Bruce Springsteen in Berlin

In der ersten Ausgabe des Fanzines “Punk” im Jahr 1976, im alten New York, gab es ein Interview mit Lou Reed, das an dem wohlriechenden Tischen des legendären Max’s Kansas City gemacht wurde. Unter all den Zusammenhangslosigkeiten der Fragen an den Sänger, war auch die Frage nach seinem Interesse neuen Figuren der Musikszene, z.B. Bruce Springsteen. Reed antwortete: „Ist das ein Scherz? Dieser Idiot? Bruce Springsteen ist absolut daneben! Die Zeit belehrt eines Besseren belehrt und heute muss man eher Lou Reed seine musikalischen Fehltritte verzeihen, vor allem sine unheilvolle Zusammenarbeit mit Metallica auf der Scheibe „Lulu“ und auch seine mit jedem mal schwächer werdenden Konzerte.

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Bruce Springsteen dagegen, hat sein Auftreten und den Respekt vieler seiner Bewunderer aufrechterhalten können und das trotz der Abstiege und Krisen seiner musikalischen Karriere. Ein gutteil seiner Platten waren eine Nummer Eins in den Charts und das war wohl auch, weil die Zuneigung, die man dem alten Bruce Springsteen entgegenbrachte eine Frage der Provinz war. Um dieses Phänomen zu verstehen, muss man wissen, dass Bruce Springsteen ein Jung aus New Jersey war, einer der wenigen jungen Musiker, die das Licht der Welt in diesem Industrieviertel nur 30 min von Manhattan entfernt erblickte. „The Boss“, wie er in den 80ern auch genannt wurde, ist der Sänger der Amerikanischen Vorstadt, der Arbeiterklasse par excellence, er ist der „blue-collar worker“. Ihre Stimme hat allen, aber sie hat auch viele Schulden. Springsteen erzählt vom „working class hero“, dem Heranwachsenden, der sein Leben in einem Vorort in Häusern mit weißen Zäunen  vergeudet, der da niemals rauskommt und an dem gleichen Ort sterben wird an dem er geboren wurde und niemals erfahren wird, wie es da draußen ist.  

Der Klassiker “Born in the USA” beispielsweise, wurde fälschlicherweise als ein nationalistisches Lied verstanden, denn das Blau, Rot und Weiß rekurriert auf die Flagge der USA. Aber wenn man sich „Born in the USA“ anhört, verschwindet der schlechte Geruch des Patriotismus und der falschen Versprechungen. Im Gegenteil, hört man auf die Texte, wird klar, dass Springsteen hier vom Vietnamkrieg singt, dem Chaos der Gewalt und seiner Opfer; Die Geschichte eines Jungen, der in Problem mit der Polizei verstrickt ist und auf der Rekrutierungsliste des Militärs endet, an der Front verliert er einen Freund und später kehrt er zurück, um auf ein Land zu treffen, das ihn zurückweist, in dem sein Opfer und das der vielen anderen Soldaten nicht viel zählt; es gibt Parallelen zu der Handlung von Rambo 1, aber musikalisch.

In Zeiten der Krise ist alles von früher gut und so ist auch der alte Bruce Springsteen zu seinen Wurzeln zurückgekehrt und sein neuestes Werk „Wrecking Ball“ spiegelt das wieder. Am 30. Mai wird The Boss seine bekannte Hymne im Olympiastadium in Berlin anstimmen. Mehr Informationen auf der Webseite: http://brucespringsteen.net/.


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