. Selbstverständlich hatte der liebedienernde Bolsonaro einen Haufen Konzessionen für seinen Meister dabei. So wird er, der eigentlich mit Demokratie nach eigener Aussage nicht viel am Hut hat, selbstverständlich Arm in Arm mit Trump die demokratische Entwicklung in Venezuela vorwärts bringen. Was nicht viel Gutes ahnen lässt, wenn man das bisherige Säbelrasseln der Amerikaner und ihre unrühmliche Geschichte der Interventionen in Lateinamerika und in dieser Angelegenheit sich zu Gemüte führt.
Trump fabulierte auch zu Beginn des Treffens etwas von der Art, dass man Brasilien in die NATO aufnehmen solle oder ihnen ein vergleichbares Militärbündnis anbieten solle. Ein höherer Beamter in der US-Regierung deutete an, worum es ging:
"Die brasilianisch-amerikanischen Beziehungen hatten immer viel Potential, aber diese Potential wurde nicht immer gut genutzt. Dieses Mal ist es anders. Das ist eine historische Wiederherstellung der Beziehungen zwischen der USA und Brasilien, wo jetzt ernsthaft eine Nord-Süd-Achse der beiden größten Volkswirtschaften in der westlichen Hemisphäre und eine wahrhafte Partnerschaft der größten Wirtschaften entstehen wird."
Was darf man von einem amerikanischen Präsidenten erwarten, der ständig "America first" schreit? Natürlich nichts. Typisch schon der kleine Zucker der Visafreiheit: Bolsonaro sagt dem Präsidenten zu, dass er für US-Amerikaner die Visapflicht für Brasilien abschaffen werde. Im Gegenzug erklärt Trump, dass man sich Gedanken machen wolle, ob Brasilianer auch in das Programm "Global Entry" zur Einreise in die USA aufgenommen werden könnten.
Die USA dürfen jetzt 750.000 Tonnen Getreide jährlich zollfrei nach Brasilien exportieren. Vielleicht dürfen dafür die Brasilianer demnächst Schweinefleisch in die USA exportieren, das hängt aber von einer wissenschaftlichen Stellungnahme der US-Behörden ab, der Import von Rindfleisch, der nach vergangenen Skandalen von den USA untersagt wurde, darf vielleicht wieder aufgenommen werden, wenn eine Delegation aus den USA die Standards in Brasilien selbst überprüft haben.
Brasilien wird sich auch in der Welthandelsorganisation (WTO) für die amerikanischen Absichten und Vorschläge stark machen. Dafür werden sich die USA vielleicht dafür einsetzen, dass Brasilien in OECD aufgenommen wird.
Brasilien wird nach Aussagen seines Energieministers, Bento Albuquerque, ein ehemaliger Admiral, der für das Nuklearprogramm der brasilianischen Marine zuständig war, dafür sorgen, dass jetzt auch ausländische Unternehmen in Brasilien Uran abbauen dürfen. Außerdem will er neue gesetzliche Regelungen schaffen, die den Uranabbau auch in indigenen Gebieten erlauben. Und selbstverständlich will man auch mit US-amerikanischer Unterstützung den Bau eines dritten Atomkraftwerks in Brasilien in Angriff nehmen.
Hier das gemeinsame Kommuniqué zum Besuch:
Comunicado Conjunto

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