CD-REVIEW: Glen Hansard – Between Two Shores

Von Bleistiftrockerde
Nicht restlos überzeugend

„Between Two Shores" ist Glen Hansards drittes Solo-Album. Es hat schöne Momente, hängt aber zwischendrin leider auch mal durch.

Der 47-jährige Ire macht genau da weiter, wo er 2015 mit „Didn't He Ramble" aufgehört hat. Auch wenn es zumindest auf dem Papier einige Neuerungen gibt. Eine davon ist die Tatsache, dass Hansard das neue Album erstmals selbst produziert hat.

Zu Beginn von „Between Two Shores" klingt er wie der legitime Nachfolger von Bob Dylan. Allerdings ist sein Folk an vielen Stellen recht aufgeweckt, meist durch den Einsatz von Bläsern. Bei „Wreckless Heart" stoppt das Album jedoch fast komplett ab und findet danach nicht mehr richtig in die Spur.

Ausnahme: „Movin' On", das mit sehr wenig Instrumenten-Unterstützung an Glen Hansards legendäre Rolle als Straßenmusiker im Film „Once" erinnert und sich über fünf Minuten lang windet. Mit Sicherheit ist es eines der spannendsten Stücke der Platte.

Mit „One Of Us Will Lose" und „Time Will Be A Healer" sind auf dem zweiten Teil von „Between Two Shores" nur noch zwei Songs, die wirklich etwas können. Der Rest ist zwar gefällig, kommt aber über den Status der Hintergrundmusik leider nicht hinaus. Das ist besonders deshalb schade, weil wir alle wissen, dass Glen Hansard das viel besser kann.

Albuminfos Glen Hansard - Between Two Shores

Künstler: Glen Hansard
Albumname: Between Two Shores
VÖ: 19.01.2018
Label: Anti-Records
glenhansardmusic.com

Foto: Dara Munnis

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