ChromaGun VR im Test: Ein Nerd spielt mit dem Farbkasten

Der Community Mod Portal Stories: VR erschien 2016, basiert auf Portal 2 und bietet zehn neue Rätsel für VR. Moment, das hier ist ChromaGun und seit dem PS4 Release im August 2017 wünschten sich viele Spieler eine PlayStationVR Version des Puzzle-Shooter. Da wird wieder bewusst, wie wenig VR-Spiele in dieser Richtung auf der PlayStation existieren.

ChromaGun VR im Test: Ein Nerd spielt mit dem FarbkastenDie ChromaGun VR Version ist eine inhaltliche 1:1 VR-Übertragung des Basisspiels mit jeder Menge grafischer Anpassungen. So wurde laut Steve Crouse, dem Creative Director bei Pixel Maniacs, einiges angepasst um mehr Bilder extra für VR zu produzieren. Demnach wird auf dynamische Lichter und Oberflächenreflexionen verzichtet und damit einiges an Performance zurückgewonnen. Um etwas Tiefe zu erzeugen, schwirren kaum bemerkbare Staubpartikel in der Luft herum. Solche Details lassen selbst die sich steril anfühlenden, weißen Räume doch etwas lebendiger wirken. Bemerkenswert an der Portierung ist, dass nur ein Entwickler sich um den Port gekümmert hat.

Wie so oft, hat man zu Beginn eines neuen VR-Spiel das Bedenken, wie die Steuerung wohl ausgelegt sein mag. Bei ChromaGun VR ist es recht einfach in der First-Person Ansicht mit zwei verschiedenen Bewegungsmöglichkeiten. Als erste Variante, kann komplett mit dem Controller die Richtung angegeben werden. Andererseits lässt die Blickrichtungsbewegung etwas komfortabler bedienen in dem einfach in die Zielrichtung geschaut wird. Die Drehgeschwindigkeit und Abstufungsoption lässt sich einstellen. Damit ist alles Nötige für eine Motion-Sickness-Reduzierung gegeben. Wie sich das Spiel mit Aim Controller spielt, kann mangels notwendigen Controller leider nicht gesagt werden, jedoch ist der Support nicht unwichtig, da es immer noch recht wenige damit spielbare Titel gibt.

Was ist und wie funktioniert ChromaGun?

Wer bereits erste Blicke in ChromaGun vom kleinen deutschen Entwicklerstudio Pixel Maniacs riskiert hat, wird auch direkt Vergleiche zu ähnlichen Titeln wie Portal oder Q.U.B.E. suchen. Klar erklärt uns im Spiel eine Stimme gewisse Mechaniken oder Regeln und selbstverständlich ist die Laborumgebung steril und weiß gehalten. Irgendwie ist ChromaGun aber auch auf seine eigene Art interessant und bietet mit eigenem Konzept viele gute Rätsel.

Das Spielprinzip ist relativ einfach. Man bekommt eine Farbgun und muss sich durch die Testkammern von CHROMATEC durchkämpfen und die Raum-Verlass-Mechanik aktivieren und weiterzukommen. Zu Beginn startet der Spieler mit einer Farbe, in dem Fall gelb und kann damit die weißen Wände und WorkerDroids färben. WorkerDroids sind schwebende Kugeln und werden von allen nahe liegenden Wänden der gleichen Farbe angezogen. Alles wird miteinander verbunden.

ChromaGun VR im Test: Ein Nerd spielt mit dem FarbkastenIn fast jedem Kapitel ist etwas Witziges zu entdecken. Die Kommentare und Hinweise des Sprechers sind auch oft mit einer Prise Humor und gar Sarkasmus versehen. Zum Beispiel wird uns mitgeteilt, dass das Stillstehen nicht mit zur Aufgabe gehört. Wobei man sich dann doch Gedanken macht, wie derjenige uns sehen kann wenn nicht in jeder Kammer eine Kamera zu sehen ist. Witziger Weise lassen sich die Kameras mit Farbkugeln drehen. Im Vergleich zu GlaDOS zieht der Sprecher leider den Kürzeren, aber Potenzial ist vorhanden. Nicht alle Kommentare sind unbedingt hilfreich und könnten manche Spieler nach mehrmaligen Hören eher verärgern: „Wenn du feststeckst, versuch doch, die Kammer richtig zu lösen...".
Am Anfang wird auch klar, dass die Farbe nicht überall einsetzbar ist. Aber wir werden auch früh genug darauf hingewiesen, die Farbe nicht zu lecken. Farben können später auch gemischt werden, sobald ihr die dreifarbige ChromaGun in den Händen haltet. Wenn man im Kindergarten aufgepasst hat, weiß man Bescheid, wie das mit dem Mischen geht. Zu Beginn sind die Rätsel relativ einfach und langsam steigt der Schwierigkeitsgrad mit hinzukommenden Kammerelementen. Nach und nach wird der Ablauf auch etwas hektischer sobald die WorkerDroids euch zum Beispiel verfolgen und töten können. Mit etwa 5 Stunden Spielzeit und 8 Kapiteln ist ChromaGun mit gutem Umfang dabei.

Fazit

Für viele Rätselfans könnte ChromaGun VR eine gute Möglichkeit sein, den Aim Controller wieder zu verwenden. Aber wer PSVR sein Eigen nennt und wieder ein Spiel braucht, kann hier generell nichts verkehrt machen. Hoffentlich gibt es eine Fortsetzung mit mehr Grafik und neuen Rätseln. Aber zuerst darf auch eine VR-Version für HTC Vive und Occulus Rift erscheinen.

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An dieser Inszenierung ist nichts, aber auch schon gar nichts alt