Western – ein Genre, das ich weitgehend gemieden habe. Bei Videospielen ließ sich das irgendwann eben nicht mehr vermeiden, bei Comics habe ich auch einiges entdeckt, was mir gefallen hat. So greife ich gelegentlich zu Western-Comics.
Dieser Comic wurde mir vom Splitter Verlag als Rezensionsmuster zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Die Bewertung des Comics findet aber in üblicher Vincisblog Qualität statt.
Der Plot
Arizona, Frühling 1874. Eine Postkutsche wird ausgeraubt und die Reisenden sind, um die Kutsche verstreut, ermordet. Es ist ein Raub und geht um Zaster, und das ist nicht der erste Fall. Mittlerweile stellt dies ein echtes Problem dar. Die Kunden der Banken sind unsicher, Reisende halten nun Abstand von der Kutsche.
Aber wie kann es weitergehen? Mehr Wachen, bessere Tresore? In der Poststation Dead Indian Peak – zwischen den Städten als sichere Anlaufstelle – wird man bislang nicht nervös. Marian lebt mit ihrer Enkelin Elfie und Mad Wolf hier und versorgt die Reisenden.
Mattie Silks ist es leid, als Prostituierte zu leben, und möchte nach Sedona. Sie bekommt keine Genehmigung und wird dann beinah vergewaltigt. Lew Mac Sween rettet sie und dann wird alles Schritt für Schritt zusammengeführt. Und alles nur wegen Rache.
Mein Comic Senf
Der Comic erzählt wohl die häufigste aller Western-Geschichten. Es ist nichts Aufregendes an einer ausgeraubten Postkutsche, oder? Wenn es das einzige Plotelement wäre, würde ich sagen: Ja. Aber es ist nur die Einleitung und auch nicht die Hauptgeschichte, also ein spannender Start.
Besonders gefällt mir, wie die einzelnen Plotelemente – die, wenn man ehrlich ist, wie eine Kurzgeschichtensammlung gelesen werden – Stück für Stück ein großes Bild ergeben. Das ist toll, entdeckt zu werden. Am besten genießt man es, wenn man den gesamten Comic am Stück liest, ohne Pausen.
Die Geschichte von Lew wird von zwei Seiten beleuchtet, und das ist genial gelöst. Denn die erste lässt den Schluss zu, er sei ein Arsch, Variante zwei sorgt für Verständnis. Das ist in der Form ein tolles Stilelement und auch realistisch. Jede Geschichte hat mehrere Seiten.
Die Geschichte besteht aus Verrat und Plottwists, dazu ist es ein wilder Ritt. Das reicht euch nicht? Dann hätte ich noch ein Cliffhanger-Ende, das mich laut aufschreien lässt. Was ist in der Truhe? Gibt es doch einen zweiten Band? Das ist ein sehr unterhaltsamer Comic!
Verrat, Plottwists und wilder Ritt