Chokladbollar oder Schokobällchen

Von Goteborgtown
Eine besondere Delikatesse in Schweden sind die kleinen Chokladbollar, Schokoladebällchen, die sehr schnell zubereitet sind, nicht gebacken werden müssen und in der verschiedensten Art und in (fast) jeder Größe auch in allen Konditoreien Göteborgs zu erhalten sind. Wenn Kinder die Chokladbollar „mitbacken“, so sollte man eine etwas größere Menge vorsehen, da ein Teil des „Teigs“ bereits bei der Herstellung verschwindet.

Die Herstellung von 16 bis 20 Schokobällchen, für deren Zubereitung man maximal 20 Minuten rechnen muss, ist denkbar einfach. Man benötigt 100 g Butter, knapp 100 g Zucker, 120 g Haferflocken, drei bis vier Esslöffel kalten, starken Kaffee, drei Esslöffel Kakaopulver und einen Esslöffel Vanillinzucker. Für die Dekoration kann man sowohl Zucker, als auch geriebene Mandeln, geriebene Haselnüsse, Kokosflocken und selbst Sesamsamen nehmen. Bei Laktoseintoleranz kann man die Butter durch Backmargarine ersetzen und wer die Chokladbollar glutenfrei will, kann die Haferflocken mit glutenfreiem Müsli ersetzen.

In einer Schussel vermischt man sämtliche genannten Zutaten, wobei ein Teil der schwedischen Hausfrauen darauf schwört, dass die Butter vorher im Topf geschmolzen sein muss und die andere Hälfte zimmerwarme Butter direkt verarbeitet. Die Zutaten können sowohl mit dem Rührgerät als auch mit den Händen gemischt werden und sollen eine kompakte, klebrige Masse ergeben.

Bevor man nun die kleinen Schokoladenbällchen formen kann, muss die Masse etwa eine Stunde lang im Kühlschrank ruhen und auskühlen. Anschließend formt man nur noch kleine Bällchen, die etwa die gleiche Größe haben wie die schwedischen Köttbullar, und rollt die Chokladbollar noch in den Kokosflocken oder einer anderen Garnitur. Die Schokobällchen können nun direkt zum Kaffee gegessen werden.

Dieses Grundrezept wird in den Konditoreien Göteborgs sehr häufig abgewandelt, was bedeutet, dass man hier Chokladbollar mit unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen erwerben kann. Statt Kaffee kann man auch Apfelsinensaft verwenden, man kann in die Masse dunkle oder weiße Schokoladeraspel mischen oder auch etwas Madelaroma zufügen. Der Fantasie sind hier nur wenige Grenzen gesetzt.
Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin