Deine Katze beißt und kratzt? Das kannst du gegen die Aggressivität bei Katzen machen

Von Hallaman @stechnik_blog
Fauch! Was führt zu Aggressivität bei der Katze und wie kannst du vermeiden, dass sie beißt und krallt?

Deine Katze beißt und kratzt? Das kannst du gegen die Aggressivität bei Katzen machen

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Wenn du schon einmal von deiner Katze gebissen oder gekratzt wurdest, dann weißt du wie schmerzhaft das sein kann. Zumal sich diese Bisse oder Kratzer von Katzen sehr leicht entzünden. Katzen haben immer Dreck an den Krallen und viele Bakterien im Speichel – du solltest daher solche Wunden sofort sorgfältig desinfizieren.

Gerade, wenn du auch Kinder im Haushalt hast, möchtest du natürlich vermeiden, dass diese durch ein Missverständnis von deiner Katze verletzt werden.

Es gibt Methoden, wie du aggressives Verhalten bei deiner Katze in Zukunft vermeiden kannst.

Dazu musst du drei Punkte beachten:

  1. Beobachten, in welchen Situationen dich deine Mieze krallt oder beißt
  2. Verstehen, aus welchem Grund sie das macht
  3. Lernen, wie du mit diesem unerwünschten Verhalten umgehen musst und wie du ihm vorbeugen kannst.

Du wirst etwas Zeit in die Sache investieren müssen, deine Katze gut beobachten und vor allem Konsequenz walten lassen.

Inhalt

In welcher Situation kratzt oder beißt deine Katze?

Zunächst einmal: War es das erste mal, dass deine Katze dich angegriffen hat? Passt das ganz und gar nicht zu ihrem Wesen?

Wenn das der Fall ist, könnte es sein, dass deine Katze eine Verletzung oder eine schmerzhafte Krankheit hat und sich deshalb mit Schlägen und Bissen dagegen wehrt angefasst zu werden. Wenn deine Katze also aus heiterem Himmel anfängt, sich aggressiv zu verhalten, wenn du ihr nahe kommst solltest du lieber deinen Tierarzt aufsuchen!

Ansonsten tritt aggressives Verhalten einer Katze gegen ihren Menschen natürlich dann auf, wenn beide miteinander interagieren – also entweder beim Schmusen oder beim gemeinsamen Spielen.

In sehr seltenen Fällen greifen Katzen ihren Halter ohne erkennbaren Grund an.

Mögliche Gründe, warum deine Katze dich angreift

Der wohl häufigste Grund für einen Biss oder einen Krallenhieb ist Übermut beim Spielen. Katzen werden dann von ihrem Jagdtrieb gelenkt, deine Hände sind da ein perfektes Ziel. Vor allem, wenn deine Katze nicht von klein auf gelernt hat, dass deine Hand keine Beute ist, wird es von Zeit zu Zeit einen ordentlichen Kratzer geben.

Wenn deine Katze dich beim Schmusen krallt, hat sie wahrscheinlich einfach keine Lust mehr, gestreichelt zu werden. Oder aber du hast eine empfindliche Stelle berührt, an der sie lieber nicht gestreichelt wird. Viele Katzen lassen sich zum Beispiel nicht gerne am Bauch oder an den Hinterbeinen anfassen.

Wie schon erwähnt, kann auch eine Verletzung oder Krankheit der Grund für Aggressivität bei Katzen sein. Eine verletzte Katze lässt meist niemanden an sich ran und verteidigt sich sogar vor den ihnen bekannten Menschen. Ein solches Verhalten tritt sehr plötzlich auf, eben ab dem Zeitpunkt der Verletzung oder dem Beginn der Krankheit. Besteht in diese Richtung ein Verdacht, lass das durch deinen Tierarzt abklären!

Greift deine Katze dich aktiv und von sich aus an, können mehrere Auslöser schuld sein. Oft kann das eine schlechte Sozialisierung (z.B. zu früh weg von der Mutter), ein Autoritätsproblem oder einfach Langeweile sein.

Versuch es einfach mal mit den unten stehenden Tipps. Wenn sich die Situation dann nicht bessert solltest du es einmal mit einem Tierpsychologen probieren.

