Der dritte Weltkrieg hat gestern begonnen

Der dritte Weltkrieg hat gestern begonnen

Schwer zu sagen, was den Napoleon-Klon Zar Kotzy dazu bewegt hat, die UNO Resolution gegen Libyen voranzutreiben und mit dem Luftangriff vorzupreschen. Vielleicht hofft er, sich mit einem leichten Sieg eine zweite Präsidentschaft zu sichern und damit Macht und Ehre zu retten.

Auf jeden Fall ist es eine gewagte Pokerpartie. Verhilft der Luftschlag den Rebellen zu einem raschen Sieg, geht seine Rechnung auf und er gewinnt Ruhm und Öl. Er steht dann in vorderster Position um mit dem Nachfolge-Despoten in Libyen über lukrative Geschäfte zu verhandeln. Wenn sich der Konflikt aber in die Länge zieht und sich Gaddafi halten kann, dann steht er schon bald mit abgesägten Hosen da.

Bereits heute ist die halbe Welt gegen den Angriff des Westens. Sogar die Araber verurteilen jetzt die Luftschläge, nachdem sie noch vor kurzem ein Flugverbot gefordert hatten. Russland, China, Südamerika und die meisten Afrikaner kritisieren das Vorgehen der Franzosen, Briten und Amerikaner scharf. Letztere haben sich ja mehr oder weniger in den Konflikt hineinziehen lassen. Mit Irak und Afghanistan sind die USA ja schon voll ausgelastet, abgesehen von den Problemen zuhause. Wenn‘s jetzt noch in Nordkorea, Pakistan und Iran zu brennen anfängt, wissen die USA nicht mehr wo sie wehren sollen. Das Imperium ist überdehnt und wird damit verletzlich. Die Situation ist höchst gefährlich. Das weiß Obama. Darum möchte er die Chose rasch an die verbündeten Europäer abgeben.

Die Deutschen haben sich herausgehalten. Allerdings nicht aus Klugheit, sondern wegen den anstehenden Wahlen. Schade, dass sie sich nicht schon bei Afghanistan zurückgehalten haben. Dort geht’s ja nicht mal um Öl, sondern um die Einkreisung Russlands. Ein typischer Spleen der Amerikaner aus Zeiten des kalten Kriegs.

Ob Gaddafi oder ein anderer Despot in Libyen regiert, ist eigentlich wurscht. Lächerlich anzunehmen, dass es den Rebellen um Demokratie und Menschenrechte geht. Das sind Stammeskriege wie im Mittelalter und da sollte man sich besser raushalten. So hart das angesichts des Schreckens auch ist. Siegen die Rebellen, werden sie Gaddafis Leute massakrieren, anstatt umgekehrt. So läuft das dort unten seit Jahrhunderten.

Nicht, dass ich für Gaddafi und seine Brut auch nur die kleinsten Sympathien hegen würde. Aber immerhin war der Wüsten-Clown ein Garant für Stabilität im Land. Die ist nun futsch und das Pulverfass brennt lichterloh.

Ob es sich noch löschen lässt, bezweifle ich. Wenn jetzt noch ein weiterer Dominostein fällt, explodiert es. Saudi Arabien könnte so einer sein. Oder ein Konflikt Iran-Israel. Auch die Türkei könnte sich absetzen und ins andere Lager wechseln. Die NATO könnte auseinander brechen. Am Ende stehen die USA und die Europäer allein gegen den Rest der Welt.

Derweil lehnen sich die Chinesen und Russen zurück und warten ab, was geschieht. Im Gegensatz zum Westen haben sie vermutlich eine Strategie. Russland sitzt auf ausreichend Rohstoffen und China ist dabei, sich überall in der Welt Rohstoffe zu sichern. In Asien, Afrika und Südamerika. Die Chinesen brauchen nur abzuwarten und auf eine günstige Gelegenheit zu warten. Taiwan steht zum Beispiel noch auf der Traktandenliste. Einen Wirtschaftskonkurrenten sind sie auch bereits los: Japan ist hoffnungslos pleite und verstrahlt.

Es sieht nicht gut aus. Ich rechne damit, dass schon bald ein weiterer schwarzer Schwan seine Flügel ausbreiten und seinen Schatten auf die Welt werfen wird. Wenn nicht ein Wunder geschieht, hat gestern der dritte Weltkrieg begonnen.

Die Dämonen kriechen überall aus ihren Ecken. Nirgends gibt es einen sicheren Hort. Zumindest nicht in der Wirklichkeit. Euer Traumperlentaucher.



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