Christliche Grundwerte bei Vodafone D2?


Vodafone Deutschland hat einen neuen Kommunikationschef. Er heißt Ralph Driever und kommt von Infineon (bekannter Hersteller von Halbleitern und RAM-Speicher-Chips z.B. für Computer) zu Vodafone. Dort wird er die externe und interne Kommunikation sowie die Politik und die CR-Aktivitäten (CR = Corporate Responsibility) des Konzerns verantworten, bis ein Nachfolger für Thomas Ellerbeck gefunden ist.

Ralph Driever

Neuer Leiter Kommunikationsbereich bei Vodafone Deutschland: Ralph Driever (Foto Vodafone)

Der bisherige Geschäftsführer Konzernkommunikation Ellerbeck hatte Vodafone Deutschland Ende Juni Richtung des Reiseunternehmens TUI AG verlassen, wohin ihn der ehemalige und langjährige Vodafone (D2) Deutschland Chef Fritz Joussen gerufen haben dürfte.

Driever hat Germanistik und katholischen Theologie studiert. Das gibt zu denken.

Hilft beim Rechtsnachfolger des ältesten deutschen privaten Mobilfunkanbieters (“Mannesmann D2-Privat”) nur noch Beten? Oder wird damit ein von den Kunden sehnsüchtig herbei gesehnter Paradigmenwechsel eingeläutet, im Mobilfunkgeschäft wieder mehr an die christliche Nächstenliebe und nicht nur an den schnöden Mammon zu glauben?

Es ist doch so: Wenn Sie heute einen Handyladen betreten, können Sie unter Umständen vom Glauben an das Gute im Menschen abfallen. Da werden Ihnen Handyverträge und Optionen verkauft, die sie wahrscheinlich so gar nicht brauchen oder auch gar nicht bestellt haben. Sie buchen Optionen, die Sie nicht verstehen können, weil Flatrates keine Flatrates sind, vielleicht nur, weil Sie den “falschen APN” im Handy eingetragen haben. Kürzlich hat ein Gericht diesem Treiben Einhalt geboten.

Gewiss: Der Druck aus der britischen Vodafone Konzernzentrale, “gute Zahlen” zu schreiben, ist extrem, doch die deutschen Kundenzahlen sprechen eine deutliche Sprache. 4 Millionen Mobilfunkkarten weniger in einem Jahr. Ok, das sind nicht alles wirklich genutzte Karten gewesen, da auch eine Menge “verschenkter” Prepaid-Karten zum Testen oder nicht notwendiger Zweit- und Drittkarten dabei waren, die man irgendwann aufgedreht bekam und sei es nur, um ein “neues Handy” zu subventionieren.

Was wäre zu tun? Den massiven Verkaufsdruck herausnehmen und den Kunden wieder ernst nehmen. Faktoren zu ermitteln, wofür Kunden freiwillig Geld ausgeben, etwa ein stark verbesserter Netzversorgungs- und Netzkapaziätsausbau, eine freundliche und kompetente Beratung, die auch dann noch gut bleibt, wenn der Kunde es sich in Ruhe noch einmal überlegen will und nicht sofort unterschreibt.

Das bedeutet, den eigenen Tarifdschungel massiv zu entrümpeln und zu verstehen, daß man nicht jedem Kunden, der sich in einen Laden oder auf eine Webseite verirrt, 3 Karten und noch mehr Verträge verkaufen darf. Es bedeutet auch, den Kunden ehrlich über die wahren (Folge)Kosten zu informieren und nicht zu suggerieren, daß es Alles für wenig bis gar nichts geben könnte, was dann hintenrum über Kleingedrucktes und Fußnoten auch wieder vom Kunden eingefordert werden muß.

Die Aufgabe, das nach innen und die Schritte auf dem Weg dorthin nach Außen zu kommunizieren ist eine echte Herausforderung! Ich wünsche ihm dabei viel Glück.

Schlagwörter: christlich, Kirche, Mobilfunk, Nächstenliebe, Service, Tarife, Theologie, Vodafone


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