Der humorvolle Vogel - Eine Möglichkeit, das Leben zu meistern



„Gibt es schließlich eine bessere Form mit dem
Leben fertig zu werden,
als mit Liebe und Humor?“
Charles Dickens

Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch eine Geschichte von Wilhelm Busch erzählen:
„Der humorvolle Vogel“
„Es sitzt ein Vogel auf dem Leim,
Er flattert sehr und kann nicht heim.
Ein schwarzer Kater schleicht herzu,
Die Krallen scharf, die Augen gluh.
Am Baum hinauf und immer höher
Kommt er dem armen Vogel näher.
Der Vogel denkt: Weil das so ist
Und weil mich doch der Kater frisst,
So will ich keine Zeit verlieren,
Will noch ein wenig quinquilieren
Und lustig pfeifen wie zuvor.
Der Vogel, scheint mir, hat Humor.“
Ihr Lieben,

ich habe dieses Gedicht schon als Jugendlicher geliebt.
Zum ersten Mal wurde ich durch meinen damaligen Jugendfreund Hans-Christoph auf das Gedicht aufmerksam gemacht.
Als ich damals in meiner Jugend über Jahre sexuellem Missbrauch und Gewalt ausgesetzt war, wollte er mir zeigen, wie ich trotzdem überleben konnte. Eine der Methoden, die er dabei anwandte, war die Methode, mir Beispiele zu zeigen, wie man das Leben bewältigen kann, auch wenn man sehr schlimme Dinge erlebt.
Deshalb ist dieser Vogel aus dem Gedicht von Wilhelm Busch so für mich zu einem großen Vorbild geworden. Er hat nicht ängstlich gepiepst, sondern die ihm noch verbleibende Zeit genutzt, um fröhlich zu sein. Deshalb sagt Wilhelm Busch auch, dass er Humor habe. Und Humor ist bekanntlich, wenn man TROTZDEM lacht.

So habe ich damals zwar schlimme Zeiten erlebt, aber in diese schlimmen Zeiten waren auch Stunden und Tage der Freude, der Fröhlichkeit, der Hoffnung und der Zuversicht eingebettet.

Deshalb, Ihr Lieben, wenn Ihr schlimme Zeiten erlebt oder es Euch schlecht geht, gebt Euch nicht der Traurigkeit, der Mutlosigkeit hin, sondern kämpft dagegen an, indem Ihr TROTZDEM fröhlich seid, TROTZDEM tapfer Euren Weg geht, TROTZDEM zuversichtlich und hoffnungsvoll seid.

Ich wünsche Euch heute ganz viel Mut, Hoffnung und Zuversicht und grüße Euch ganz herzlich aus Bremen,
Euer zuversichtlicher Werner