Das Wurzelwerk im Kopf

Von Lukas Röthlisberger @Adekagabwa

Das menschliche Gehirn ist wohl das komplexeste der uns bekannten organischen Formen. Merkwürdig, wie es die Buchstaben als Lichtimpulse aufnimmt; wie es über „schwingende Luft“ Information empfängt, wie es das alles verarbeitet, vermischt und Neues generiert!

Besonders schön an unserem Denk- und Träumorgan ist, dass es sich ständig verändern und anpassen kann. Das neuronale Netz ist wie ein Wurzelwerk, das ständig wächst. Dabei werden jene Fasern grösser und stärker, die wir viel benutzen, die anderen verkümmern langsam.

Wenn wir viel rechnen, können wir das mit der Zeit  immer besser und wenn wir viel jammern, gelingt das mit der Zeit auch perfekt.

„Mit 20 hat jeder das Gesicht, das Gott ihm gegeben hat,
mit 40 das Gesicht, das ihm das Leben gegeben hat,
und mit 60 das Gesicht, das er verdient.“
Albert Schweizer

Albert Schweizer bezieht sich zwar auf unser Gesicht, aber dasselbe gilt auch für unser Denken! Ist es nicht erstaunlich, dass wir durch unsere Entscheide eine physiologische Wirkung innerhalb und außerhalb unseres Kopfes bewirken können?

  • Welche Gedanken denke ich ständig und sind deshalb sehr stark geworden?

  • Welche Überlegungen von anderen Menschen kann ich nicht nachvollziehen, weil mir dafür die Nervenbahnen fehlen?

  • In welchen Bereichen nehme ich aktiv Einfluss auf die Dichte der Nervenfasern und bei welchen Themen lasse ich die alten Trampelpfade immer breiter werden?

Auf dem Bild sind die Neuronen an der Arbeit. Es erinnert dich täglich daran, dass du wieder mal eine neue Nervenbahn bauen könntest. Das Bild kostet 250.- CHF.
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BILD
Denken / 67cm x 46cm / Acryl, Tusche und Ecoline auf Aquarellpapier / 2006, Nr.06-012