Copic Marker Tutorial – Wie zeichne ich richtig?

Von Texblock

Wie zeichne ich mit Copic Marker?

Copic Marker sind doch etwas tolles! Mit den Marken werden Zeichnungen wunderbar mit sehr schönen, kräftigen Farben gezeichnet und wirken dadurch sehr professionell und sauber – kein Vergleich zu billigen Filzstiften. Aber der beste Copic Marker erfüllt seinen Zweck nicht, wenn damit nicht umgegangen werden kann.
Dazu gibt es ein wunderbares Tutorial.

Sicherlich habt ihr euch schon das eine oder andere Tutorial zum Thema Copic Marker hier auf dem Blog angeschaut. Darunter eventuell sogar die Montage-Technik, die sich auch wunderbar für andere Zeichentechniken anbietet.
Das folgende Tutorial zum richtigen Umgang mit Copic Marker, stammt übrigens von der Deviantart-Userin »cartoongirl7« und sie bezeichnet es als »Walkthrough«. Schaut unbedingt mal bei ihr rein, sie zeichnet wirklich tolle Bilder! Das Tutorial findet ihr unten im Artikel.

Was sie gleich von Anfang an klar stellen möchte, ist die Tatsache, dass es kein Richtig oder Falsch gibt und der vorgegebene Weg ihre persönliche Art ist, Bilder mit Copic Marker zu zeichnen. Wer also lieber gewisse Schritte anders gestaltet oder gar überspringt, kann das gerne machen – was zählt ist bekanntlich das Endresultat.
Als Zeichenmaterial werden hauptsächlich die besagten Marker verwendet. Ein weicher Bleistift zwischen den Stärken B – 2B eigent sich perfekt für Skizzen, die dann wiederum mit Finelinern (für schwarze Konturen) in der Stärke 0,3 mm perfektioniert werden. Für einen Glanzeffekt gibt es auch noch den »Blender« unter den Copic Marker, der zudem Farbverläufe minimal zulässt und erst ermöglicht. Natürlich gibt es gerade für diesen Bereich noch zig andere Glanz-Stifte, die nicht unbedingt Marker sein müssen.

Nun geht es aber in die Vollen: Bereitet ein weißes Blatt Papier vor, das nicht allzu saugstark ist (Filzstifte jeder Art sind böse) und zeichnet eure Skizze. Ganz wichtig ist hierbei, sich Zeit zu lassen – Papier hat glücklicherweise nicht die Fähigkeit, vor eurem Vorhaben zu flüchten. Auch wenn ihr einen ganzen Tag daran sitzt, Übung macht den Meister! Seid ihr am Ende mit dem Ergebnis zufrieden, zeichnet ihr die Konturen mit eurem Fineliner bzw. Multiliner fein nach; überschüssige (Hilfs-)Linien entfernt ihr kurzerhand vorsichtig mit dem Radiergummi. Bitte darauf achten, langsam und behutsam zu radieren, sonst gibt es Knicke im Papier! Unbedingt beachten, dass ihr nach dem Zeichnen der Konturen euer Bild mindestens 15 Minuten trocken lässt. Der Grund ist ganz einfach: Eure Farben der Copic Marker verwischen sonst die Konturen, was extrem scheußlich aussieht (kann aber auch nette Effekte überzeugen). Generell wird das Bild jedoch versaut…

Jetzt geht es aber auch schon mit dem Colorieren weiter! Eigentlich ist das wirklich total einfach, was auch das Tutorial wunderbar erklärt. Ihr müsst lediglich wissen, woher das Licht kommt (natürliches Licht oder Lichtquelle) und die passenden Schatten setzen! Es lohnt sich allemal mit 2-3 Copic Markern zu arbeiten, für jeden Farbton, beispielsweise ein helles, neutrales und dunkles Rot. Mit der hellsten Farbe grundiert ihr eure Fläche und lasst gegebenenfalls Ränder weiß, die von der Lichtquelle beschienen werden. Mit der etwas dunkleren Farbe werden Schattierungen gesetzt, an Schattenseiten und Einkerbungen. Schlussendlich erreicht die dritte Farbe dann die gewünschte Plastizität, was ihr euch im Tutorial weiter unten anhand der Bilder besser anschauen und verstehen werdet.
Wenn alles coloriert wurde, könnt ihr am Ende die Schattenseiten nochmals mit dem Fineliner verbessern und kräftigen. So wirkt euer Bild nicht mehr so lau und bekommt durch die Konturen eine starke Farbeingebung; die Kontraste erhöhen sich förmlich! Wie ihr seht ist der Trick an der ganzen Sache, mit mehren Farben pro Einheit zu arbeiten, sodass Licht und Schatten besser in Szene gesetzt werden können. Aber schaut euch das Tutorial am Besten mal in Ruhe an: