Bunte Fotografie vom Fasching in Luzern

Manchen Leser wird es erstaunen … ich kann auch bunt fotografieren. Ja, so richtig echt! Bunte Fotografie! Das ist in der Regel nicht so mein Ding, aber manchmal muss es sein. So wie derletzt in Luzern, beim Fasching. Da wollte ich es mir geben und da habe ich es mir gegeben. Und wenn schon bunt, dann muss es richtig schön bunt sein. Voll die Bunte Fotografie. Aber nicht einfach so, sondern gnadenlos die bunte Fotografie vom Fasching in Luzern.

Bunte Fotografie

Ich will jetzt nicht klagen, aber im Internet sieht man so manche bunte Fotografie, die so unglaublich bunt ist, dass hier von Realität nicht mehr die Rede sein kann. Ok, ein paar Regler in Photoschob auf Anschlag und das Bunte in der bunten Fotografie kitzelt am Zäpfchen. So manche Farbübertreibung kitzelt so heftig, dass der Brechreiz kaum noch zu unterdrücken ist. Schwamm drüber, das soll uns hier jetzt nicht kümmern. Zurück zum normalen Plauderton und hinein in meine Erlebnisse vom Fasching in Luzern.

Es ist noch gar nicht so lange her, da rollte der Fasching durchs Land. Analogfotografen haben den großen Vorteil, dass die geschossenen Bilder erst eine gewisse Zeit später ans Tageslicht kommen … der Film muss ja erst noch entwickelt werden … und da kann man sich ganz entspannt zurück lehnen und in seinen Erinnerungen schwelgen. Das will ich nun mit Euch zusammen tun.

Fasching in Luzern

Tilla und ich hatten über Fasching einen Kurzurlaub in der Schweiz eingelegt. Und weil es sich gerade so ergab, haben wir uns den Faschingszug in Luzern angeschaut … und natürlich auch ein wenig fotografiert. Also jetzt mal ganz konkret: Fasching in Luzern ist etwas ganz anderes, als die Pappnasenzeit in Mainz, Köln, Düsseldorf oder sonstwo in Deutschland. Die Schweizer machen hier kein Sauffest draus, keine Zwangsbespaßung und kein sonstwie „was sind wir heute so lustig“. Mir gefällt es, wie das Ganze in Luzern gefeiert wurde. Fasching ist sowieso Geschmacksache und wir sind irgendwie auf den Geschmack gekommen. Und wir haben noch etwas entdeckt … die Guggenmusik.

Guggenmusik – das fetzt

Zuerst dachte ich, baaah, ist das schräg. Dann wurde mir gesagt, was sich schräg anhört, ist nicht schräg, sondern Guggenmusik. Bekanntlich habe ich es ja mit Musik nicht so, aber wenn man sich in die Guggenmusik einmal hereingehört hat, dann fetzt das und macht richtig gute Laune. Tja, was soll ich sagen, was sich zunächst schräg anhört, ist ein riesiger Spaß.

Und die Schweizer! So schön. Die sind ganz entspannt, machen aus Fasching eine schöne Inszenierung, geben sich mit ihren Kostümen ganz viel Mühe und bereichern das Stadtbild. Richtig gut. Und überall Guggenmusik. Ich fand es toll und Tilla auch.

Farbfotografie als Erinnerungsstücke

Das muss man der Farbfotografie ja lassen … bunte Fotografie bringt die Erinnerungen so richtig rüber. In Luzern sind wir durch die Stadt gewandert und an jeder Ecke haben Leute mit Pappmascheköpfen ein großes Event abgefeiert. Aber nicht aufdringlich, sondern ganz still vergnügt hatten sie ihren Spaß mit dem Publikum.

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Richtig stark fand ich die Barbie-Idee. Barbie in der Verpackung. Das ist schon fast eine Steilvorlage für eine „spitze Zunge“.

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Und die zwei Alten, die mitten auf der Straße saßen. Klappstuhl aufgestellt und Späßchen mit den Passanten machen … das ist etwas, was ich beim Deutschen Karneval vermisse. Die Schweizer haben es nicht mit der Aufdringlichkeit. Ganz im Gegenteil. So ist es auch im Fasching. Das finde ich gut.

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Manche Kostüme haben mich an den Karneval in Venedig erinnert. Ach, der Fasching in Luzern war sowieso eine richtig schöne Mischung. Besonders gut hat mir gefallen, dass alles auf der Straße stattfand … in einem Faschingszug und (noch viel mehr und irgendwie interessanter) auf der Straße, ohne Organisation, einfach nur so zum Spaß.

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Und da haben sich die Faschingsleute mit den ganz normalen Leuten unterhalten, haben sich getroffen und irgendwie war das eine ganz harmonische Veranstaltung. Veranstaltung? Irgendwie ja und irgendwie nein. Ich fand toll, dass Fasching einfach so „passieren“ kann, ohne großes Trärä und weinseligkeit über alle Backen. Obwohl … mir wurde gesagt, dass der Fasching in Luzern weit über die Grenzen hinaus bekannt ist. Wird wohl so sein, ich kannte das nicht. Aber jetzt habe ich ihn schätzen gelernt … und ganz gewiss, ich werde wieder dahin zurück kehren. Nicht zuletzt wegen der Guggenmusik. Und dann werde ich wieder einen Farbfilm in die Kamera stopfen, weil bunte Fotografie einfach zum Fasching gehört.


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