Dekadente Politik trifft auf religiöse Fanatiker

An und für sich kann man nur erstaunt sein, wie absurd die westliche Welt auf die selbsternannten Prediger und zuweilen abstrusen Auslegungen religiöser Schriften reagiert.

Da soll die jahrhundertelang erkämpfte FREIHEIT einigen Hasspredigern geopfert werden, die mit subtilen Methoden den angestauten Hass der “Gutgläubigen” gegen die Andersgläubigen geschickt manipulieren und in Gewalt ausarten lassen.

Der Aberwitz mündete jetzt in das Kopfgeld über 100.000 Dollar, das ausgerechnet ein Mitglied der pakistanischen Regierung ausgelobt hatte.

Den “liberal” dekadenten westlichen Politikern scheint nicht so klar zu sein, dass der “Absolutheitsanspruch” religiöser Prediger nichts anderes ist, als eine Art Machtmissbrauch, denn die religiösen Schriften enthalten unisono viele Stellen, die sehr unterschiedlich ausgelegt und angewandt werden können, je nach Interessenlage.

So soll es beispielsweise im Koran eine Sure geben, die eine “schlechte Tat” mit einer “guten Tat” beantworten will. Alleine das zeigt, dass die Gewaltausübung angesichts der Karikaturen und zugegeben fragwürdigen “Filmchen” in Wirklichkeit keine religiöse Grundlage haben kann, jedenfalls keine apodiktische Aufforderung zur Gewalt gegen Andersdenkende oder Kritiker. Und das gilt für alle Religionen.

Dass es dennoch vielfältige Gewaltausübung und Aufstachelung der Bevölkerungen bis heute gibt, zeugt allenfalls von den (verdeckten) Machtkämpfen in diesen Staaten.

Ausgerechnet nach der vom Westen unterstützten “Befreiung” Nordafrikas wendet sich jetzt ein Teil der Bevölkerung gegen die Heilsbringer der “Demokratie”?!

Hier erweist sich vielmehr, dass die westliche Einflussnahme, die Kanonenboot-Diplomatie, die Beseitigung der “Diktaturen”, in den Bevölkerungen eher als Bedrohung durch FREMDE empfunden wird, keineswegs als Befreiung, zumal sich lediglich die “Diktatoren” ablösen.

Und selbst die Analphabeten begreifen, dass es nicht selten um die Sicherung der Energieressourcen geht, keineswegs um das Wohl der Menschen die dort leben. Ganz im Gegenteil. Die bis dahin noch recht und schlecht funktionierenden Dorf- und Stammesgemeinschaften werden nach und nach aufgelöst oder gegeneinander aufgestachelt, vor allem wenn es um die Ausbeutung der Bodenschätze geht. Mit Demokratie hat das jedenfalls wenig zu tun, allenfalls in den Schlagzeilen der Gazetten, die im Westen die Bürger mit allerlei Desinformationen füttern müssen.

“Aufstände” brauchen ab und an den zündenden Funken, der möglicherweise jetzt in einigen Regionen die aufgestaute Abneigung gegen die westliche Politik aufwallen ließ. Nur peinlich, wie die PATIN (nach Prof. Dr. Gertrud Höhler bzw. ihr Buch: wie Angela Merkel Deutschland umbaut) reagierte; ihr “Fähnlein” wankte einmal mehr im Winde, je nach der Stärke der jeweiligen Mainstream-Strömung im In- und Ausland. “Frau Beliebigkeit”, die uns den Honecker macht, würde alles opfern, wenn es um die Machterhaltung oder gar Machtausweitung geht.

Auch die Provinz-Politik-Clowns und die ansonsten devot abstimmenden Bundestagsabgeordneten (Stichwort: Die Droge des Fraktionszwanges hat die Reste der Zivilcourage aufgelöst) meldeten sich sogleich zu Wort, als es um Verbote oder gar die Einschränkung des Internets ging.

Diese Einfältigen sind mindestens so gefährlich, wenn nicht gar gefährlicher, wie die irregeleiteten “Spontan”Fanatiker in den nordafrikanischen Ländern, die ihren aufgestauten Frust hüpfend, schreiend und Steine werfend austoben sollten und sich der Massen-Psychose auslieferten. Die “Ohnmächtigen” gegenüber den (religiösen) Gewalten, denen sie tagtäglich Gehorsam schulden, erlebten eine Art Befreiung; aufgestaute Wut und Ängste verschafften sich ein Ventil.

Diese Art der gesteuerten “mentalen Befreiung” enthält auch aufgestaute Ressentiments gegen die westliche Politik; sie kann zukünftig eine größere Wirkung in den muslimischen Ländern entfalten.

Diese mentale “Befreiungs-Variante” über die Religion, anlässlich der Filmveröffentlichung in den USA, könnte auch auf andere (politische) Themen übertragen werden und das Machtgefüge in Nordafrika unerwartet verändern.

Insofern könnte es sogar sein, dass die “Prediger” nunmehr ein Mittel gefunden haben, um die Macht der “Freunde des Westens” in ihrem Land zurückzudrängen oder gar zu brechen. Die vielfältigen Interventionen der NATO (Libyen, Irak, Afghanistan, Ägypten, Syrien, …) bzw. der abgesandten Söldner und Berater mit dem Ziel des “Regimewechsels” trifft c.p. auf einen “religiösen” Widerstand, mit dem niemand gerechnet hat. Mit der Macht der tief verwurzelten Religion lässt sich Widerstand auf eine ganz andere Art und Weise organisieren, ganz in de Tradition eines Gandhi, allerdings gepaart mit dem Kalkül der Gewaltausübung.

Während deutsche Politiker über “Verbote” nachdenken, artikuliert sich der Widerstand gegen die “Kanonenboot-Politik” im Nahen Osten.

Es wirkt geradezu verrückt, dass die westliche Politik ihre sichtbar werdenden Fehler durch die Einschränkung der Demokratie in der westlichen Welt begegnen will.

Eine Art “Doppelstrategie”: Die außenpolitischen Fehler werden innenpolitisch dazu genutzt, die Demokratie weiter abzubauen.

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