Das grenzt an Liebe

Starregisseur Rob Reiner baut in Das grenzt an Liebe den altbekannten Satz „Liebe kennt kein Alter“ zu einer soliden romantischen Komödie mit Starbesetzung aus. Doch leider machen große Namen alleine, noch keine großen Filme.

Der Immobilienmakler Oren Little (Michael Douglas) ist unausstehlich und lässt keine Möglichkeit aus, dass auch alle Menschen um sich herum wissen zu lassen. Vor allem seine Nachbarn, mit denen er sich einen Appartementkomplex teilt, kommen immer wieder zum Handkuss. Nur bei der empfindsamen Sängerin Leah (Diane Keaton) macht er eine Ausnahme. Die beiden verbindet neben der Gemeinschaftsterrasse auch die Tatsache, dass beide verwitwet sind. Auf seine raue Art versucht Oren bei Leah zu landen, jedoch ohne Erfolg. Als plötzlich Orens entfremdeter Sohn Luke (Scott Shepherd) ihm eröffnet, er müsse sich um seine neunjährige Tochter Sarah (Sterling Jerins) kümmern, wendet sich das Blatt.

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Das grenzt an Liebe ist eine unschuldige romantische Komödie über Liebe unter Best-Agern von Rob Reiner. Der preisgekrönte Regisseur schrieb damals mit der RomCom Harry und Sally Filmgeschichte, doch auch ernstere Erfolgsfilme wie Misery oder Eine Frage der Ehre gehen auf sein Konto. Für Das grenzt an Liebe holte sich Reiner den Drehbuchautor Mark Andrus ins Boot, der auch das Drehbuch für den Kinokassenhit Besser geht’s nicht schrieb. Zusammen verleihen sie ihrem Werk einen unverkennbaren Charme, der schon in den 90er Jahren die Leute in die Kinos lockte.

Und hier liegt auch gleich der Hund begraben: Was in den 90ern super funktionierte, ist heute längst überholt und sieht einfach nur abgedroschen aus. Abgesehen davon muss man einfach Vergleiche zum Film Was das Herz begehrt ziehen, der die Liebe unter Best-Agern bereits 2003 auf die Leinwand brachte. Ein Vergleich, der Reiners Film nicht gerade schmeichelt. Reiner selbst scherzt, er drehe eigentlich ein und denselben Film immer wieder und wie recht er damit hat. Neu ist an Das grenzt an Liebe tatsächlich gar nichts: nicht die Story, nicht die Schauspieler, ja noch nicht einmal die Filmmusik und das idyllischen Umgebungssetting mit immergrünen Rasen ist schon davor tausendfach kopiert worden.

Doch das mag nicht heißen, dass Reiners neuestes Werk überhaupt nicht sehenswert wäre. Ab und an möchte man genau das sehen, was Reiner auf gewohnte Art und Weise in Szene setzt. Ein immer sonniges Traumland mit liebevollen, sympathischen Charakteren und vor allem die Art Witz, die auch heute noch gut ankommt: Trocken, anstößig, aber niemals dreckig. Vor allem der Dialog zwischen den Protagonisten bringt einem zum Lachen. Auch wenn überraschenderweise kaum klassische Slapstick- Elemente Einzug finden, stolpert man auch hier über peinliche Momente über die man einfach Schmunzeln muss.

Der Lauf der Geschichte ist aber in jedem Detail vorhersehbar, was dazu führt, dass jenes, was den Film tatsächlich sehenswert macht, die Schauspieler sind. Charme und Charisma treffen hier in personifizierter Form von Keaton und Douglas perfekt aufeinander, sodass man sich fragt, wie es sein kann, dass die beiden trotz ihrer langen Karrieren noch nie gemeinsam vor der Kamera standen. Beide überzeugen in ihren Rollen als der Grantler und die Heulsuse. Diane Keaton überrascht, dens sie singt und dies sogar recht anständig und bei weitem besser als in Der Club der Teufelinnen. Beeindruckend ist auch die Queen der Film/TV-Nebenrollendarstellerinnen Frances Sternhagen, die in die Rolle der schlagfertigen Claire schlüpft – die wohl einzige Freundin die Oren hat. Mit ihrer sympathischen und zungenfertigen Art ist sie das Pünktchen auf dem I. Abseits von den Schauspielern fehlt Das grenzt an Liebe jedoch das gewisse Etwas und darum kann er kaum Schritt halten mit anderen Filmen des Genres.

Regie: Rob Reiner, Drehbuch: Mark Andrus
Darsteller: Michael Douglas, Diane Keaton, Sterling Jerins, Scott Shepherd, Frances Sternhagen
Filmlänge: 93 Minuten, Kinostart: 07.11.2014, www.senator.de/movie/and-so-it-goes


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