Der Feind Nummer 1 Brasiliens ist der Indio. Den braucht man nicht

Der Feind Nummer 1 Brasiliens ist der Indio. Den braucht man nichtDie Schauspielerin und Journalistin Fernanda Torres hat sich im Hinblick auf den Abbau der Rechte der Indios durch die Regierung Bolsonaro in einem Beitrag für die Zeitung "Folha", der auch im Blog "Combate Racismo Ambiental" veröffentlicht wurde, mit der bisherigen Politik gegenüber den Ureinwohnern des Landes befasst:
"2001 wurde Jarbas Passarinho heftigst von den Streitkräften kritisiert, weil er damals als Justizminister in der Regierung von Fernando Collor de Mello das indigene Gebiet der Yanomani festlegte und homologierte.
Die ideologischen Wirrungen, die die brasilianische Politik in den letzten 20 Jahren beherrschten, verhinderten dass die Diskussion vertieft wurde.
Aber jetzt, gottseidank, ist Johnny Bravo (Staatspräsident Bolsonaro hatte sich in einem Interview als Johnny Bravo bezeichnet) an der Macht, gewählt von einem christlichen und ordnungsliebenden Volk, ein Mann, der entschlossen ist auf die uneingeschränkte Verteilung von Parzellen an Wilde zu pfeifen.
Das sie wie Tiere aus dem Zoo in weiten Gebieten von landwirtschaftlich bearbeitbarem Boden, auf Bergbaureserven von unschätzbarem Wert leben, sind sie eine schwere Bedrohung der nationalen Souveränität, weil sie absolute Herren ihrer Gebiete sind und sie aus Habgier diese an fremde Nationen überlassen und sich von Brasilien trennen könnten.
Ich bin dafür, dass der Senat Eduardo Bolsonaro (Sohn von Bolsonaro, der Botschafter in Washington werden soll) genehmigt als unseren Repräsentanten in Washington, und dass die erträumten Verträge für Bergbau-Gebiete und Landwirtschaft in indigenen Gebiet aus ihrem Dornröschenschlaf erwachen, um nicht nur Gewinne für die wohlhabenden Brasilianer abzuwerfen, sondern auch für das was noch übrig bleibt von diesen Heiden.
Untenstehend eine Liste von Zitaten, die von der Anthropologin Manuela Carneiro da Cunha in ihrem Buch "Geschichte der Indios in Brasilien" zusammengestellt wurde und die als Argument für unseren zukünftigen Botschafter in Amerika dienen könnte:
Vom Jesuiten Manoel de Nóbrega, 1549: "Die Bewohner der Neuen Welt stammen notwendigerweise von Adam und Eva ab und deshalb von einem der Söhne von Noah, wahrscheinlich vom üblen Ham, derjenige der seinem Vater die Kleider wegnahm, deshalb laufen sie auch nackt rum. Das Naturgesetz beachten sie nicht; sie sind sehr luxuriös, sehr verlogen, nichts böses erschüttert sie und nichts rühmen sie, weil es schön ist".
Vom Jesuitenbruder André Thévet, 1558:
Die Kannibalen sind die grausamsten und unmenschlichsten von allen amerikanischen Vöker, nicht nur dass sie eine widerliche Gewohnheit haben menschliches Fleisch auf diesselbe Art zu wie essen wie wir Hammelfleisch, nein sie haben auch noch Spaß dabei."
Vom Historiker und portugiesischen Chronisten Pero de Magalhães, 1570:
"Die Sprache dieser Typen kennt 3 Buchstaben nicht, sie glauben nicht an F, noch L, noch R, also haben sie auch keinen Glauben (Fé), kein Gesetz (Lei), noch ein König (Rei); auf diese Art leben sie ohne Recht und im Chaos".
Von König Johann VI., 1809:
“Es entspricht nicht meinen religiösen und politischen Prinzipien meine Autorität auf den Campos dos Guarapuava durch Mord und Totschlag gegen die Indios herzustellen. Ich wende das nur gegen jene an, die meine Vasallen beleidigen und die Widerstand leisten gegen die milden Mittel der Zivilisation, die ich ihnen anbiete".
Von José Bonifácio, 1823:
“Was den Menschen im wilden Zustand betrifft, und insbesondere den wilden Indio Brasiliens, so ist er sehr faul; weil er wenige oder überhaupt keine Bedürfnisse hat; weil er ein Vagabund ist, der sich den ganzen Tag an der freien Luft aufhält und kein Haus und keine bequeme Kleidung braucht. Weil er letztendlich keine Idee vom Eigentum hat noch Wünsche nach Auszeichnungen und sozialen Eitelkeiten, die die mächtigen Antriebsfeder sind, die den zivilisierten Menschen zur Aktivität anregen".
Vom Historiker Francisco Adolfo de Varnhagen, 1867:
"Im Königreich der Tiere gibt es verlorene Rassen; es scheint, dass die Rasse der Indio, auf Grund einer Auswirkung der physischen Organisation, nicht fortschreiten kann mit Hilfe der Zivilisation, er ist verdammt zu diesem fatalen Ende. Der Indio scheint eine Organisation zu haben, die nicht vereinbar ist mit der Zivilisation".
Von einem Abgeordneten aus Maranhão, Autor eines Kolonisierungsprojektes in Maranhão, 1826:
Ein Dorf mit 200, 300 Indios soll 20 Leguas nach oben und von da 20 Leguas nach unten umfasst haben; soll man diese unsteten Menschen als Eigentümer dieser Gebiete ansehen? Warum lassen sie sich nicht fest nieder wie wir? Ich hätte gerne das Testament gesehen, mit dem unser Vater Adam ihnen diese Gebiet in exklusivem Eigentum überlassen hat".
Vom Amtsträger José da Silva Lisboa, 1816: "Man soll alle Wälder zerstören und den Boden an die reichen Männer verteilen, die dann den Indios Arbeit in der Landwirtschaft geben".
500 Jahre der Auslöschung werden hier sichtbar.
1934 wurde der französische Anthropologe Claude Lévi-Strauss zu einer Lesung an der neu eröffneten Universität von São Paulo eingeladen. Als er seine Wunsch äusserte einige indigene Stämme zu besuchen, bekam er vom damaligen brasilianischen Botschafter in Paris zu hören: "Indios? Unglücklicherweise, geschätzter Herr, ist es schon Jahre her, dass sie verschwunden sind".
Wenn alles so läuft wie erwartet bis zum Ende des Mandates seines Vaters, dann wird vielleicht der Botschafter Eduardo Bolsonaro sich den Luxus erlauben dasselbe zu sagen."

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