CD-REVIEW: Pet Shop Boys – Hotspot

Ein enttäuschendes Album der Pet Shop Boys? Keine Chance! Auch auf "Hotspot" liefert das Duo wieder hervorragend ab.

CD-REVIEW: Pet Shop Boys – Hotspot

Das neue Album folgt auf "Super" von 2016 und ist damit Nummer 14 im Repertoire von Neil Tennant und Chris Lowe. Schon die erste Single "Dreamland", eine Gemeinschaftsarbeit mit der Elektropop-Band Years & Years, hat die Sache auf den richtigen Weg gebracht: Sie ist eingängig, poppig und einfach typisch Pet Shop Boys.

Um das Alleinstellungsmerkmal muss sich das Duo schon wegen der charakteristischen Stimme Tennants keinerlei Sorgen machen. Und diese Stärke spielt es natürlich von Anfang an voll aus.

"Hotspot" ist ein Berlin-Album geworden. Und trägt die herrliche Ambivalenz der Hauptstadt in Musik und Text mit sich herum. ""I don't wanna go out, I don't wanna go dancing", heißt es in "I Don't Wanna" - nur um direkt danach im Song "Monkey Business" auf einer Party abzuhängen. "I'm not dealing with the real world any more", singt Tennant im verspielten Track, der zur Album-VÖ als Single erschienen war.

Die beiden Briten beobachten außerdem "Happy people living in a sad world" ("Happy World") und kommen in "Only The Dark" ernsthaft mit dem Kalenderspruch "Only the dark can show you the stars" um die Ecke.

Der Pop-Faktor ist natürlich immer gegeben, das sympathisch-wehmütige "Burning The Heather", auch eine der Vorab-Singles, fasst das alles gut zusammen. Nur "Wedding In Berlin" klingt am Ende wie eine besoffene Auftragsarbeit. Aber selbst das kann man den beiden Veteranen nicht übel nehmen.

Albuminfos Pet Shop Boys - Hotspot

CD-REVIEW: Pet Shop Boys – HotspotKünstler: Pet Shop Boys
Albumname: Hotspot
VÖ: 24.01.2020
Label: x2 Recordings / AWAL Recordings
petshopboys.co.uk

Fotos: Promo

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