Brezen

Von Frlmoonstruck

Habt ihr es schon gesehen? Bei JuNi-Lifestyle gibt es momentan eine schwäbische Themenwoche. Mit lauter tollen Gastbloggern. Da heute bereits der 6. und somit vorletzte Tag dieser Woche ist, gab es schon allerhand Leckerein: Am Montag gab es bei Marie Kässpatzen, am Dienstag machte Sarah eine bayrisch Creme, am Mittwoch hat Nina Maultaschen selbst gemacht, Carina versüßte uns die Woche mit Zwetschgendatschi am Donnerstag und gestern gab es bei Johanna einen Träubleskuchen. Morgen gibt es dann das große Finale von Julia und Nicole. Und heute bin ich dran. Mein erster Gedanke als ich das Thema las: Brezen! Wollte ich eh schon länger mal machen. Und jetzt ärgere ich mich fast, dass ich so lange gewartet habe. Diese Brezen stehen denen vom Bäcker nämlich in nichts nach. Ich würde sogar so weit gehen, zu behaupten, sie seien noch ein bisschen besser! Und wenn man größere Mengen benötigt, sind sie sogar deutlich günstiger.
Die Mengenangaben des Rezeptes habe ich aus dem Buch "Backschätze" von GU. Bei der Zubereitung allerdings hat meine bessere Hälfte (seines Zeichens Bäckermeister) recht schnell eingegriffen. Ihm habe ich auch das hübsche Aussehen der Brezen zu verdanken!


Zutaten für 10 Stück500g Mehl Type 55021g Hefe (halber Würfel)275ml lauwarmes Wasser 2Tl Salz1Tl Zucker25g weiche Buttergrobes Salz1l verdünnte Bäckerlauge (*)
(*) Ich hatte das Glück, dass T. richtige Bäckerlauge mitbringen konnte. Wer diese nicht hat, kann sich aber auch einfach selber eine Natronlauge herstellen. Dazu 1 Liter Wasser zum kochen bringen und 20g Natron einrühren.

ZubereitungDas Mehl in eine Schüssel sieben, in der Mitte eine Mulde bilden und die Hefe hineinbröckeln. 100ml lauwarmes Wasser und den Zucker dazugießen. Mit einer Gabel etwas Mehl von den Rändern hineinrühren. Abgedeckt 15 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.Weitere 175ml lauwarmes Wasser, sowie Salz und Butter dazugeben. Erst mit Knethaken und dann mit den Händen gründlich zu einem glatten Teig kneten. Zehn Portionen abstechen (ca. 82g pro Teigstück) und zu Kugeln formen. Erneut abgedeckt 15 Minuten gehen lassen. Dann jede Kugel zunächst zu einem ca. 20cm langen Strang rollen. Bei dem ersten Strang beginnend nun jeden Strang wieder mit den Händen unter Druck auf eine Länge von ca. 60cm ausrollen. Auf ein Blech ein sauberes Geschirrtuch legen, dieses leicht bemehlen. Jeden Strang zu einer Breze schlingen und auf das Tuch legen. Das Blech für weitere 15 Minuten in den Kühlschrank stellen. So werden die Brezen etwas fester und lassen sich leichter für das Laugenbad verwenden. Brezen herausnehmen und nacheinander mit einer Schaumkelle in die Lauge tauchen (bzw. in das kochende Natronwasser). Auf zwei Backbleche verteilen, mit grobem Salz bestreuen und den Bauch einschneiden. Das Einschneiden könnt ihr auch weglassen. T. hat mir erklärt, dass das je nach Region unterschiedlich ist und sie in Schwaben schon eingeschnitten werden. Ich habe beides gemacht. Da die nicht eingeschnittenen allerdings nicht schön aufreißen wollten, waren die mit Schnitt hübscher anzusehen. Die Bleche mit etwas Abstand in den vorgeheizten Ofen bei 200°C Umluft schieben. Insgesamt 20-25 Minuten backen, nach 10 Minuten die Bleche tauschen. Bei der Backdauer seid ihr ganz auf euren Geschmack angewiesen: Wollt ihr knusprige Brezen lasst ihr sie natürlich etwas länger drin, als wenn ihr eher zu weichen Breze greifen wollt. Herausnehmen, den Duft genießen (was gibt es besseres?!), auskühlen lassen und verschlingen mit Genuss verspeisen.