Das Trauma der späten Geburt. Ein Schicksalsdrama in deutscher Seelenlandschaft


Tief in den ehemaligen Wäldern der Lüneburger Heide, wo der Wolf röhrt und der Hirsch furzt, wälzt sich das Ehepaar Renate und Eckehard Niemann in fieberschauernden Angstträumen auf dem Fernsehsofa.
Just jagt Adolfine Petry auf ihrem Besenstiel durch die trauliche Katenstube, und hinter ihr drein das Wilde Heer.
Renate Niemann erkennt die Gestalten, die dort durch ihr Zimmer durchdüsen.
Zwar ist sie in der Wolle grün gefärbt, doch hatte die Vorsehung beschlossen, dass ihr beim politischen Taufbad im grünen Algenschleim zwei Lindenblätter hinter die Ohren fallen sollten. Und weil sie solchermaßen davor bewahrt wurde, auch noch hinter den Ohren grün zu sein, lässt sie sich nicht von den blauen Mäntelchen täuschen, welche die Gestalten des Wilden Heers sich umgehängt haben. Voller Entsetzen erschaut sie blitzende braune Leiber unter den blauen Stofffetzen.
Nein: Das sind keine Neger, vulgo Farbige, vulgo dunkelfarbige Nicht-Kaukasier - oder was auch immer. Es sind die leibhaftigen Gottseibeiunse selber, Wiedergänger aus Deutschlands dunkelster Zeit!
Anderer Art sind die Träume ihres Ehegespons.
Der kämpft, als Pressesprecher der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft im Landesverband Niedersachsen, gegen die leibhaftige Agrarindustrie, und für ein auskömmliches Leben der wackeren deutschen Bauersleute auf ihrer Väter angestammter Scholle.
Dasselbe tut freilich auch die NPD (und auch für Tierschutz tun die kämpfen), und deren Abkürzung übersetzt sich leider mit "Nationaldemokratische Partei Deutschlands", welche in dem Ruche steht, nationalsozialistisches Gedankengut in Deutschland reanimieren zu wollen.
Da heißt es eine Verwechselungsgefahr zu vermeiden, und seine eigene Schollenschar "mit offensiv-demokratischen Grüßen" eindeutig von den rechten Schollen-Schollis abzusetzen. Und laut das Antifanten-Bekenntnis zu intonieren: "Faschismus und Rassismus sind keine Meinungen, sondern Verbrechen."
Auch vergisst der Recke Eckehard jener irrenden Heidschnucken nicht, welche vom richtigen Wege nach rechts abgekommen sind: "Wen wir in jener Szene noch mit diesen Ausführungen erreichen, den fordern wir zur Umkehr auf."
Unterdessen lassen wir die beiden Heidebewohner erwachen (oder aufwachen; denn politisch erweckt sind sie ja schon lange). Wir stellen uns vor, wie auf ihrem Fernseher einer unserer hochdotierten Staatssender dudelt, und visualisieren die beiden Niemanns beim Futtern von Kartoffelchips.
Ha: Wie sie knacken, die Chips, unter dem wütenden Zugriff des wackeren Antifantenpaars, dieser beiden veritablen Philemon und Baucis der Postmoderne! Gleich morschen Knochen abgelebter Nazis werden diese knusprigen Kartoffelflädchen zerbrochen!
Gilt es doch, ein historisches Unrecht zu sühnen, welches die Vorsehung unserem Heidepaar bereitet hat: Dass es nicht schon damals auf der Welt war, als Deutschland zur Beute der Nazis wurde!
Was die Kartoffeln angeht, dürfen wir zweifellos davon ausgehen, dass die Grünen utriusque speciei diese überall dort erbarmungslos bekämpfen, wo sie solchen begegnen:
  • Die weltweiten religiösen "Grünen" sorgen auf den deutschen Schulhöfen für die korrekte Rangordnung: 'Grüne Nomaden stehen über deutschen Kartoffeln'.
