Das Ende des Nicht-Smartphones?

Das Ende des Nicht-Smartphones?
Wer besitzt eigentlich noch ein klassisches Handy? Sie wissen schon, so ein beinahe antik anmutendes Teil ohne Touchscreen und so ganz ohne Apps, dafür aber mit echten, drückbaren Tasten. Die Erinnerung, wie es war, so ein Gerät zu benutzen und unterwegs gar auf lebensnotwenige Dienste wie Facebook oder Twitter verzichten zu müssen, verblasst allmählich und auch die Erinnerung daran, dass so ein Handyakku früher mangels energiefressender Features schon mal ein paar Tage oder auch mal eine Woche durchhielt, ist nicht mehr ganz frisch.
Diese Handygeneration gehört wohl der Vergangenheit an und nun hat nach heftigen Umsatzeinbußen auf dem klassischen Handymarkt auch Sony-Ericsson beschlossen, seine Produktion komplett auf Smartphones umzustellen.
Nachdem beim japanisch-schwedischen Unternehmen bereits im 3. Quartal 2011 die Smartphones einen Anteil von über 80% ausmachten, habe man sich entschlossen, ab 2012 keine konventionellen Handys mehr zu produzieren, so war von der Unternehmensleitung  kürzlich zu hören. Auch einige andere Hersteller, welche auf den Touchscreen-Zug nicht oder zu spät aufsprangen, kriseln und klagen über rückläufige Umsätze, allen voran Research in Motion (RIM) mit seinem Blackberry und natürlich Nokia. Letztere hatten ja vor Jahren bereits den Trend zum Klapphandy verschlafen.
Doch was ist passiert?
2007 stürmte Apple mit der ersten Generation des iPhones auf den Markt und konnte seitdem (Stand Juni 2011) knapp 130 Mio. Geräte davon verkaufen. Auch das Geschäft Google’s mit seinem mobilen Betriebssystem Android läuft prächtig und so büßte alles andere kräftig an Marktanteilen ein.
Man mag dazu stehen wie man will, aber der Trend zu Smartphones, Tablet-PCs und der totalen Vernetzung ist ungebrochen und wird weiter anhalten. Bleibt nur zu hoffen, dass wenigstens für ältere und andere technisch weniger versierte Menschen noch eine Weile konventionelle und simpel gestrickte Handys produziert und verkauft werden. Hinzu kommt, dass sich gewiss nicht jeder mit einem Touchscreen herumschlagen will, oder aber das dringende Bedürfnis verspürt unterwegs via Facebook-App sofort ein Bild seines Mittagessens zu posten.