Bouldern Trainingsboards & Tipps

Holzbretter an Ketten, mit der Aufschrift

Kletterhalle und Berg sind nicht genug? Wer auch zu Hause noch speziell fürs Klettern und Bouldern trainieren möchte und die Muskelkraft in den Fingern und Schultern stärken möchte, für den eignen sich spezielle Boulder Trainingsboards. Dieser Artikel liefert Euch Tipps zum Bouldertraining für zu Hause, die sowohl von Anfängern als auch von Profis geübt werden können. Außerdem folgt eine Auswahl der aktuellen Boulder Boards.

Trainingstipps und was man vorab bedenken sollte

Kräftige Finger, die sich auch an kleinsten Griffen sicher festkrallen können, sind beim Klettern überaus wichtig. Gezieltes Fingertraining, zusätzlich zum normalen Klettertraining, ist daher von großer Bedeutung. Mit einem Griffbrett oder einem Trainingsboard kann man auch zu Hause seine Finger effektiv trainieren. In einigen Kletterhallen hängen bereits Trainingsboards für ein optimales Bouldertraining. Bevor man sich jedoch so ein Brettchen für zu Hause anschafft, sollte man einige Dinge beachten. Wenn die Anschaffung bereits getätigt wurde, gilt es trotzdem ein paar Tipps zu beherzigen, um einen guten Trainingsverlauf zu gewährleisten. Die verschiedenen Boulder Trainingsboards gehen auf unterschiedliche Bedürfnisse der Kletterer ein. Zunächst muss gesagt werden, dass ein Bouldertraining für Anfänger am Griffbrett noch nicht sinnvoll ist, sinnvoller wäre ein häufiges Training an der Kletter- oder Boulderwand, um das Verletzungsrisiko zu minimieren. Wer schon länger als ein bis zwei Jahre klettert und mindestens den siebten UIAA-Grad klettern kann, der kann sich allmählich nach einem Boulder Griffbrett umsehen. Wer als Anfänger jedoch trotzdem gern effektives Bouldertraining am Griffbrett absolvieren möchte, der ist zunächst mit Sit-Ups (Bauch-Aufzügen) und Klimmzügen gut bedient. Dies sollte vor allem erst an größeren Griffen geschehen. Mit fortschreitendem Kletterniveau kann man dann langsam zu immer kleineren Griffen übergehen. Fortgeschrittene und Profis können an den Griffbrettern perfekt ihre Oberkörperkraft, Fingerkraft und Körperspannung trainieren.

Effektiv trainieren mit dem richtigen Boulder Trainingsplan

Wer bereits etwas fortgeschritten ist, weiß in der Regel, wie er welche Muskeln am Trainingsboard trainieren muss, um einen optimalen Trainingseffekt zu erzielen. Wichtig ist, dass man sich vorher gut aufwärmt, denn das Training am Fingerboard kann schon mal zu Verletzungen an den Fingern, am Ellenbogen oder an der Schulter führen. Gerade diese Partien sollten also sorgfältig aufgewärmt werden. Die Gelenke müssen sich an die neue Art der Belastung gewöhnen. Ein gutes Brett hat verschiedene Griffe von unterschiedlicher Art und Größe. Nach dem allgemeinen Aufwärmen sollte zunächst mit großen Griffen gestartet werden, um auch die Finger und Arme auf die Belastung vorzubereiten. Ist der Körper vollständig aufgewärmt, kann man Übungen an den kleinen und potentiell anstrengenden Griffen machen. Vor der kompletten Ermüdung dann wieder zu den großen Griffen wechseln! Auf Klimmzüge an kleinen Griffen sollte auf jeden Fall verzichtet werden. Das Trainingsboard für das Bouldertraining ermöglicht starke Belastungen. Übungen, die an winzigen Griffen ausgeführt werden, sollten nur von statischer Natur sein, also nur dranhängen und keine federnden Bewegungen ausführen. Beim Hängen müssen alle Gelenke leicht angewinkelt sein, damit keines „ausgehängt“ wird. Beim Bouldertraining zuhause gilt: Quantität vor Qualität. Die Übungen sollten richtig ausgeführt und kontrolliert sein und es sollte nicht bis zur Erschöpfung trainiert werden, da dadurch Schäden durch Überlastung riskiert werden. Am besten ist es, wenn man sich einen guten Boulder Trainingsplan anfertigt, der jeweils auf die persönlichen Bedürfnisse, den Ausbildungsstand und den Trainingszustand Rücksicht nimmt. Die Kletterlegende Steph Davis trainiert beispielsweise ganz simpel: Sie macht an dem größten Griff ihres Boards einige saubere Klimmzüge; die Anzahl entspricht ihrem Trainingszustand. Auch hier gilt: Qualität vor Quantität. Dann macht sie am nächstkleineren Griff einen Klimmzug weniger als am größten Griff. Danach geht sie wieder zum nächstkleineren Griff und macht erneut einen Klimmzug weniger als vorher. Ist sie bei nur einem Klimmzug angelangt, kehrt sie um und macht jeweils am nächstgrößeren Griff je einen Klimmzug mehr als vorher bis sie wieder am größten Griff mit der Startanzahl an Klimmzügen angekommen ist. So könnte ein möglicher Trainingsplan aussehen.

