City BKK: Der Wechsel zu einer anderen Krankenkasse ist wohl doch nicht so einfach…

City BKK: Der Wechsel zu einer anderen Krankenkasse ist wohl doch nicht so einfach…

© Rike / pixelio.de

Das Bundesversicherungsamt berichtet, dass sich schon die ersten Versicherten der City BKK beschwert hätten: Diese seien ja jetzt auf der Suche nach einer neuen Krankenkasse, da ihre bisherige Betriebskrankenkasse zum 01.07.2011 geschlossen wird. Eigentlich sollte dies für die die rund 168.000 betroffenen Versoicherten kein Problem sein, eine neue Kasse zu finden, denn die anderen Krankenkassen sind gestzlich verpflichtet, sie aufzunehmen (Näheres finden Sie hier: City BKK: Die erste Krankenkasse steckt die Beine durch – und was bedeutet das nun für die Leistungserbringer? « Rechtsanwaltssozietät Scherer & Körbes).

„Normal wäre, man geht zur Kasse der Wahl und gibt seinen Antrag ab“, sagte die Sprecherin der City BKK, Katja Hilbold. „Es dürfen keine Gespräche über Vorerkrankungen oder dergleichen geführt werden.“

Doch so einfach scheint es dann doch nicht zu sein, denn bei anderen Krankenkassen geht wohl die Angst um, durch massenhafte Beitritte vn ehemaligen Versicherten der City BKK ebenfalls in finanzielle Schieflage zu geraten. Und so müssen Versicherte der bankrotten City BKK mit Schikanen kämpfen – obwohl andere Kassen zur Aufnahme verpflichtet sind.

„Wir hören, dass Versicherte am Telefon abgewimmelt werden, dass sie in Warteschleifen landen oder an entlegene Geschäftsstellen verwiesen werden, die nur zwei Mal in der Woche geöffnet haben“, sagte Hilbold der Nachrichtenagentur dpa in Berlin. Mindestens elf Beschwerden lägen vor.

Auch das BVA berichtet von massiven Einschüchterungen: „Bei uns müssen Sie sich aber ganz hinten anstellen!“ Dabei dürften die Kassen die Leute gar nicht ablehnen. BVA-Präsident Maximilian Gaßner kritisierte: „Solche Verhaltensweisen anderer Kassen sind klar rechtswidrig.“ Er kündigte an, dem nachzugehen.

Laut City BKK ist unter den Kassen, die ihre Versicherten abwimmeln, auch der Marktführer Barmer GEK. Ein Barmer-Sprecher sagte allerdings dem „Tagesspiegel“, die Verpflichtung, City-BKK-Versicherte aufzunehmen, sei den Mitarbeitern bewusst; man handle nach Recht und Gesetz.

Ob es sich dabei um eine ähnlich progressive Gesetzesauslegung der Barmer GEK handelt wie in anderen Bereichen, bleibt abzuwarten. Die Verunsicherung bei den Versicherten der City BKK wird jedenfalls durch diese beunruhigenden Meldungen nicht kleiner werden.

Beschwerden über Schikane gegen City BKK-Versicherte | WESER-KURIER.


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