Das Hörgerät

Erstellt am 22. November 2017 von Schroebel

Du möchtest gerne wissen, was Werner von Siemens und Miller Reese Hutchinson mit meinem heutigen Fundstück zu tun haben? Finden wir es heraus.

Mein heutiges Fundstück, ein altes Faltblatt zum "Original - Akustik 51" hat mich inspiriert, mich etwas genauer mit der Historie der Hörakustik zu beschäftigen.

Wer kennt ihn nicht den Spruch "...bist Du schwer hörig oder wie?"

Gut, meist hört man dann schon, möchte aber gerade nicht folgen - Du kennst es. Gerade in jungen Jahren war diese Form bei so manchem Kind recht ausgeprägt.

Es gibt aber leider auch Menschen, die sind leider wirklich nicht in der Lage genau zu hören - in diese Richtung zielt das heutige Fundstück ab.

Die Deutsche Akustik Gesellschaft Steup & Co. sprang hier mit dem "Original - Akustik 51" in die Bresche.

Ein Gerät, welches mit dem Motto "Hörtreu - Tontreu - Stabil" beworben wurde.

Aber sieh selbst...

Schon im 17. Jahrhundert gab es erste Hörhilfen, schlichte Hörrohre - nicht viel mehr als ein kleiner Trichter. Es sollte noch viele Jahre dauern, bis es weitere Verbesserungen gab.

Die Erfindung des Telefons brachte hier einen Fortschritt, 1878 erfand Werner von Siemens einen eigenen Telefonhörer für Schwerhörige Personen.

Eingangs erwähnte Miller Reese Hutchinson erschuf im Jahr 1898 das erste portable Hörgerät auf der Technik eines Kohlemikrofons.

Die Firma Siemens produzierte in der Zeit ab 1910 Gerätschaften, welche auch den Umgebungsschall verstärkten - diese standen jedoch zunächst nur Werksangehörigen zur Verfügung.

Im Jahr 1913 kam unter dem Namen "Phonophor" ein Hörgerät, wieder von Siemens&Halske, auf den Markt - diesmal im freien Verkauf.

Erst in den 1950er Jahren erreichte die Größe der Geräte ein Format, welches man in der Jackentasche mitnehmen konnte - wie unser heutiges Fundstück.

Heute gibt es glücklicherweise kaum sichtbare Hörhilfen.

Soweit zu meinem heutigen Fundstück, ich mag diese alten Handzettel (heute Flyer genannt).

Es grüßt Dich

Björn 🙂