Bubble Tea – Taiwans liebstes Erfrischungsgetränk

Bubble Tea ist ein Tee-Mixgetränk, das in den 80er Jahren in Taiwan erfunden wurde. Es besteht klassischerweise aus Schwarztee, Milch und gekochten Tapiokakugeln. Inzwischen ist das Tee-Mischgetränk auch in zahlreichen Ländern außerhalb Taiwans zu bekommen.

Nirgends gibt es jedoch so viele Shops wie in Taiwan. Läuft man durch die Straßen von Taipeh und Tainan, passiert es einem häufig, dass man mehrere Shops direkt nebeneinander findet und man kann sich sicher sein, dass der Tee in jedem Laden ein wenig anders schmeckt.

Der Geschmack des klassischen Milchtee reicht von cremig, blumig bis hin zu bitter. Wer den britischen Schwarztee mit Milch mag, der wird auch hier auf seine Kosten kommen. Doch auch wer keine Milch mag, findet Bubble Tea inzwischen als Eistee Variante. Verschiedenen Bubbles und Jellys machen Bubble Tea zudem optimal auch für experimentierfreudigere Teetrinker – und  wer keinen Tee mag, auch der bekommt inzwischen ein passendes Kaltgetränk mit Bubbles.

Der Tee kommt üblicherweise in einem komplett verschlossenen Plastikbecher daher. Dieser wird vor dem Trinken mit der Spitze des Strohhalms durchstochen. Im besseren Cafés kann man ihn jedoch manchmal auch im Glas genießen.

Doch welche Sorten von Bubble Tea gibt es, ist Bubbletea ungesund und kann man sich die taiwanische Delikatesse auch selbst zubereiten? Wir haben nachgeforscht.

Welche Sorten von Bubble Tea gibt es?

Bubble Tea besteht normalerweise aus einer Mischung der folgenden Grundzutaten:

  • Tee: Klassischerweise befindet sich im Bubble Tea schwarzer Tee, grüner Tee oder Oolong Tee. Doch auch andere Tees wie Hibiskus Tee (Fleur de Jamaica) haben inzwischen in die Zutaten Einzug gehalten. Darüber hinaus bieten manche Shops sogar inzwischen Kaffee mit Bubbles an.
  • Milch: Im klassischen Bubble Tee befindet sich Kuhmilch, doch auch andere Varianten wie süße Dosenmilch, Sojamilch, Milchpulver, Kokosmilch oder Milchersatzpulver finden sich bisweilen in den Tees.
  • Bubbles: Die klassischen Bubbles für Bubble Tea bestehen aus Tapioka und sind schwarz. Ihre Konsistenz ist die von weichen Gummibärchen. Des Weiteren gibt es weiße Bubbles aus Alginat und die so genannten popping Bubbles, die ebenfalls aus Alginat bestehen, innen allerdings flüssig und mit einem süßen Fruchtsirup gefüllt sind. Neben den klassischen Bubbles gibt es auch weitere Einlagen für den Tee. Häufig findet man Kokosnuss Jelly, Lychee, Gelee aus der Konjac Wurzel, Grass Jelly, Mango, Bohnen oder Bohnen Paste, Aloe Jelly oder sogar Eierstich
  • Sirup: Vor allem in der Variante des Bubble Tea ohne Milch findet sich meist Fruchtsirup, um sie zu einem Eistee zu machen. Jedoch gibt es auch zahlreiche Varianten mit Milch, in denen Fruchtsirup ist, so dass sie sehr einem Milchshake ähneln.
  • Obst: Doch es gibt auch Bubble Tea mit echtem Obst, dass dann püriert oder in Stücken in den Becher kommt. Besonders Mango, Maracuja und Zitrusfrüchte findet man häufig. Meist wird dem Obst jedoch für einen intensiveren Geschmack trotzdem Sirup beigemischt.
  • Zucker(Sirup): Bei vielen Shops kann man selbst entscheiden wie viel Zucker (zusätzlich zum Fruchtsirup und den gesüßten Bubbles) in den Becher soll.
  • Eiswürfel: Auch die Menge an Eis kann man selbst bestimmen. Kleiner Tipp von meiner Seite, wenn ihr langsame Trinker seid, bestellt doch mal ohne Eis – der Bubbletea ist sowieso kalt wenn ihr ihn bekommt und die Eiswürfel verwässern ihn am Ende nur unnötig. Außerdem ist mit weniger Eis mehr Tee im Becher.

