[Comic] Vergiss mich nicht

Alzheimer ist eine schreckliche Krankheit. Das kann ich aus eigenen Erfahrungen bestätigten. Es ist schrecklich, wenn ein geliebter Mensch immer weniger erkennt und man in leere Augen schaut. Viele können sich das Krankheitsbild nicht vorstellen und vor allem wissen die wenigsten wie der Verlauf ist. Kann der Comic aufklären?

Dieser Comic wurde mir vom Splitter Verlag als Rezensionsmuster zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Die Bewertung des Comics findet aber in üblicher Vincisblog Qualität statt.

Der Plot

Clémence ist eine junge Frau und eine Aufnahmeprüfung für eine Theaterschule steht an. Sie erhält von ihrer Mutter eine Nachricht, dass Oma Marie-Louise mal wieder aus dem Altersheim abgehauen ist. Das passiert in letzter Zeit häufiger und muss aufhören.

  • [Comic] Vergiss mich nicht(c) Splitter Verlag
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Der Vorschlag des Personals findet Clémence schrecklich. Medikamente, die die Oma beruhigen soll? Nicht mit ihrer Enkelin. Erinnerungen aus ihrer Kindertage kommen auf und sie entscheidet: Ich muss die Oma entführen! Sie muss wieder zu ihrem Elternhaus.

Auf der Fahrt gibt es schöne Momente, aber auch Aussetzer. Ein etwas anderer Roadtrip, der schon früh aufzeigt, dass die Polizei involviert ist, aber warum? Was ist passiert und was will die Polizei von Clémence? Konnte sie die Lebenslust von ihrer Oma wieder wecken?

Mein Comic Senf

Wie in der Einleitung geschildert, habe ich meine eigenen Erfahrungen mit Alzheimer gesammelt. Und so einen geliebten Menschen erst kürzlich verloren. Also bin ich mit den unrealistischen Erwartungen an den Comic gegangen, dass er mich vielleicht ein wenig tröstet bzw. mir hilft, die Dinge zu verarbeiten.

Clémence ist dabei exakt die falsche Person. Sie versteht die Krankheit nicht und handelt genauso wie man eben nicht mit der Krankheit umgehen sollte. Kennt man die Krankheit nicht, ist das verständliches emotionales Handeln. Mit ihrer Naivität sorgt sie nicht nur für schöne Momente.

  • [Comic] Vergiss mich nicht(c) Splitter Verlag
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Auch der Verlauf der Krankheit wirkt ähnlich falsch. Als würde die Autorin darüber schreiben wollen, ohne zu wissen, was es eigentlich für eine Krankheit ist. Es wurden viel zu viele Themen in den Ring geworfen und dabei wurde der Fokus etwas verloren. Bestes Beispiel dafür ist das Ende.

Aber genug der Kritik, den sie ist sehr Ich-Bezogen und nicht Comic-Bezogen. Es ist gute Unterhaltung in einem ansehnlichen, aber reduzierten und schlichten Gewand. Dabei ist der Comic mehr ein Funny als eine Graphic Novel. Wenn ihr kein “Lehrbuch” über Alzheimer, sondern schlicht eine emotionale Unterhaltung sucht, seid ihr hier richtig.

[Comic] Vergiss mich nicht Meine letzten Worte:

Den Alzheimer vergessen

Review


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