Dank Powerpoint sanft entschlafen – Aus meinem Büroalltag

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powerpoint

Sanft entschlafen

Eine meiner Aufgaben besteht darin, 2 bis 3 mal im Jahr eine Präsentation in Powerpoint zu erstellen. Denn von Zeit zu Zeit wird mein Chef (also mein Mann) als hochqualifizierter Ingenieur eingeladen, vor anderen, noch nicht ganz so hochqualitfizierten Ingenieuren, einen Vortrag in seinem Fachgebiet zu halten.
Powerpoint bietet sehr viele Gestaltungsmöglichkeiten, so dass ich diese Aufgabe recht gerne übernehme – auch wenn ich mich jedes Mal wieder von neuem in dieses Programm einarbeiten muss.

Und dabei sind Powerpoint-Vorträge so gefährlich!

Aus meinem Büroalltag

In meinem Büroalltag entschlafe ich nicht sanft, sondern mit Blutdruck, besonders wenn ich diesen Auftrag (Erstellung einer Präsentation mit Powerpoint mit Fotos und Unterlagen, die noch nicht vorliegen, aber: „fang schon mal an!“) sehr kurzfristig erhalte. Denn selbst, wenn man auf bestehendes Material zurückgreifen kann, ist ein solche Arbeit nicht innerhalb der nächsten 35 Minuten erledigt – wenn es nach was aussehen soll.
Und wenn man dann feststellt, dass man den Folienmaster nicht richtig konfiguriert hat und im Laufe von 75 Einzelfolien 16 verschiedene Schriftformate verwendet, dann ist das einfach zu blöd.
Noch blöder ist, dass ich manchmal Mitleid mit den Zuhörern habe.

Dank Powerpoint sanft entschlafen

Die Mortalitätsrate von Powerpointvorträgen innerhalb der Zuhörerschaft soll ja nicht unerheblich sein; deswegen muss in den jeweiligen Konferenzräumen immer ein versierter Rettungssanitäter anwesend sein. Sein Hauptaugenmerk wird dieser auf diejenigen Teilnehmer richten, deren Blutdruck ab Folie 348 jenseits der Nachweisgrenze sinkt oder die hart mit der Stirn auf das Schreibpult aufschlagen. Ein weiteres Sicherheitsrisiko ist der gravierende Sauerstoffmangel, er generell in solchen Räumen herrscht und die Langzeitschäden, die durch hektische Animationen auf den einzelnen Folien entstehen können. (Stichwort: Augenkrebs!)
Und es kommt noch schlimmer: Dieser Gefahr sind nicht nur hochqualifizierte Ingenieure und solche, die es werden wollen, ausgesetzt. Das Powerpoint-Risiko ist bis in den letzen Winkel unserer Gesellschaft vorgedrungen, siehe diesen Artikel in der FAZ.

Video statt Powerpoint?

Einen Silberstreifen im Horizont ergibt sich dadurch, dass die Erstellung von Video-Clips immer einfacher, bzw. für das gemeine Volk oder Dozenten zugängig geworden ist. Es wäre also denkbar, dass man sich eine Firma wie Erklärvideo schnappt und sich von denen ein hübsches, animiertes Video zu seinem Vortragsthema basteln lässt. Das passt natürlich besonders gut, wenn man das Filmchen dann auch im Internet veröffentlichen will, bei Vorträgen vor einem Publikum fehlt vielleicht der Dialog zum Dozenten.
Da sich auch vermehrt Einzelhändler einen Laptop mit laufender Powerpoint-Präsentation ins Schaufenster stellen (unser Bäcker macht das zum Beispiel), wäre das für sie vielleicht auch eine Alternative.
Und Schüler finden wahrscheinlich die animierten Männchen interessanter, als eine Schrift in Arial 18 pt, die mit leisem Zischen von rechts nach links über die Leinwand gleitet.

Positiver Ausblick

Zum Schluss noch ein positiver Ausblick:

 ➡ Denn eine nicht ganz so dolle Präsentation in Powerpoint ist allemal besser, als wenn der Vortrag mit Hilfe eines Overhead-Projektors und einem Durcheinander an Folien gehalten werden würde.

 💡 Die Powerpoint-Vorträge werden immer besser (zumindest die, die ich gestalte).

 :roll: Emails, die ein Powerpoint-Dokument mit den Sprüchen des weisen Dalai Lama enthalten, sind so gut wie ausgestorben.

Ich bedanke mich für Eure Aufmerksamkeit!
*Applaus*

[Ende]

Foto: Sanft entschlafen ©sabienes.de
Text: Dank Powerpoint sanft entschlafen – Aus meinem Büroalltag ©sabienes.de
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Der Artikel Dank Powerpoint sanft entschlafen – Aus meinem Büroalltag erschien zum ersten mal auf Sabienes TraumWelten.


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