Cree: Mit Holz hoch hinaus.

LifeCycle Tower Quelle: Cree GmbHÜber 50% der Weltbevölkerung lebt heute in Städten mit mehr als 1 Million Einwohnern – Tendenz steigend. Da ist es kaum verwunderlich, dass auf die globale Bauwirtschaft rund 40% des heutigen Energie-, CO2- und Ressourcenverbrauchs sowie 40% des Abfallaufkommens entfallen. Bislang basiert der Städtebau überwiegend auf konventionell gefertigten Prototypen mit langer, komplexer Bauabwicklung. Ein Umstand, den die Vorarlberger Rhomberg-Gruppe ändern will: mit einem Hybrid-Bausystem für Hochhäuser, welches überwiegend auf einem nachwachsenden Rohstoff basiert – Holz.

Als internationales Forschungsprojekt gemeinsam mit dem Vorarlberger Architekten Hermann Kaufmann, dem international tätigen Ingenieurbüro Arup, dem Holzbauunternehmen Wiehag und der Technischen Universität Graz gestartet, wird der von der Rhomberg-Gruppe federführend entwickelte LifeCycle Tower bald Realität. Ein Prototyp wird im Frühjahr 2011 in Dornbirn entstehen. Verantwortlich zeichnet dafür ein speziell für dieses Projekt von Rhomberg Bau gegründetes Unternehmen: Cree.

Der Name Cree ist der Philosophie und Lebensweise der gleichnamigen Ureinwohner Nordamerikas entlehnt. Den von den Cree-Indianern in jeder Hinsicht engen Bezug zur Natur und den Umgang mit ihr, führt das Unternehmen auf moderne Art weiter: Cree steht in der Variante unserer Zeit für Creative Renewable Energy & Efficiency.

Als Teil der Rhomberg Gruppe ist Cree nicht einfach nur eine unternehmerische Diversifikation, sondern die logische Konsequenz aus vier Generationen Hochbau-Erfahrung seit 1892 – entstanden, aus der Notwendigkeit zu handeln. Dabei verstehen sich die Vorarlberger nicht nur als ausführendes Unternehmen, sondern gleichwertig als Ideen- und Impulsgeber für neue Strategien des nachhaltigen Umgangs und Lebens mit der Natur und ihren Ressourcen. Das Know How und das breite Leistungsspektrum der Rhomberg Gruppe helfen Cree dabei, Holz als Baumaterial in die Stadt zu bringen. Ein Team von Architekten, Planern und Ingenieuren gewährleistet nicht nur reduzierte Lebenszykluskosten, eine hohe Werterhaltung der Gebäude und somit immense Kostenvorteile – sondern ebenso höchsten Komfort und modernste Sicherheitsanforderungen.

In den meisten Produkten, die wir aus den Ressourcen der Erde gewinnen, steckt durch den Abbau, den Transport und die Verarbeitung weitaus mehr Material, als ihr eigentliches Gewicht vermuten lässt. Nach dem renommierten Chemiker und Umweltforscher Prof. Friedrich Schmidt-Bleek besitzt jedes Gut einen „ökologischen Rucksack“. So müssen um ein Kilo Stahl zu erzeugen, der Erde durchschnittlich 8 kg Gestein und fossile Brennstoffe entnommen werden, für ein Kilogramm Kupfer 348 kg, während ein Kilogramm Aluminium „tatsächlich“ 37 kg wiegt. Zusätzlich sorgt unsere heutige Industriegesellschaft für einen immensen CO2 Ausstoß.
LifeCycle Tower schnitt Quelle: Cree GmbH
Aus diesen Gründen Holz als hauptsächlichen Bestandteil für den Bau von Hochhäusern zu verwenden, mag auf den ersten Blick ungewöhnlich sein. Die Vorteile liegen allerdings auf der Hand, denn kein anderer Baustoff wird ähnlich energieschonend hergestellt. Holz ist ein natürlich nachwachsender Rohstoff, besitzt bei geringem Gewicht eine hohe Festigkeit und garantiert beste Eigenschaften in der Wärmeisolierung, Dauerhaftigkeit, Lärm- und Vibrationsdämmung. Als einer der ältesten Baustoffe der Erde entspricht Holz auch heute modernsten Sicherheitsanforderungen und ist zudem noch zu 100% recyclebar. Im urbanen Städtebau ist Holz also eine herausragende Alternative für die Zukunft.

Das Kernprojekt von Cree ist der LifeCycle Tower: ein nachhaltiges, bis ins Detail durchdachtes Holz-Hybridbausystem für mehrgeschossige Hochbauten, das dennoch individuell gestaltet werden kann.

Ein LifeCycle Tower wird in Systembauweise errichtet: viele Module sind bereits ab Werk vorgefertigt und werden am Bauplatz montiert. Verglichen mit herkömmlichen Bauweisen vergleichbarer Gebäude lässt sich so die Bauzeit um die Hälfte reduzieren – genauso wie die Belastung durch Schmutz, Staub und Lärm.

Trotz eines minimierten Ressourcen- und Energieeinsatzes im gesamten Lebenszyklus kann es mit einem LifeCycle Tower durchaus hoch hinaus gehen: bis zu dreißig Stockwerke kann das Hybrid-Holzhaus bei einer Höhe von 90 Metern erreichen. Bei einem Gebäude dieser Art fast schon obligatorisch ist eine Fassade, die keine Energie verbraucht, sondern erzeugt – und somit einen wesentlichen Beitrag für die CO2-Klimabilanz darstellt. Michael Zangerl, Leiter des Forschungsprojektes bei Cree, ist überzeugt, dass die Vision von Holzbauten in der Stadt immenses Potential besitzt und als Beispiel Schule machen kann: »Der LifeCycle Tower soll eine Vorreiterrolle für nachhaltige Bauweisen einnehmen.« Dazu bietet das Konzept enorme Chancen, ebenso für die Holzbauwirtschaft, wie auch alle Komponentenhersteller rund um den Hausbau, wie Hubert Rhomberg ergänzt: »Die Systembauweise macht einen globalen Einsatz mit regionalen Ressourcen möglich. Davon werden auch kleinere und mittlere Unternehmen profitieren können.«

Hochhäuser sind nicht nur zum Wohnen da. Deshalb bietet das Konzept des LifeCycle Towers vielfältige Einsatzmöglichkeiten für nahezu alle Arten des urbanen Städtebaus. Ein Bausystem mit wandlungsfähigem Charakter: neben der Nutzung als Wohnbau kann ein LifeCycle Tower auch als Büro, Hotel oder für die Gastronomie entstehen. Von außen ein großer Unterschied, der sich im Detail wenig bemerkbar macht – alle verschiedenen Nutzungsarten sind in der Planung mit minimalem Aufwand realisierbar.
LifeCycle Tower Quelle: Cree GmbH

Cree steht am Anfang – aber schon jetzt kann das Unternehmen auf eine höchst renommierte Auszeichnung stolz sein. In der Kategorie Forschung & Innovation wurde die Vision des LifeCycle Towers für den Österreichischen Staatspreis 2010 nominiert. Die Jury wählte bereits im Februar unter 80 Einreichungen das zukunftsweisende Leuchtturmprojekt aus und überreichte die Nominierungsurkunde an den Geschäftsführer Hubert Rhomberg und Michael Zangerl. »Wir freuen uns sehr. Die Anerkennung hilft, das Projekt einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen und bestätigt ebenso den von Cree eingeschlagenen Weg.« freut sich Hubert Rhomberg.


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