Wie oft ist mir dieser „süße“, absolut nicht für Kinderhände geeignete Comic über den Weg gelaufen? Kurze Antwort: vielfach. Was mich aber dennoch noch immer nicht zum Lesen gebracht hat. Doch ich habe mich in die Welt von Beneath the Trees gewagt.
Band 1
Woodbrook ist ein kleiner, beschaulicher Ort. Samantha (kurz Sam) Strong – eine Braunbärin – lebt in diesem Ort und betreibt einen Handwerksbedarfladen. Sie ist freundlich und bekannt im Ort, aber wie so oft lauert unter der Fassade etwas Unbekanntes.
Sie begeht eine Entführung mit anschließender Tötung. Sam ist eine Mörderin. Aber sie mordet nicht in Woodbrook – das wäre zu auffällig. Ihre zweite Regel: Es muss immer zufällig sein. Sam hat nur eine Freundin, und die heißt Lola.
Bei einer Parade in Wodbrook kommt es zu einem Mord und damit beginnt für Sam eine neue Jagd. Wer ist der Mörder? Die Bewohner sind unsicher und Sams Laden boomt. Weiß vielleicht jemand sogar von ihrem ungewöhnlichen Hobby?
Mein Comic Senf
Wenn man „Beneath the Trees“ beginnt, fällt als Erster der Look ins Auge. Die Knuddeloptik, die anthropomorphen Tiere und die pastelligen Töne sind eine Augenweide und man erwartet eher eine fröhliche Geschichte, die eventuell für Kinder geeignet ist.
Der Kontrast zur doch starken Gewalt, sorgt für einen Höhepunkt, bringt mich aber zu einer interessanten Frage: Ist der Comic so in aller Munde wegen der Optik? Wäre dieser Comic vielleicht keine Empfehlung, wenn er im Fotorealismus gezeichnet worden wäre?
Ein wahrlich schwerer Vorwurf, den ich da anbringe. Teilweise aber berechtigt. Ohne die Optik würde es sich weniger anschauen und erst dadurch entsteht etwas im Kopf. Das ist das Schlüsselelement. Aber das heißt nicht, dass die Geschichte nicht gut ist.
Der „Wer ist der Mörder?“-Teil ist gut, aber nicht so spannend, wie er sein könnte. Sam ist hingegen eine spannende Figur. Sie ist sehr entspannt. Eine gewisse Ähnlichkeit zu Dexter besteht – auch wenn dort alles andere als zufällig gemordet wird.
So sweet