Das Freundschaftsbuch

Die perfekte Tochter füllt ein Freundschaftsbuch aus und kommt zur Zeile “Lieblingssport”. “Ups!”, ruft sie, “Sport??!”

Ja, mein Kind, Sport. Und Lieblings- vornedran.

“Ich mache ein Strichli”, beschliesst sie. Wie schon bei “Grösse” und “Mailadresse”, zu denen sie auch keine Angaben machen konnte.

“Schreib doch riitiseilen. Oder klettern”, schlage ich vor, doch sie bleibt dabei: Kein Lieblingssport.

Immerhin hat sie dank “Nanny McPhee” endlich einen Lieblingsfilm.

“Das kann ich gut. Mmh, lesen. Schreibt man lesen mit ein oder zwei s?”

“Heisst es lesen oder lessssssen?”, frage ich, typisch Lehrerin, und sie entscheidet sich für lessen. Nun ja, sie behauptet ja auch nicht, dass sie gut rechtschreiben kann…

“Das ist besonders an mir. Ich weiss doch nicht! Sag du etwas.”

“Da gibt es ganz viel…”

“Was denn?”

“Zum Beispiel…”

“Ich weiss: Dass ich viel rede!”

“Zum Beispiel.”

Lieblingsessen Lasagne. Hobby Jungschar. Lieblingsmusik ein Strichlein. Berufswunsch Forscherin. Grösster Wunsch eine Wunsch Maschine. Dem Besitzer des Freundschaftsbuchs wünscht sie viel Glück, der e wird nachträglich zwischen i und l gequetscht.

Nun müssen wir nur noch ein Foto von ihr suchen, in der richtigen Grösse ausdrucken und aufkleben. Und uns überlegen, wie das Buch zu seinem Besitzer zurückfindet, ohne wochenlang auf dem Pult oder im Schulsack zwischengelagert zu werden. (Nachdem es wochenlang dort gelegen hat, bevor es überhaupt ausgefüllt wurde.)

Eigentlich ganz einfach, das Ausfüllen so eines Freundschaftsbuches. Wir freuen uns schon auf das nächste.

2015-11-08 18.35.08



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