Das allbekannte SuB-Problem oder Kaufen um des Kaufens willen

Ich habe diesen Beitrag schon mehrmals angefangen, stundenlang getippt und immer wieder habe ich festgestellt, dass er zum einen viel zu lang ist, zum anderen teilweise schon weit vom Thema abschweift oder zu offensiv klingt. Ich hoffe, diesmal gelingt es besser.
Das allbekannte SuB-Problem oder Kaufen um des Kaufens willen
Dauernd lese ich auf Blogs etwas von einem Kaufverbot, das sich ein Blogger selbst auferlegt hat. In den meisten Fällen sind diese Pläne allerdings zum scheitern verurteilt. Ein sehr häufig von mir gelesener Satz ist "Ich habe mein Buchkaufverbot gebrochen."
Da stellt sich natürlich die Frage: Warum? Ist es ein Buch, auf das man schon lange gewartet hat oder das man entdeckt hat und ganz unbedingt in genau dieser Minute anfangen muss zu lesen? Dann ist das verständlich. Wieso aber werden so oft Bücher gekauft, obwohl man es eigentlich nicht tun wollte und wieso verstauben dann auch diese auf dem SuB? Hat die Bloggerszene ein Kaufproblem? Ist das nicht irgendwie eine Art Konsumsucht, wenn man es mal ganz hart ausdrücken möchte?
Ich habe vor langer Zeit mal ein YouTube Video zu dem Thema gesehen, in dem die Booktuberin genau dieses Thema angesprochen hat. Leider weiß ich nicht mehr, von wem es war und kann es deshalb nicht verlinken, aber das hat mich doch zum nachdenken gebracht.
Wir alle (natürlich mit Ausnahmen) horten Bücher. Das scheint eine Art Symptom zu sein, das automatisch mit dem Bloggen einhergeht. Bücher, die wir irgendwann mal lesen wollen und Bücher, bei denen wir selbst nicht mehr so genau wissen, wieso sie da eigentlich im Regal stehen. Ich schließe mich bei der ganzen Sache offensichtlich nicht aus, schließlich habe auch ich schon knapp doppelt so viele Bücher auf Vorrat hier stehen, wie ich in einem Jahr lesen kann.
Was ist der Grund dafür, Bücher zu kaufen, die man ganz sicher in nächster Zeit nicht lesen wird? Reicht es da nicht, es Wochen oder Monate später zu kaufen, wenn man wirklich Zeit und Lust dafür hat? Schnäppchen oder Tauschbücher schließe ich hier mal bewusst aus, da es da wirklich auf die Gelegenheit ankommt, die irgendwann verfällt. Neue Bücher kann man aber bis auf einige Ausnahmen auch Jahre später noch kaufen, das ist gar kein Problem.
Reicht es also, ein Buch nur zu besitzen und man muss es gar nicht lesen, damit es glücklich macht? Ist es das Wissen, es jederzeit in die Hand nehmen zu können, wenn man plötzlich Lust darauf bekommt oder doch einfach ein "das gehört mir"-Gefühl?
Vor einiger Zeit ist mir endlich mal so richtig bewusst geworden, wie viele Bücher ich hier eigentlich stehen habe, an denen ich gar kein besonderes Interesse mehr habe und die ich teilweise auch damals schon nicht hunderprozentig haben wollte, wenn ich mal ehrlich bin. Ich habe super viel angesammelt, was ich mir heute gar nicht mehr kaufen würde und das ist einfach viel zu schade um die Bücher, die nun hier stehen und die ich eigentlich gar nicht mehr lesen möchte. Außerdem belastet es mich zu wissen, dass ich mir stattdessen welche hätte kaufen können, die mehr meinem aktuellen Geschmack entsprechen, wenn ich Platz und Geld nicht damals anders investiert hätte. In den letzten Monaten habe ich darauf geachtet, mir nur Bücher zuzulegen, die ich wirklich direkt lesen möchte und das hat auch sehr gut geklappt und ich merke, dass ich damit deutlich glücklicher bin.
Natürlich muss das jeder für sich selbst entscheiden, aber ich versuche mich von diesem "Kaufen um des Kaufens willen" oder dieser "Hauptsache neue Bücher" Mentalität zu befreien und wirklich wieder die Bücher und Geschichten und das LESEN im Mittelpunkt stehen zu lassen.

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