Commando Libya – Teil II

Kampf ums libysche Öl

„Nehmen wir einmal an, dass die Koalition der Willigen in Wirklichkeit aus Total (Frankreich), ENI (Italien), CNPC (China), BP (England), ExxonMobile, Chevron, Occidental Petroleum, Conoco Phillips, Hess Corporation (alle USA) und REPSOL (Spanien) besteht. Was wäre damit gewonnen? Ein besseres Verständnis des libyschen Schlamassels.

Es ist eine Tatsache, dass mehr als 40 Jahre lang Europa und den USA, von der ehemaligen Sowjetunion und China ganz zu schweigen, die Diktatur Ghadhafis herzlich egal war. Das Prinzip gilt oder galt auch für Saudi-Arabien, Iran oder den Irak, aber das wäre ein anderes Thema. Hier geht es um Folgendes: Frankreich hat einen Rebellenhaufen, der kurz vor der militärischen Niederlage stand, als einzige legitime Vertretung Libyens anerkannt. In einem plötzlichen Anfall von tiefer Sorge um Menschenrechte und Demokratie wurde dann ein UNO-Mandat für eine Flugverbotszone erwirkt. Seither wird auch auf Panzer, Lastwagen und andere Transportfahrzeuge geschossen, die bekanntlich fliegen können.

Wenn wir hinter die Fassade einer Auseinandersetzung zwischen einem irren Diktator und einer weitgehend unstrukturierten Rebellenbewegung blicken, deren mittelfristige Zielsetzungen völlig unklar sind, und wenn wir nicht ausser Acht lassen, dass sich eines der grössten Ölfelder Libyens mit schätzungsweise 80 Prozent aller Reserven im Osten des Landes, so unterhalb von Benghazi und Ajdabiya befindet, dann wird die eigentliche Schlachtordnung doch klarer. Wenn wir weiter davon ausgehen, dass es einerseits um die Partikularinteressen konkurrenzierender Ölmultis und andererseits um politisch-strategische Interessen der beiden grössten Wirtschaftsmächte USA und China geht, dann haben wir vom Pokertisch allen Sand gewischt, der uns durch die Berichterstattung über den von rein humanitären Interessen geprägten militärischen Eingriff in die Augen gestreut wird….“

http://www.journal21.ch/kampf-ums-libysche-%C3%B6l

 

Beuteverteilung in Paris

„Mehr als 20000 Luftangriffe flog die NATO zur Unterstützung der von westlichen Geheimdiensten trainierten und gelenkten Aufständischen in Libyen. Weil Frankreich ein Drittel der Flüge bestritt, habe es – war jüngst in einer französischen Fernsehsendung zu hören – auch einen Anspruch auf ein Drittel des libyschen Öls. Am Donnerstag sollte im Pariser Elysée-Palast die Ernte des Feldzugs eingefahren werden. Dorthin hatte Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy die »Freunde Libyens« aus 60 Ländern und Organisationen eingeladen, einschließlich Bundesrepublik, China und Rußland. Letzteres erkannte vorab den »Nationalen Übergangsrat« als Vertreter Libyens an. Noch im Juli hatte Rußland eine solche Anerkennung abgelehnt. China erkannte den Übergangsrat nicht offiziell an, erklärte aber, die Entscheidung des libyschen Volkes zu respektieren und der »bedeutenden Rolle« des Rebellengremiums Rechnung zu tragen.“

http://www.jungewelt.de/2011/09-02/026.php



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