Comoyagua – Kolonialtraum inmitten Honduras

Die Fassade der Kathedrale  von Comayagua ist mit Heiligen verziert, © John Asselin, Wikimedia Commons

Die Fassade der Kathedrale von Comayagua ist mit Heiligen verziert, © John Asselin, Wikimedia Commons

Ob die älteste Uhr Lateinamerikas, die erste Universität Zentralamerikas, Jahrhunderte lang die Hauptstadt und das größte Gotteshaus Honduras: Comayagua überrascht. Inmitten von fruchtbaren Tälern, angereichert mit Geschichte, ist die Stadt mit 100.000 Einwohner garantiert einen Besuch wert.

Ursprünglich hieß Comayagua bei seiner Gründung 1540 Nueva Valladolid und war von da an bis 1880 die Hauptstadt des zentralamerikanischen Landes Honduras. Jahreszahlen, die bereits die Architektur erahnen lassen. Zu den schönsten der kolonialen Bauten zählt die Kathedrale, die zwischen 1685 und 1715 erbaut wurde. Die Fassade zieren Heiligenfiguren zwischen tropischen Gewächsen. Sehenswert sind außerdem die Holzschnitzereien und vergoldeten Altäre. Ihr Prunkstück ist allerdings die Uhr im Turm: Einst vor über 800 Jahren für die Alhambra in Granada erbaut, schenkte sie der spanische König Philipp III. 1620 Comayagua. Somit ist es die älteste Uhr in gesamt Lateinamerika. Gelegen am Parque Central lässt sich davor oder danach ein entspannter Spaziergang unternehmen.

Auch die älteste Kirche in Honduras ist in Comayagua zu finden. Der Grundstein für die Iglesia La Merced wurde 1550 gelegt und der Bau acht Jahre später fertiggestellt. Aber der Ort hat auch noch weitere ansehnliche Kirchen: Iglesia San Francisco, San Sebastián und Nuestra Señora de la Caridad. Das Besondere an der zuletzt genannten ist, dass sie stark verändert wurde und nicht mehr viel aus ihren Anfangsjahren Ende des 16. Jahrhunderts zu erkennen ist. Anno 1750 wurde die Iglesia San Juan Dios von einem Erdbeben zerstört, jedoch befinden sich im Museo Colonial de Arte Religioso noch einige ihrer Kunstwerke. Das Gebäude war einst die erste Universität Zentralamerikas, welche 1632 gegründet wurde und enthält nun weitere Reliquien aus den Kirchen Comayaguas vom 16. bis 18. Jahrhundert.

Wer sich mehr für archäologische Fundstücke interessiert, wird einen Abstecher in das Museo Regional de Arquelogía nicht bereuen. In dem ehemaligen Präsidentenpalast sind unter anderen Töpferwaren und Stein- und Felsritzungen der Lenca-Kultur ausgestellt. Vieles stammt aus dem bedeutenden Fundstätten Los Naranjos, Yarumela und Tenampua, die nicht unweit von Comayagua entfernt liegen.

Die bunten Teppiche aus Sägemehl zieren die Straßen von Comayagua zu Ostern, © LeRoc, Wikimedia Commons

Die bunten Teppiche aus Sägemehl zieren die Straßen von Comayagua zu Ostern, © LeRoc, Wikimedia Commons

Ausgefallen wird es um die Osterzeit. Dort zieren zahlreiche lange Teppiche die Ortschaft. Das Spezielle an ihnen ist, dass sie nicht gewebt sind, sondern aus Sägemehl bestehen, aber dennoch genauso bunt. Die Motive sind religiöser Natur und handgefertigt. Doch Achtung: Die “Alfombras“, wie sie im Spanischen heißen, sind nur für neun Stunden zu bewundern, denn danach marschiert ein Umzug über ihnen hinweg.

Wer sich dieses Spektakel nicht entgehen lassen oder einfach nur die koloniale Architektur von Comayagua bestaunen möchte, kann dies auf unserer Reise Mundo Mesoamericano oder während seines Aufenthaltes nahe der Stadt auf unseren Reisen Kombinationsreise Märkte, Mayas und Vulkane oder auch Honduras aktiv – Wandern zwischen Regenwald und Karibikküste.

Mehr Impressionen von Honduras sind auf unserer Pinterest-Seite zu finden.

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Tagged as: Architektur, Comayagua, Honduras, Kirche, Kolonialstil, Lateinamerika, Reise, Zentralamerika


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