“Campen macht Spaß” – Und Fragen, die den Zeitgeist offenbaren

Ivonne Schneider hat Campern zugehört. Schnell stellte sie fest, dass es interessant sein könnte, ihre Fragen für die Nachwelt zu dokumentieren. Da hierbei auch die Antworten oftmals recht spannend waren, hat sie uns ihre “Highlights” aufgeschrieben und in Aussicht gestellt, es könnte noch Fortsetzungen geben!

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“Ja, wo ist denn der See?” – Foto: © Martin Berk / pixelio.de

“Kann ich einen Stellplatz bei Ihnen reservieren?”
Natürlich nicht, wir verlosen die Plätze.

“Da ist ja ein Spinnennetz im Vorzelt.”
Frechheit! Dabei haben Spinnen bei uns Platzverbot!
Das gilt auch für Ameisen, Katzen, Eichhörnchen, Mücken, …

“Haben sie das Wetter für morgen?”
Ja. Aber ich behalte das, ich hab’s ja schließlich auch gefunden!

“Wo ist der See?”
Welcher?

“Wir möchten einen Stellplatz, auf dem sich keine Pfützen bilden, wenn es regnet.”
Hä? Regen? Pfützen? Sowas gibt’s? Danke für den Hinweis! Dann werden wir unsere Gäste zukünftig auf die Gefahren dieser ominösen Pfützenbildung hinweisen und empfehlen,Gummistiefel oder anderes geeignetes Schuhwerk mitzubringen oder auf einem asphaltierten Parkplatz weit… ganz weit weg vom See zu campen.

„I mecht an Schdellblats fia onsern Wohnwage resavira.“
Wie lang ist denn ihr Wohnwagen inklusive Deichsel?
„Der isch a bissle graisser als wie die normale. Was koschdet des na?“
Was heisst denn ein bissle?
„Ha… scho…wisset se.“
Dann brauchen Sie also einen Platz, der a bissle größer ist als normal.
Das kostet dann auch ungefähr a bissle mehr als normal.
Sie wissen schon…
(Anm.: „a bissle“ kommt im schwäbischen metrischen System gleich nach „a muggeseggele)

“In ihren Mietobjekten sind Haustiere ja nicht erlaubt. Allerdings ist unser Hund gut sozialisiert. Dürfen wir ihn mitbringen? “
Ja klar doch! Das ist doch was ganz anderes! Sozialisierte Hunde rasieren sich, pinkeln im Sitzen in die bereitgestellte Chemietoilette und sabbern nicht. Gut sozialisierte Herrchen/Frauchen sind uns sowieso viel wichtiger.

“Ich möchte einen Stellplatz reservieren.”
Für welchen Zeitraum?
“Muss ich das jetzt schon genau sagen? Im Juli oder August halt.”
Nein. So genau müssen wir das nicht wissen. Das Jahr reicht völlig aus.

“Ich hab einen schönen Stellplatz ausgesucht. Den möchte ich reservieren.”
Ab wann?
“Nächste Woche Samstag.”
Tut mir leid, da ist dieser Platz belegt.
“Ja wieso das? Ich war doch eben dort. Da steht doch niemand. Der Platz ist doch frei.”
Ach was…

“Ich möchte einen schönen Platz, ruhig gelegen, direkt am See, halb Schatten, halb Sonne, in der Nähe der sanitären Anlagen, Satelitenempfang, WLan, Wasseranschluss, Untergrund Wiese, keinen Kies …”
Endlich jemand mit Blick für’s Wesentliche!

Fortsetzung geplant….

von Ivonne Schneider

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Quellen – weiterführende Links

Campingplatz-Verkehrsschild – Foto: © Martin Berk / pixelio.de


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