Das Mindset eines Champion

Das Mindset eines Champion

Es fasziniert mich immer wieder, wie unterschiedlich die Einstellungen der Menschen sind und welche Muster da zu erkennen sind. Besonders spannend finde ich sogenannte Paradoxien, also Dinge, die auf den ersten Blick widersprüchlich daher kommen. Psychologisch gesehen die grundlegendsten Parameter für Leistung (nicht nur im Sport) sind Dinge wie…

  • eine Vision bzw. Mission haben
  • was ich von mir als wahr erachte (Identität)
  • was mir wichtig ist (Werte)
  • an was ich glaube (Glaubenssätze)

und erst danach kommen die „handfesteren“, aber in der öffentlichen Wahrnehmung „realeren“ Punkte wie

  • über welche Fähigkeiten ich verfüge (bzw. wie ich etwas kommuniziere)
  • welches Verhalten ich an den Tag lege (bzw. was ich kommuniziere)
  • in welchem Umfeld ich mich permanent bzw. wiederholt aufhalte.

Verstehe mich bitte nicht falsch – alles oben genannte ist wichtig für meine Leistungsentfaltung im Sport (und im Leben allgemein), aber es existiert durchaus so etwas wie eine Hierarchie.

Warum schreibe ich das hier? Es gibt – nicht nur wenn ich einen Artikel schreibe – praktisch immer einen Auslöser (Trigger), warum jemand etwas tut. In diesem Fall ist es auf der einen Seite der phänomenale Sieg von Nicola Spirig bei der Europameisterschaft der Triathleten in Glasgow (und insbesondere der ihr eigene dezente Umgang damit). Auf der anderen Seite ist es eine Aussage des brasilianischen Mountain Bikers Henrique Avancini am Sonntag zum aktuellen MTB World Cup in Mont Saint-Anne.

Ist das nicht spannend? Hier ist einer der aktuell besten Mountain Biker der Welt. Und wie ist seine Aussage nach dem Short Track-Rennen am Freitag (das er knapp geschlagen als Zweiter hinter Sam Gaze beendete) und vor dem XCO-Rennen am Sonntag?

„As always in my live…I am not good in anything, you know. But I can work hard and I can learn.“

„Wie immer in meinem Leben…bin ich nicht gut in irgendwas. Aber ich kann hart arbeiten und ich kann lernen.“

Das finde ich enorm beeindruckend. Aber das ist in meiner Wahrnehmung eben auch kein Einzelfall oder die Ausnahme. Es zeigt eher die Norm, das Paradoxon. Die Menschen, die am oberen Ende der Leistungspyramide sind (egal in was), wissen, wie wenig sie eigentlich wissen oder können und wie viel mehr sie noch lernen und wachsen können.

Am unteren Ende der Pyramide (ja, es ist eine Pyramide mit einer kleinen Leistungselite und einer breiten Masse als Fundament) sind diejenigen, die nicht wissen…und im schlimmsten Fall nichts dazulernen wollen. Man nennt das dann Ignoranz. Und paradoxerweise sind das genau die Menschen, die meinen, sie wüssten schon alles und bräuchten nicht mehr dazulernen. Verkehrte Welt!

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