  • Und die deutschen Politgrünen stellen sicher, dass es uns auch künftighin nicht am Nachzug grüner Nomaden mangelt. (Weil die Grünen zugleich dafür sorgen, dass unsere schöne deutsche Landschaft grün bleibt, und nicht durch weitere Gewerbegebiete verschandelt wird, ist auch die Arbeitslosigkeit der Nomaden gewährleistet, welche erforderlich ist, um auch unser Land zum Schauplatz eines hübschen kleinen Kulturkriegleins zu machen.)
Die Nazis wären nimmer geschehen, hätten die Niemanns schon damals gelebt. Gekämpft hätten sie, den Hitler hätten sie gewisslich verhindert. Oder, wo nicht, heldenhaft ihr Leben gegeben.
Doch ach: Es ward hienieden
Dies Glück den PhilBautz nicht beschieden.
Drum mussten sie sich Ersatz-Nazis, oder, wo nicht einmal solche aufzutreiben
waren, Nazi-Ersatz, suchen, um unter Nichteinsatz ihres Lebens ihrem Dorf und dem ganzen Erdkreis - also vico et orbi - ihre aufrechte Gesinnung vorzuführen und so ihr Trauma der späten Geburt zu heilen.
Zumal es ihren politischen Freunden als Beweis für die rechte linke Gesinnung vielleicht nicht ausgereicht hätte, dass unser offensivdemokratischer Eckehard seine neo-arkadischen Pressemitteilungen auch auf einer Antifantenwebseite publiziert.
Es begab sich aber in jener Zeit, dass eine Fahne ausgehängt ward in einem Garten im Bienenbütteler Haufendorf Varendorf: Das Trauma der späten Geburt. Ein Schicksalsdrama in deutscher Seelenlandschaft
Selbige sahen auch PhilBautz, die beiden Blockwarte der politischen Korrektheit.
Da erhob sich in ihnen ein gewaltiger Zorn; sie machten sich auf und verfassten das folgende Flugblatt und verteilten es unter den 104 Dorfbewohnern.
Wir aber, als Außenstehende, schauen uns einmal an, ob am Text was dran (ist):
"Liebe Mitbewohnerinnen und Mitbewohner von Varendorf,
seit kurzem weht eine solche Fahne auf einem Grundstück in unserem Dorf. Viele haben untereinander schon ihren Unmut oder sogar Zorn darüber kundgetan. Das hängt mit Bedeutung und Aussage dieser Fahne zusammen: Das schwarze Zackenkreuz entstammt der Reichskriegsflagge des ehemaligen Deutschen Reichs. Da das Zeigen des Hakenkreuzes zu Recht verboten ist, wird dieses Zackenkreuz von rechten Kreisen oft als Alternative genutzt."
Aufmerksame Beobachter werden es sogleich erspäht haben: Keineswegs weht "eine SOLCHE Fahne" wie die abgebildete auf dem Grundstück.
Abgebildet ist (wenn wir das Kreuz zunächst mal beiseite lassen) nicht die deutsche Fahne mit "Schwarz-Rot-Gold", sondern die Flagge* Belgiens in den Farben Schwarz, Gelb und Rot. Die haben unsere antifaschistischen PhilBautz-Detektive freilich um 90° verdreht, und das gar noch - horribile dictu - nach rechts! Welches uns die ernste Frage vorlegt, ob hier vielleicht ein tief im Unterbewusstsein verborgener Latenzfaschismus wirksam ward? Wundern sollte es uns nicht, denn auch an den Wurzeln der Grünen werkelten so mancherlei Braune mit.
* Die Begriffe Fahne und Flagge sind gleichwertig; vgl. "Zwiebelfisch"-Artikel
Jedenfalls bleibt es ein Rätsel, wo die beiden Niemanns diese Abbildung aufgegabelt haben.