Erziehungstipps gegen aggressives Verhalten bei deiner Katze

Deine Katze sollte sich regelmäßig auspowern. Dann ist sie ausgeglichener und viel zu müde für Aggressionen

  • Sei deiner Katze gegenüber immer gelassen und entspannt. Egal was sie auch anstellt – Schimpfen und Anschreien haben keinen Sinn – deine Mieze wird eh nicht verstehen, was du von ihr willst. Wirst du deiner Katze gegenüber laut, erzeugt das bei ihr nur Angst und Unwohlsein – was wiederum zu aggressivem Verhalten führen kann.
  • Aggressivität, die sich bei Katzen durch Beißen oder Kratzen äußert, ist oft ein Zeichen von Langeweile und Unausgeglichenheit. Du solltest daher regelmäßig intensiv mit deiner Katze spielen, am besten mit einer Katzenangel. Das powert sie richtig aus und deine Hände sind aus dem Spiel. Auch ein Spielgefährte, also eine zweite Katze im Haus ist Pflicht. Ein Kumpel ist das beste Mittel gegen Langeweile! Katzen, die zusammen mit anderen Katzen gehalten werden zeigen viel seltener unerwünschtes Verhalten wie Aggressivität oder das Kratzen an Möbeln / der Tapete.
  • Wenn deine Katze dir beim Streicheln auf einmal eine wischt, könnte es sein das sie einfach keine Lust mehr auf das Schmusen hat. Meist versucht sie dir das auch erst einmal mit anderen Mitteln zu zeigen. Sie hört zum Beispiel auf zu schnurren, will deine Hand mit den Pfoten weg stoßen oder dich vor einer ihr unangenehme Stelle fernhalten. Auch das Zurücklegen der Ohren ist ein deutliches Zeichen, dass es ihr langt. Du musst lernen solche solche Warnzeichen zu erkennen und sie respektieren.
  • Führe ein Signalwort ein, dass deiner Katze zeigt, dass sie sich gerade daneben benimmt. Am besten eignet sich ein lautes „Nein!“. Das Signalwort sollte immer dasselbe sein, damit deine Mieze nicht durcheinander kommt. Das Signalwort kannst du nicht nur nutzen, wenn deine Katze zum Beispiel gerade zu wild spielt, auch wenn sie an unerwünschten Stellen kratzt oder du sie beim Wildpinkeln in der Wohnung erwischst, kannst du es einsetzen. Wenn deine Katze zum Beispiel beim Spielen nach deiner Hand krallt, ziehe sie ruhig zurück, immer in Kombination mit deinem Signalwort. Versucht dagegen du deine Hand in Hektik in Sicherheit zu bringen, wird deine Katze eher noch mehr angestachelt, da ihr Jagdtrieb gereizt wird.
  • Strafe deine Katze mit Ignoranz. So merkt sie am besten, dass sie etwas falsch gemacht hat. Wenn Sie also zum Beispiel beim Spielen nach deiner Hand langt, beende das Spiel sofort und ignoriere deine Katze eine Zeit lang. Wenn sich das ein paar mal wiederholt, wird deine Samtpfote die Verbindung herstellen und ihr Verhalten im besten Falle ändern. Ignoranz wirkt bei Katzen sehr viel besser als sinnloses Schimpfen!
  • Besorg dir einen Feliway Stecker für die Steckdose. Dieser verbreitet ein Katzenpheromon. Das ist ein Stoff, der das Gemüt deiner Katze beruhigen wird. Sie ist dann gelassener und ausgeglichener, was bei vielen Problemen sehr hilfreich ist.
  • Wenn du Kinder im Haushalt hast, bring ihnen möglichst früh den richtigen Umgang mit Katzen bei. Lautes Geschrei und hektische Bewegungen bedeuten Stress für deinen Haustiger. Auch treiben Kinder eine Katze oft versehentlich in die Enge, was mit einem Kratzer enden kann. Kinder müssen lernen, das Katzen echte Lebewesen und keine reinen Kuscheltiere sind. Sie müssen auch akzeptieren können, wenn eine Katze einmal keine Lust hat gestreichelt zu werden oder zu spielen.

Am wichtigsten ist Konsequenz. Das ist bei der Erziehung immer so, egal ob du ein Kind oder eben eine Katze erziehen willst. Ziehst du diese Erziehungstipps dauerhaft durch, wird sich die Aggressivität bei deiner Katze sehr wahrscheinlich mit der Zeit legen. Ist das nicht der Fall, rate ich dir zu einem Tierpsychologen. Diese Experten können bei gestörten Beziehungen zwischen Mensch und Katze gezielt helfen.

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