[Comic] Fun Home – Eine Familie von Gezeichneten

Wenn Comics besonders ernste und erwachsene Themen ansprechen wird das Werbewort Graphic Novel gerne verwendet. So auch bei dem hier vorliegenden Titel Fun Home. Wie schlägt sich der Comic als autobiographisches Werk?

Der Plot

Bei Fun Home geht es um die Familie Bechdel. Bruce Allen Bechdel – der Vater der Familie – hat eine Bruchbude in eine Art Villa verwandelt. Er ist sehr detailverliebt, er behandelt seine Möbel wie Kinder und seine Kinder wie Möbel. Anders formuliert ist er eher distanziert.

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Die Geschichte wird von Alison Bechdel – der Tochter – erzählt. Sie stellt fest das sie lesbisch ist – ohne konkret zu wissen was das eigentlich heißt und warum sie lesbisch ist. Sie schreibt Tagebuch, auch wenn sie dabei sehr oberflächlich bleibt.

In einer kleinen Stadt kann man sich genau vorstellen wie das Leben so läuft und so ranken sich auch bald einige Gerüchte um den Tod von Bruce Bechdel. War es vielleicht sogar ein Selbstmord? Hatte Alison unbewusst alte Wunden aufgerissen?

Mein Comic Senf

Dieser Comic ist ein Produkt was man lesen muss, um zu verstehen wie faszinierend diese Geschichte sein kann. Es ist mehr als die Summe aller Einzelteile, sie ergeben erst zusammen ein interessantes Bild ab. Der Comic hätte ruhig noch hunderte Seiten weitererzählen können.

Beinah zum Ritual ist das tägliche lesen und teilhaben an dem Leben von Alison Bechdel für mich geworden. Es hat länger gedauert als bei üblichen Comics, aber war dann so im eigenen Leben angekommen, das es mir danach gefehlt hat. Ein sehr gutes Zeichen für einen Comic.

Worum geht es eigentlich? Mit dieser Frage hat man den Leser lange an der Angel gelassen. Von Zeit zu Zeit wird alles klarer, auch die große Überraschung für mich: die Autorin ist der Erzähler und die Hauptfigur, das hatte ich vorher – warum auch immer – gar nicht so wahrgenommen.

[Comic] Fun Home – Eine Familie von Gezeichneten [Comic] Fun Home – Eine Familie von Gezeichneten

Die blau-weiße Optik ist speziell, aber betrifft nur die „Kolorierung“ – wenn man es so benennen will. Die Zeichnung sieht gut und stimmig aus, also nicht ein überzeichneter Stil. Ein ehrlicher Stil, wie der Comic auch ehrlich ist. Ein herrliche Symbiose.

Besonders schön empfinde ich den Bogen den der Comic in der Beziehung zwischen Vater und Tochter spannt. Wie der Vater zu Beginn dargestellt wird und wie er sich im Laufe der Zeit ändert, ist sehr interessant und vor allem zeigt er auch wie Alison ihren Vater tatsächlich über die Zeit sieht.

[Comic] Fun Home – Eine Familie von Gezeichneten Meine letzten Worte:

Tabuthema: Homosexualität

Review


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