Come to Daddy

Come-To-Daddy_MK_Still-©-2019-Jamie-Leigh-Gianopoulos-min

Come to Daddy

8Thriller

Norval Greenwood (Elijah Wood) ist ein Mitdreißiger-Hipster, der nach einer Lebenskrise wieder bei seiner Mama wohnt. Norvals Vater hat die Familie vor 30 Jahren wort- und grußlos verlassen. Als Norval einen Brief von seinem Vater bekommt, in dem er bittet ihn in seinem Haus am Meer zu besuchen, macht sich Norval auf den Weg um endlich Antworten für das Verschwinden zu bekommen.

Genau hier setzt der Film Come to Daddy ein. Und genau hier wollen wir nicht mehr über die Handlung verraten. Der Film ist das Regiedebüt des umtriebigen Produzenten Ant Timpson (Turbo Kid, The ABCs of Death, u.a.) und wurde am 22.9. als Österreichpremiere auf dem /slash Filmfestival gezeigt. Ein regulärer Kinostart ist noch nicht in Aussicht. Leider. Denn so viel sei schon mal verraten: Come to Daddy ist ein unerwarteter Volltreffer.

Come to Daddy

Der Film hebt an als tragikomische Vater-Sohn-Geschichte. Dieser erste Akt gehört ganz und gar dem ewigen Nebendarsteller Stephen McHattie, der als Vater mit rücksichtsloser Widerwärtigkeit ganz groß aufspielt. McHattie ist einer jener Schauspieler, den alle schon hundertmal gesehen haben, aber keiner kann ihn verorten bzw. sich an seinen Namen erinnern. Es ist an der Zeit, dass sich das ändert. Im zweiten Akt beginnt der Film ein wenig zu straucheln und man weiß nicht so recht, wohin das Ganze führen soll. Doch dann kippt der Film gänzlich im dritten Akt und wird plötzlich zu etwas, das man früher tarantinoesk genannt hätte. Aber nachdem Tarantino schon länger nicht mehr diese Art von Filmen macht, nennen wir es einfach mal einen schwarzhumorigen Thriller. Doch je weniger man über den Inhalt weiß, desto besser.

Come to Daddy ist ein wilder Genre-Mix aus Indie-Tragikomödie, Vater-Sohn-Drama und rabenschwarzen Thriller – doppelte Böden inklusive. Mit einem überraschend starken Elijah Wood (in einem ganz schlimmen Hipster-Outfit). Wobei der Film durch die Bank gut besetzt, gut geschrieben und für ein Regiedebüt geradezu großartig umgesetzt ist. Nicht komplett fehlerfrei, aber ein wirklich unterhaltsamer, kleiner, dreckiger Film, dem man eine große Reichweite wünscht.

Regie: Ant Timpson, Drehbuch: Toby Harvard, Darsteller: Elijah Wood, Stephen McHattie, Garfield Wilson, Madeleine Sami, Martin Donovan, Michael Smiley, Filmlänge: 93 Minuten, gezeigt auf dem /slash Filmfestival 2019


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