Aktuelle Trainingsboard Modelle für Einsteiger, Fortgeschrittene und Profis

Ideal für Anfänger, die richtiges Bouldertraining erlernen möchten, sind folgende Trainingsboards:

  • Metolius Simulator 3D: Es bietet nicht nur für Anfänger zahlreiche abwechslungsreiche Trainingsmöglichkeiten durch verschiedene Griffe und Griffmöglichkeiten. Außerdem wurde die Textur verändert, um die Haut weniger stark zu beanspruchen und längere Trainingseinheiten zu ermöglichen.
  • Ocun Fingerboard: Schräge und gerade Leisten, Henkel und Sloper bietet diese Trainingsboard. Die anatomisch geformten Griffe reduzieren Verletzungen an den Fingern, daher ist es auch für Anfänger sehr gut geeignet.
  • Beastmaker 1000: Dank einfacherer Griffe ein abwechslungsreiches Trainingsgerät zum Klettern für Einsteiger.
  • Lumberjack III: Ein vielseitiges Training wird durch 20 verschiedene Grifflöcher ermöglicht. Die großen Griffe eignen sich sehr gut für Einsteiger, die kleineren Griffe für Fortgeschrittene. Das angeraute Holz garantiert bessere Griffigkeit.
  • Lapis-Board: Dieses Trainingsboard zeichnet sich durch zwei individuell montierbare Griffe aus, die für unterschiedliche Bedürfnisse und Trainingszustände genutzt werden können.
  • JM-Climbing Skok: Dieses Kletterboard bietet große Griffmöglichkeiten und einige Querleisten in Form von einem Überhang, an dem auch Anfänger üben können.

Bei folgenden Trainingsboards kommen auch Fortgeschrittene auf ihre Kosten:

  • Galamant GripUp: Zwei durchgängige Leisten, die unterschiedliche Grifftiefen aufweisen, zeichnen dieses ideale Brett für Fortgeschrittene aus.
  • JM-Climbing Progression: Für effektives Bouldertraining und das spezielle Trainieren der Fingerkraft wurde dieses Trainingsboard entwickelt. Die Breite der acht horizontalen Leisten dieses Brett nimmt nach unten hin ab. Trainingsbelastung und Leistungssteigerung können so individuell angepasst werden.
  • Metolius Wood Grip Compact Trainingsboard: Ein hautschonendes Holzboard für Fortgeschrittene, das an der Wand auch noch höchst dekorativ aussieht.
  • Bleaustone Compact Board: Für einhändige „Deathhang“-Übungen konzipiert, bei denen der Körper in der Mitte des Brettes hängen soll. Auch zweihändige Übungen sind dank der Symmetrie möglich.

Mit folgenden Trainingsboards können selbst Profis ihre Fähigkeiten und ihre Kraft schulen und weiter ausbauen:

  • Beastmaker 2000: Für gutes Bouldertraining zu Hause ist dieses Brettchen geeignet. Steile Sloper, Ein- und Zweifingerlöcher, kurz: fiese Leisten machen selbst den Profis das Training nicht leicht.
  • Moon Climbing-Fingerboard: Dieses kleine Fingerboard hat es in sich. Trotz seiner geringen Größe bietet es alles, was der Kletternde zum Bouldertraining zuhause benötigt. Dank der verschiedenen Löcher, Leisten und Sloper wird man bei regelmäßigem Training schnell Fortschritte sehen.

Egal, für welches Board man sich entscheidet, wichtig ist, dass man es in einem guten Sportladen ausprobieren oder zumindest anfassen kann. Nur so ist sichergestellt, dass man mit dem neuen Trainingsgerät auch klar kommen wird und ein effektives Training gestalten kann.


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