Das Karriere-Netzwerk LinkedIn wirbt illegal auf Facebook

Von Klaus Ahrens

Eigentlich glaubt man sich bei einem der großen Karrierenetzwerke wie LinkedIn sicher vor primitivster Datenräuberei. Offensichtlich nutzte LinkedIn-Eigentümer Microsoft dies Vertrauen jetzt aber schamlos aus:

Nicht nur anrüchig – das stinkt richtig!

Wären dafür nur Emailadressen der LinkedIn-Mitglieder verwendet worden, könnte man sagen, dass das ziemlich anrüchig ist. Es wurden aber nach einem Bericht von Golem und der Irish Times für Werbeschaltungen auf Facebook Emailadressen von Nichtmitgliedern des Karrierenetzwerks verwendet – das stinkt zum Himmel bis in alle Clouds!

18 Millionen Emailadressen für Werbung mißbraucht

Für Werbezwecke sollen bei dem Vorfall immerhin 18 Millionen Emailadressen europäischer Nutzer in den USA verwendet worden sein. Die Erlaubnis der 18 Millionen Nutzer dafür lag nicht vor.

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Die Untersuchung des Vorfalls kam durch eine Nutzerbeschwerde ins Rollen. Ein Nutzer hatte sich bei der irischen Datenschutzbehörde beschwert, weil er vom Karrierenetzwerk LinkedIn gezielte Werbung auf Facebook erhalten habe, obwohl er gar kein Mitglied bei LinkedIn ist.

Die irische Behörde hat den Vorfall bei der EU-Niederlassung von LinkedIn in Irland inzwischen untersucht. Dabei kam dann heraus, dass insgesamt satten 18 Millionen Internet-Nutzern das Gleiche passiert ist.

LinkedIn soll in den USA gezielt Werbung auf Facebook geschaltet haben und zu diesem Zweck die 18 Millionen Emailadressen von Nicht-Mitgliedern des Netzwerks genutzt haben. LinkedIn gehört übrigens mittlerweile zum Microsoft-Konzern.