Ebenso rätselhaft ist, woher sie ihre Behauptung nehmen, dass das "Zackenkreuz von rechten Kreisen oft als Alternative [zum Hakenkreuz] genutzt" werde. Eine Google-Recherche unter <"Zackenkreuz" "Hakenkreuz"> erbringt überhaupt nur 4 Treffer, und kein einziger davon bietet den geringsten Anhaltspunkt für einen solchen Missbrauch. Auch der Wikipedia-Eintrag "Rechtsextreme Symbole und Zeichen" weiß nichts von einem "Zackenkreuz", und nicht einmal dem "Netz gegen Nazis" ist das Zackenkreuz bekannt.
Vielleicht hätten sich unsere beiden Nazi-Bekehrer erst einmal auf dieser ihnen mental doch offenbar nahestehenden Webseite schlau machen sollen, denn dort erfährt man wenigstens Wichtiges über das Eiserne Kreuz (Hervorhebungen von mir):
"..... dieses Symbol wurde von den Nazis okkupiert, keineswegs selbst erfunden. Als dieses Abzeichen 1939 zum bekanntesten Kriegsorden des „Dritten Reichs“ wurde, hatte es bereits eine lange Tradition im Preußischen Militär. Schon 1813 wurde das „Eiserne Kreuz“ in den Napoleonischen Kriegen als Verdienstabzeichen verliehen – und selbst dieses war von Orden inspiriert, die Deutschritter schon seit dem 14. Jahrhundert trugen. Die Ursprünge gehen sogar auf das Alte Ägypten zurück. Es ist auch heute noch ein gern und allumfassend genutztes Symbol der rechten Szene, muss allerdings nicht zwingend als solches gelten. ..... Die Bundeswehr nutzt das Symbol seit 1956 als Emblem für ihre Luft- und Kampffahrzeuge, auch auf dem „Ehrenzeichen der Bundeswehr“ ist es zu finden. Es gehört fest zu ihrem „Corporate Design“."
Weiter im Flugblatt-Text:
"Ganz und gar nicht zu diesem historisch mit Krieg, Raubkrieg, Rassismus und Massenmord verbundenen Symbol passt das Schwarz-Rot-Gold, dass für "Einigkeit und Recht und Freiheit" steht, für unser Grundgesetz, für Frieden und Freiheit, für die Würde des Menschen und gegen Rassismus."
Nun, zunächst einmal waren die Farben Schwarz, Rot und Gold ein Erkennungszeichen der Soldaten des Lützowschen Freikorps. Dieses Lützowsche Freikorps war ein Freiwilligenverband der preußischen Armee in den Befreiungskriegen und, potztausend, justament zu dieser Zeit entstand auch jenes Symbol (vgl. auch oben), welches das Streitobjekt im Varendorfer Garten schmückt und welches da heißet "Eisernes Kreuz".
Es wäre also schön, wenn die beiden eifrige Antifanten-Blockwarte fürderhin davon Abstand nehmen wollten, durch die in jeder Hinsicht falsche* Bezeichnung als "Zackenkreuz" einen lautlichen Anklang an das Hakenkreuz unseligen Angedenkens zu konstruieren.
* auf der rein formalen Ebene ist das Ding ein "Tatzenkreuz".
"Das Schwarz-Rot-Gold auf der hier gehissten Fahne soll wohl den falschen Anschein vermitteln, als wären die Ziele des Reichskriegs-Zackenkreuzes mit unserer Demokratie und unseren Werten vereinbar. Dies ist nicht der Fall, denn die Meinungsfreiheit endet dort, wo sie die Rechte, die Würde und das Leben anderer Menschen bedroht und auch nur in Frage stellt."
Das ist hübsch formuliert; nur ist es halt peinlich, wenn man aus der deutschen Geschichte ausschließlich den Zeitraum von 1933 - 1945 kennt - und folglich auch nicht weiß, wie das Erkennungszeichen der Bundeswehr aussieht. Vielleicht sollte man Strafanzeige erstatten, weil die Herabwürdigung dieses Emblems die deutsche Bundeswehr beleidigt?
Und derer bedienen sich die Grünen (oder Teile davon) doch sonst sehr gerne für ihre Kriege.
