das perfekte Wurstbrot

Das Wurstbrot – vollwertige Mahlzeit und Rezept zugleich. In den letzten Jahren wurde viel darüber geschrieben und dennoch bleibt es ein ukullisches Rätsel.
Für ein perfektes Wurstbrot braucht es eigentlich gar nicht viel: Wurst und Brot. Fertig. In Hanglagen ist allenfalls noch Butter oder Mayo als Rutschsicherung erlaubt. Aber sonst braucht es gar nix. Keine Tomate, keine Gurkenscheibe und erst recht kein Salat oder anderes Begleitgrün. Nur Wurst auf Brot. Und etwas Butter; aber keinesfalls Senf oder Ketschöp. Nichts dergelichen.
Wagemutige Forscher, Exzentriker und Besoffene haben schon unzählige Varianten erprobt. Aber es hat sich gezeigt, schlussendlich funktioniert nur Wurst AUF Brot. Wurst unter dem Brot ginge geschmacklich zwar auch, klebt aber auf dem Tisch und lässt sich deshalb kaum verspeisen.
Der prüde Engländer bedeckt die Wurst auf dem Wurstbrot schamhaft mit einer zusätzlichen Scheibe Brot - und nennt diesen kulinarischen Missgriff „Sandwich“. Der Italiener verwendet statt Fleischwurst eine grobe Pökelwurst namens Salami und der Franzos ein längs halbierte Baguettes statt Brot. Geschmacklich in Ordnung, aber es kommt bei weitem das Original heran. An das Wurstbrot mit nicht als Wurst auf Brot.
Das muss man ja noch sagen dürfen!
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