Der Kampf der Konservativen mit sich selbst

Der Kampf der Konservativen mir sich selbst!

übersetzt: "Wenn die Anderen einfach so im Gefängnis sind, müssen wir einander schlagen" von Nik-Ahnag Kowsar

Irans Konservative waren sich nicht immer einig, sie haben sich immer wieder gestritten. Auf ihre eigene Art und Weise kritisierten sie sich gegenseitig; ganz normal. Kompromisse gingen die Konservativen immer wieder ein, wenn Reformisten eine Gefahr für ihre Macht darstellten. Während der ersten Regierungsperiode Ahmadinedjads (2005-2009) wurde der Machtkampf zwischen den Konservativen immer größer. Sie bildeten kleinere Gruppen unter sich, gaben sich neue Namen und versuchten immer mächtiger zu werden. Ihre Zeitungen begannen einander zu beschimpfen. Sie hörten nicht auf ihren Führer, der ihnen ständig befahl, mit den Streitereien aufzuhören. Bis irgendwann Mousavi und Karroubi sich zutrauten, trotz des Widerwillens des obersten Führers, zu kandidieren - Chamenei hatte den Ex-Präsidenten Khatami geraten, nicht zu kandidieren, woraufhin Mousavi ohne einen Termin mit Chamenei kandidierte -. Dann kam die grüne Bewegung, ... Die Reformisten wurden mit aller Gewalt von der politischen Szene entfernt und ins Gefängnis gebracht. Die Streite der Konservativen begannen wieder und wurden größer und größer.
All das habe ich nicht vergessen. Doch kann ich mich nicht dran erinnern, dass die Vorwürfe der Konservativen aneinander so groß waren wie in den letzten zwei Wochen. Auf einmal fingen die Medien der Hardliner wie z.B. Kayhan und Farsnews an, einander heftig anzugreifen. Das ging sogar so weit, dass ein Bassiji der oppositionellen, im Iran gefilterten Online-Zeitung Roozonline ein Interview gab, in dem er einige Regierungsleute "schmutzig" nannte und unter anderem den Justizchef scharf attackierte. Es ist zu erwähnen, dass Irans Justizchef vom Revolutionsführer persönlich ins Amt gerufen wird! Weitere Streite der konservativen Medien waren die Folgen des Interviews.
Nicht nur in ihren Webseiten und Zeitungen bekämpfen sich die Konservativen. Ihr Kampf ist eindeutig auf der politischen Bühne zu spüren:

"Wie die amtliche iranische Nachrichtenagentur IRNA mitteilt, ist der iranische Geheimdienstminister Heydar Moslehi am Sonntag zurückgetreten. Einzelheiten wurden nicht genannt. „Präsident Mahmoud Ahmadinejad hat Heydar Moslehis Rücktrittsgesuch angenommen und ihn zu seinem Berater für Sicherheitsfragen ernannt“, heißt es bei IRNA. Die halbamtliche Nachrichtenagentur Fars berichtet unter Berufung auf eine nicht genannte Quelle, der Minister sei gefeuert worden. [...] Anfang des Monats hatte Ahmadinejad seinen umstrittenen Berater Esfandiar Rahim Mashaei degradiert, dessen unorthodoxe Ansichten über die Rolle der mächtigen Geistlichkeit und die Bedeutung der seiner Meinung nach vor dem Islam rangierenden iranischen kultureller Werte für Empörung unter den Hardlinern im politischen Establishment gesorgt hatten;" aus Julias Blog: Iranischer Geheimdienstminister tritt zurück

Kurz danach setzt Chamenei den Geheimdienstminister wieder ein:

Der Führer der Islamischen Revolution, Ajatollah Seyyed Ali Khamenei, hat den am Sonntag eingereichten Rücktritt von Geheimdienstminister Heydar Moslehi zurückgewiesen und ihn wieder eingesetzt;

IRNA weigerte sich aber ganze 14 Stunden über diese Entscheidung des Revolutionsführers zu berichten.
Krach gibt es außerdem zwischen dem Parlament und dem Regierungschef:

Ali Larijani, der Chef des iranischen Parlaments, hat gegen die Regierung Mahmoud Ahmadinejad offiziell Beschwerde eingereicht, weil sie es versäumt hat, ein Sportministerium zu etablieren; aus Julias Blog, Parlamentschef erhebt Beschwerde gegen Ahmadinejad

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Weblog von Ali Shirazi:  Iran: Kräftemessen an der Spitze


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