Keineswegs nur im Kosovo; auch anderswo wären Grüne (in unterschiedlicher Menge) gerne voll dabei, wenn es  um die Teilnahme an einem netten kleinen Kriegspiel geht: In Libyen (u. a. Cohn-Bendit, der auch Syrien zackig mitmarschieren möchte. (Wie auch Kreise der Böll-Stiftung.) Freilich sagt man in unsern Tagen nicht einfach, dass man in einen Bürgerkrieg eingreifen will. Politisch korrekt, wie diese Vögel nun einmal sind, sprechen die GRÜNEN davon, dass sie die "Schutzverantwortung weiterentwickeln" wollen.
[Wenn der das mitkriegt, der Joseph Goebbels in seinem Schwefelbottich Nr. 45, dann schämt er sich jetzt noch, dass ihm das damals nicht eingefallen ist: Deutschland will "Schutzverantwortung für ganz Europa übernehmen" - das wär's doch gewesen? Andererseits, die bittere Wahrheit ist: So weit waren, begrifflich, auch schon die Nazis: Da gab es das "Reichsprotektorat Böhmen und Mähren", und überhaupt hat Deutschland den ganzen Krieg ja eigentlich nur geführt, um Europa vor dem Bolschewismus zu schützen. Oder sieht das jemand anders?]
Ob die folgende Behauptung im Flugblatt stimmt, oder ob sie, unter dem Vorwand der Ablehnung, frei erfunden wurde, um die Stimmung im Dörflein anzuheizen oder der Flaggenfreundin eine Drohung zu übermitteln, vermag ich nicht zu entscheiden:
"Es gibt auch in unserem Dorf Stimmen, die dafür plädieren, die Flagge einfach zu beseitigen."
Heißt also: Auf ein fremdes Grundstück einzudringen und dort mal kurzerhand 'aufzuräumen'. Der Grünen Jugend ist so etwas allemal zuzutrauen; die hat, gegen die AfD, ihre demokratieverachtende Kampfbereitschaft bereits unter Beweis gestellt. Aber ob es diese Organisation unter den paar Varendorfern gibt, das weiß ich nicht.
"Dadurch könnte aber ein fataler Kreislauf gegenseitiger Zerstörungen oder Ausgrenzungen in Gang gesetzt werden. Das wollen wir nicht. Deshalb plädieren wir dafür, sich mit dem Hintergrund und Aussagen dieser Flagge zu beschäftigen und ggf. auch im Gespräch mit den Hissern dieser Flagge die eigene Meinung dazu kundzutun. Mag ja sein, dass die Flaggenaufsteller bisher gar nicht wussten, was sie da öffentlich präsentieren. Es wäre schön, wenn sie diese Fahne dort nicht mehr hissen würden."
Wie wir oben gezeigt haben, sind es im Gegenteil die Ortsvorsteherin und ihr Ehemann, die nicht wissen, welchen Hintergrund diese Fahne tatsächlich hat. Es wäre schön, wenn sie ihre Behauptungen unterlassen würden, dass es sich bei dem Eisernen Kreuz um ein Ersatzsymbol für das Hakenkreuz handelt.
"Wir sind uns sicher: Eine Propaganda für Krieg oder Rassismus - in welcher Form auch immer - darf auch in unserem Dorf keinen Platz bekommen."
Tja, liebe Renate Niemann: Dann räumen sie mal das Feld. Denn den ersten deutschen Kriegseinsatz nach 1945 hat, im Kosovokrieg, u.a. IHRE Partei geführt! Und einige unter Ihren Parteifreunden wären am liebsten auch in Libyen mit von der Partie gewesen, bzw. würden, wie wir oben gesehen haben, aktuell frischfröhlich in Syrien 'reingehen'.
Das Trauma der späten Geburt. Ein Schicksalsdrama in deutscher Seelenlandschaft  ceterum censeoWer alle Immiggressoren der Welt in sein Land lässt, der ist nicht "weltoffen":Der hat den A.... offen!Textstand vom 18.11.2015

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