Das Wort zum Sonntag: heute - Referent Barth

Vergangene Woche verstarb ein kleiner schwuler Dicker an den Segnungen der Zivilisation.
Das ist nichts ungewöhnliches, doch zog dessen Ableben eine große Trauergemeinde hinter sich her. Denn beim kleinen dicken Schwulen handelte es sich um einen sog. "Comedy-Star" des Unterschichtenfernsehens. Und die Unterschicht ist groß in diesem Land, mit erschreckend wachsender Tendenz.
Bekannt wurde der kleine schwule Dicke durch seinen medial zelebrierten Sandkastenhumor, seine seichten, von Stil befreiten Versuche, das Verwandlungstalent eines Diether Krebs nachzuahmen und nicht zuletzt durch seine Dauerauftritte im "Dschungelcamp", wo es dann hieß: "Dreck fressen mit Dirk B.".
Nun soll jeder über das lachen, über das er lachen will und vor allem kann. Im Gegensatz zur Dummheit ist die Intelligenz nicht weit verbreitet und der Satz von Karl Kraus, dass dort, "wo die Sonne der Kultur niedrig scheint, auch Zwerge lange Schatten werfen", trifft heute um einiges mehr zu, als zu Zeiten von Kraus.
Das Sternchen im Zirkus der Verblödungsindustrie ist erloschen. Der kleine schwule Dicke war sich für keine Banalität zu schade, zu schade war er sich nur, wenn es darum ging, ein klein wenig Niveau zu erreichen. Denn Niveau kann der sich verblöden lassen wollenden oder bereits verblödeten Zielgruppe nicht zugemutet werden.
Wo käme denn diese Gesellschaft hin, wenn im Fernsehen Niveau geboten werden würde?
Womöglich würde es all die traumatisierten Verlierer - sie haben nicht nur ihr Hirn verloren - auf die Straßen oder auf die Barrikaden treiben.
Die Angst vor einem schrecklichen Ende ist (noch) größer als diejenige vor einem Schrecken ohne Ende.
Das Fernsehen ist jedenfalls eine großartige Erfindung. Es könnte dazu dienen, den Menschen zu erhöhen. Dass es dazu genutzt wird, den Menschen zu erniedrigen, liegt nun wahrlich nicht an dieser Erfindung.
Und bevor jetzt noch jemand auf die Idee kommt, ich wäre "homophob"*, überreiche ich Markus Barth das Wort:

* Hierbei handelt es sich wieder einmal um ein allgemein benutztes Fremd-Wort, dessen Wortsinn den meisten unbekannt sein dürfte, da es sonst niemals in diesem Zusammenhang verwendet würde.
Homo = Mensch, Phobie = Angst, Furcht. Jemanden, der Homosexualität ablehnt hat doch nicht Angst oder Furcht vor Menschen im allgemeinen. Eine solche Unterstellung ist widersinnig und anmaßend. Bei der Verwendung des Wortes Homosexualität handelt es sich um einen weiteren zweck- und sinnentfremdeten Begriff, da jeder Mensch, dessen Sexualität auf Menschen bezogen ist, im Wortsinn homosexuell ist. Gleichgeschlechtliche Sexualität funktioniert auch mit Menschen, grenzt aber die andere Hälfte aus.
Parsexuell (par = gleich) wäre als Bezeichnung weit treffender. Das nur nebenbei zum Orwell Sprech, den es schon weit länger gibt, als zu Orwells Lebzeiten. 

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