Ist Bubble Tee ungesund?

Im Jahr 2009 gab es erstmals auch Bubble Tee in Deutschland zu kaufen. Bis zum Jahr 2013 wuchsen zahlreiche Läden aus dem Boden. Im selben Jahr endete jedoch der Trend bereits schon wieder. Eine Forschungsstudie, bei der Giftstoffe in Bubbletea gefunden worden waren, wurde von den deutschen Medien breitgetreten und löste eine Art Hysterie aus. In Proben, die anschließend bei verschiedensten Bubbletea Läden in Deutschland genommen wurden, konnten jedoch keinerlei Giftstoffe nachgewiesen werden. Es folgten Viele Betriebspleiten und sogar Verleumdungsklagen. Was blieb war der schlechte Ruf des Bubble Tea.

In Taiwan selbst gab es einen Skandal, dass ein Erdbeersirup, der auch für Bubble Tea verwendet wurde, mit krebserregenden Stoffen belastet war. In den klassischen Varianten wird der allerdings nicht verwendet, sehr wohl jedoch auch in Erdebeer-Milchshake. Der Sirup wurde aus dem Verkehr gezogen.

So schlimm wie viele von ihm denken ist der Tee also nicht. Gesund ist er wiederum auch nicht, wobei zwischen den verschiedenen Sorten unterschieden werden muss:

Milchtee ist erst einmal nicht ungesund. Zumindest nicht ungesünder als Tee und Milch für sich alleine. Allerdings enthält er häufig größere Mengen an Koffein und je nach Zubereitung viel Zucker. Die bisweilen verwendeten Milchersatzpulver enthalten allerdings oft zusätzlichen Zucker und schlechte Fette.

Tapioka-Bubbles bestehen aus der Stärke der Manjock Wurzel. Außer Stärke haben sie keinen relevanten Nährwert (Auch keine Vitamine oder Mineralien). Allerdings werden sie in Zuckersirup eingelegt und enthalten daher größere Mengen an Zucker.

Eistee: Eistee besteht aus Tee und Zucker und zusätzlich oft noch Fruchtsirup. Dadurch ist der Zuckeranteil wiederum sehr hoch.

Popping Bubbles bestehen aus Alginat, Zucker und künstlichen Farb- und Aromastoffen. Sie sind damit definitiv nicht gesünder als Gummibärchen.

Natürlich ergeben sich auch starke Unterschiede, je nachdem welche zutaten verwendet werden. Frischer Tee, frische Milch, frische Bubbles und vielleicht sogar selbstgemachter Sirup sind im Normalfall sicherlich qualitativ hochwertiger und gesünder als Fertigpulver zum Anrühren.

Festzuhalten bleibt, dass das Teemischgetränk nicht per se gesundheitsschädigend ist. Durch seinen hohen Zuckeranteil sollte man ihn aber dem gesunden Menschenverstand entsprechend nur in Maßen konsumieren. Das Koffein (Teein) im Bubble Tea ist zudem mit der Menge in Kaffee zu vergleichen.

Bubble Tea selbst machen

Wenn ihr nun selbst Bubble Tea machen wollt, dann ist das gar nicht so schwer. Zunächst müsst ihr Euch natürlich entscheiden, welche Art von Bubble Tea ihr haben wollt.

  1. Für den klassischen Bubble Tea braucht ihr Tapiokaperlen, und zwar die großen dunklen. Diese kann man im Internet bestellen. Die Tüten sind zwar nicht ganz billig, aber dafür sehr ergiebig. Kocht die Bubbles entsprechend der Anleitung auf der Packung
  2. Im nächsten Schritt müsst ihr die Teegrundlage Eures Bubble Tea kochen. Macht also einen schwarzen Tee, Grünen Tee, Oolong Tee oder Hibiskus Tee. Achtet darauf die Tees nicht zu lange ziehen zu lassen (siehe Zubereitungsempfehlung auf der Packung) da sie dann schnell bitter werden. Stellt den Tee anschließend kalt.
  3. Sobald alles erkaltet ist, alle Zutaten in ein Glas und rührt kräftig um.

