Clubs und Diskotheken reduzieren Energiekosten mit dem Green Club Index

Green Club Index Illustration

Energieeffizienz im Clubbereich, Quelle: Green Club Index

Kürzlich hatte ich geschrieben, dass Energieeffizienz nicht nur eine Sache von Privathaushalten ist, auch in Industrie, Handel und Gewerbe steckt ein großes Potential zur Reduzierung des Energieverbrauchs, wie zum Beispiel in Supermärkten. Es gibt aber auch weitere Bereiche unseres Lebens mit großem Potential für mehr Energieeffizienz. Mich erreichte gestern ein Hinweis auf die Energieeffizienz in Clubs und Diskotheken, den ich hier gerne weiterempfehle.

Die Idee zum klimafreundlichen Ausgehen und Feiern stammt aus dem Projekt Green Club Index der EnergieAgentur.NRW und der Green Music Initiative. Ein Club oder eine Diskothek durchschnittlicher Größe hat einen jährlichen Stromverbrauch von etwa 120.000 kWh. Das entspricht dem Jahresverbrauch von über30 Drei-Personen-Haushalten oder einem CO2-Ausstoß von knapp 67 Tonnen pro Club. Die bundesweit mehr als 5.500 Clubs und Diskotheken sind insofern nicht nur für guten Groove verantwortlich, sondern auch für deutliche Mengen an Treibhausgas-Emissionen.

“Der Green Club Index liefert Clubbetreibern Know-how, wie sie ihren Energieverbrauch senken können und wo sie kompetente Ansprechpartner in ihrer Nähe finden”, so Verena Müller von der EnergieAgentur.NRW.

In Detmold ist das die SMART ET GmbH. KfW-Energieberater Frank Meyer zur Heide hatte sich für die Clubszene fit gemacht und kennt die typischen Schwachstellen, die in der Branche auftreten. Das Detmolder Villagio mit angeschlossenem Restaurantbetrieb erhielt in den vergangenen Wochen von ihm eine maßgeschneiderte Energieberatung und kann dadurch erhebliche Energie und Kosten sparen.

“Besonders hohes Potenzial haben wir bei der Lüftung, bei verhaltensbezogenen Maßnahmen und beim Energieeinkauf vorgefunden”, erklärte Meyer zur Heide. Darüber hinaus soll ein so genannter Smart Meter, ein intelligenter Stromzähler, eingebaut und das Heizkonzept überarbeitet werden. Mit dem Smart Meter kann das Villagio in Zukunft den Stromverbrauch der einzelnen Veranstaltungen genau zuordnen und Energieverschwendung selbst aufdecken. Diese Maßnahmen bleiben für die Gäste komplett unsichtbar. Sichtbar hingegen wird das Klimaschutzengagement bei der jetzt sensorgesteuerten Außenbeleuchtung und der neu installierten LED Lichttechnik im Club.

Miteinbezogen wurden auch die Mitarbeiter: Als offizieller Energiebeauftragter kontrolliert Clubleiter Sebastian Schraetz künftig beispielsweise die Betriebslaufzeiten von Kühlschränken und anderen Stromfressern. Eine eigene Energiepolitik soll im Villagio das Thema Klimaschutz dauerhaft verankern.

Die Beratungsleistungen in Detmold sind gefördert worden über das KfW Programm “Energieberatung im Mittelstand”. Clubs und Diskotheken können dort – genau wie andere mittelständische Unternehmen – einen Teil der Kosten über die KfW-Bank erstattet bekommen. Clubs, die diesen Weg beschreiten und Klimaschutzmaßnahmen angehen, können das ab sofort mit dem offiziellen Label des Green Club Index dokumentieren und damit zeigen, dass bei ihnen klimafreundlich gefeiert wird.


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