Der erste Schlag von Herz von Österreich

Foto: H.G.

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Am Freitag, 3. Januar 2014 wurde auf Puls4 die erste Folge der neuen Castingshow „Herz von Österreich“ ausgestrahlt. Von über 4.000 Österreicherinnen und Österreicher haben die besten 64 Solokünstler und Bands es in die Liveshows geschafft. Die ersten acht Kandidaten stellten sich den Juroren DJ Ötzi, Lukas Plöchl vom Hip-Hop-Duo Trackshittaz und der österreichischen Musik-Granate Stefanie Werger. Zulässig sind ausschließlich Lieder auf Österreichisch – sei es im Dialekt oder auf Hochdeutsch. Wer mindestens ein Herz von Juroren erhält ist aufgestiegen und hat die Chance auf den Einzug ins Finale. Dem Gewinner winkt unter anderem die Möglichkeit, mit Volks-Rock’n'Roller Andreas Gabalier auf Tournee zu gehen. Gabalier verfolgte zudem backstage bei „Herz von Österreich“ mitfiebernd die Auftritte der Kandidaten.

Den Auftakt machte der Steirer Noel Jones mit dem selbstgeschriebenen Song „Liebesspiel“. Stefanie Werger störte dabei, dass Noel Jones kein österreichisches sondern ein deutsches Hochdeutsch sang. Dennoch gab es je ein Herz von Lukas Plöchl und DJ Ötzi, der dem Steirer Radiotauglichkeit zubilligte. Lediglich ein Herz gab es von Stefanie Werger für das niederösterreichische Quartett Jule für ihre Interpretation von Georg Danzers „Ollas Leiwaund“.

Volles Lob gab es für die Oststeirerin Fräulein Laut, die am Klavier Rainhard Fendrichs „Manchmal denk i no an di“ sang. Für DJ Ötzi war ihr Auftritt wie ein magischer Moment. Lukas Plöchl war zutiefst beeindruckt, wie die Gefühle so zerbrechlich herüberkamen, dass man den Schmerz spüren konnte. Stefanie Werger meinte mit Hinweis auf den Namen „Fräulein Laut“, dass sie die leisen Zwischentöne genau richtig rübergebracht hat.

Stefanie Werger kritisierte den Wiener J-Kobe und seine Version von Hansi Dujmic „Ausgeliefert“. Für sie klang es komisch, einen Dialekttext hochdeutsch zu singen. Anders sahen dies allerdings DJ Ötzi und Lukas Plöchl, die dem Wiener je ein Herz gaben. Sie erkannten, dass die heutige Jugend genau auf diese Art steht. J-Kobe wurde sogar mit Justin Bieber verglichen – mit dem Vorteil, dass der Wiener eine Sprache singt, die man auch versteht.

Das Lied „Mei potschertes Leben“ des Boxers Hans Orsolics wurde von dem Burgenländer Markus Pomikal vorgebracht. Hierfür gab es drei stark pochende Herzen. DJ Ötzi zeigte sich euphorisch: „Gibt’s was Echteres als den Typen?!“ Stefanie Werger lobte zwar, dass Markus Pomikal die bessere Stimme als der Boxer hat, aber sie Orsolics das Lied auch geglaubt hat. Dem konnte sich Lukas Plöchl nicht anschließen: „Bist ein ehrlicher Mensch, ich hab’s voll gefühlt.“

Kreativ zeigte sich Hannah aus Tirol mit „Liab mi“ – einer Interpretation des Elvis Presley Klassikers „Love Me Tender“. Auch hier gab es drei Herzen, wobei Lukas Plöchl anfangs das Lied nicht mochte und auch Stefanie Werger nicht ganz überzeugt war. Vor allem störte Werger die an Mariah Carey erinnernden „Schnörkel“.

Christina Stürmer ist für ihre hochdeutschen Lieder bekannt. Eines ihrer Lieder übernahm das Quartett Para Siempre aus Salzburg in Mundart. DJ Ötzi und Stefanie Werger belohnten die vier Frauen im Dirndl mit je einem Herzen. Doch Stefanie Werger konnte sich nicht zurückhalten zu fragen, warum eine Salzburger Gruppe einen spanischen Namen („Für immer“) wählen muss: „Ob im Dirndl oder in der Lederhose ist mir wurscht. Es muss was rauskommen!“

Auf voller Breite überzeugte der Steirer Johannes Spanner mit seiner Interpretation des Matthias Reim Klassikers „Verdammt ich lieb dich“. DJ Ötzi stieß sich zwar am Outfit, da Spanner zu seiner Lederhose kurze Socken und Turnschuhe trug, doch die Stimme war super-perfekt. Ebenso überwältigt war Lukas Plöchl: „Du lebst das, du liebst das, einfach geil!“ Laut lachen musste Stefanie Werger wegen dem Familiennamen Spanner, da er doch ein bisschen anstößig klinge. Dennoch schätzte sie die positive und äußerst interessant klingende Interpretation.

Nachdem alle Kandidaten aufgetreten waren, vergaben die drei Juroren ihr Herz jeweils an einen Kandidaten. Für DJ Ötzi war es klar, dass nur Fräulein Laut sein Herz bekommt, da sie ihm einen „Magic Moment“ bereitet hat. Lukas Plöchl entschied sich mit J-Kobe für den Jüngsten. Und Stefanie Werger vergab ihr Herz an Johannes Spanner.

Nun müssen diese drei – Fräulein Laut, J-Kobe und Johannes Spanner – eine Woche um die Gunst des Publikums buhlen. Wer das Bundesländervoting für sich entscheidet kommt in das große Finale. Ihre Lieder sind bereits bei iTunes zum Download erhältlich – für die meisten Downloads gibt es ein Download-Herz.

Recherche und geschrieben Heidi Grün


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