Für die klassische Milchtee-Variante nehmt ihr:

  • Ca. 300 ml Schwarztee oder Oolong Tee  
  • Ca. 300 ml. Milch (3,5% Fett)
  • 1 Schöpfkelle voll schwarze Bubbles
  • Eiswürfel
  • Zuckersirup (nach Geschmack)
  • Mischt den Tee und die Milch mit Eiswürfeln und schüttelt ordentlich für 15-20 Sekunden. Gebt anschließend das Milchtee-Eis-Gemisch zu den Bubbles in ein großes Glas, oder gießt es durch ein Sieb, wenn ihr kein Eis in eurem Bubble Tea wollt. Alternativ packt ihr beides vorab für 10-15 Minuten in die Gefriertruhe damit es schön kalt ist.
  • Süßt den Tee anschließend nach Wunsch mit Sirup (Zucker löst sich nicht gut).

Für die klassische Eistee Variante benötigt ihr

  • Ca. 600 ml Schwarztee oder Oolong Tee  (kalt)
  • Ca 1-4 EL Fruchtsirup z.B. Maracuja
  • 1 Schöpfkelle voll Bubbles (schwarze Bubbles oder Popping Bubbles)
  • Eiswürfel
  • Nach Wunsch frisches Obst
  • Mischt alle Zutaten zusammen.

Black Bubbles selbst machen

  • 9 TL Tapioca Mehl (oder Tapiokastärke)
  • 3 TL KOCHENDES Wasser
  • Ca 3 Tassen Wasser in einem Topf
  • 225g brauner Zucker
  • Nach Wunsch schwarze Lebensmittelfarbe
  1. Alles Wasser zusammen zum Kochen bringen
  2. Tapioka Mehl abmessen und in ein Schälchen geben
  3. Das kochende Wasser abmessen und sofort zum Tapiokamehl geben. (Wenn das Wasser nicht mehr heiß genug ist, wird die Konsistenz der Masse breiig und klebrig)
  4. Wasser und Mehl sofort vermischen, solange das Wasser noch heiß ist. Am besten geht das mit einem herkömmlichen Löffel. Anschließend mit den Händen weiter kneten, bis Masse eine Konsistenz wie Knete hat. Nun könnt ihr aucch die Lebensmittelfarbe zugeben.
  5. Braunen Zucker zusammen mit dem restlichen kochenden Wasser unter ständigem Rühren mischen, bis er sich komplett aufgelöst hat. Stellt ein ¼ davon kalt.  
  6. Nun geht es ans Kugeln formen. Dazu formt Ihr Euren Tapiokateig in etwa 5mm dicke Würstchen und schneidet diese in ca. 5-8mm lange Stücke (Hauptsache etwa gleich groß). Rollt die Stücke anschließend zu Kügelchen. Sie sollten etwa die Größe einer Erbse besitzen.
  7. Nun kocht ihr Euer Wasser-Zucker-Gemisch erneut auf. Sobald es kocht, gebt ihr die Perlen zu. Diese werden zuerst untergehen und dann hochkochen.
  8. Die Bubbles müssen ca. 10-20 Minuten kochen. Da die Kochzeit jedoch auch je nach Größe und Teig stark abweicht, solltet ihr sie besser im Auge behalten und regelmäßig prüfen. Rührt zudem regelmäßig um, da sie im Zuckersirup gerne zusammenkleben oder die Bällchen am Boden anpappen wenn die Flüssigkeit langsam einkocht.  
  9. Wenn die Bubbles die gewünschte Konsistenz haben, schöpft sie ab und gebt sie in den kalten Sirup, den ihr beiseitegestellt hattet und packt alles zusammen in den Kühlschrank

Was an sonst noch unbedingt über Bubbletea wissen sollte

Bubble Tea ist sicher kein Getränk für die schlanke Linie. Der Zuckergehalt in den klassischen Varianten kann je nach Zubereitungsart mit herkömmlicher Cola oder Energie Drinks mithalten. Giftig, wie ihm bisweilen nachgesagt wird, ist Bubbletea hingegen nicht.

Ein weiteres Manko des Bubbleteas ist jedoch, dass er viel Müll erzeugt. Üblicherweise kommt er im Plastikbecher, mit eingeschweißtem Plastikdeckel und Plastik Strohhalm.

Manche Läden bieten deshalb inzwischen an, dass man ihn sich in seine eigne Mehrwegflasche abfüllen lassen kann. Wenn man dann noch einen wiederverwendbaren Strohhalm dabeihabt, dann kann man die Delikatesse auch vollkommen ohne Reue genießen.

Wenn ihr ihn zuhause trinken möchtet, denkt daran, dass ihr die richtigen Strohhalme dafür braucht. Wir empfehlen Strohalme mit 12mm Durchmesser, damit die Bubbles auch hindurch passen.


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