Born To Be Wild

Born To Be Wild

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Seltsam. Manchmal habe ich das Gefühl, mir selbst im Weg zu stehen. Dann sind es doch wieder die anderen, die mich ausbremsen in meinem Anflug von frischem Elan. Meistens aber ist mir der eigene Tellerrand wieder viel zu weit weg und ich plansche träumend in der Suppe, die ich mir selbst eingebrockt habe und vermisse ultimative Auswege aus der blubbernd schwappenden Misere. Ab und zu gibt es Zeiten, in denen ich fühle, alles könnte so einfach sein. Und gut. Dazu bedarf es im Grunde nur einer Kleinigkeit. Ein einziges treffendes Zeichen von einer bestimmten Person zum Beispiel könnte mich in genau diesem Gefühl bestätigen. Selbst bin ich der Meinung, eine Batterie von verständlichen, nicht übersehbaren Willkommensleuchtfeuern gezündet zu haben. Denke ich jedenfalls. Und schon sehe ich mich wieder in der Warteposition und ich werde regelrecht ungeduldig, weil es mir wieder einmal nicht schnell genug geht. Diese Ungeduld lähmt und versperrt die Sicht auf beispielsweise zwei kleine Worte im großen Buchstabenmeer, die ich beinahe überlesen hätte. Schade wäre es gewesen, hätte ich sie nicht bemerkt. Die pochende Ungeduld ist nun aufgeweicht und ich könnte die Welt umarmen, nicht die ganze, dazu reichen meine Arme nicht, nein, meine eigene kleine Welt würde bereits genügen. Innehalten würde ich und erneut sagen, dass ich mich daran gewöhnen könnte, immer wieder für einige Augenblicke glücklich zu sein. „Take the world in a love embrace…“ Ich höre John Kay’s Stimme genau diese Zeile singen mitten in dieser sternklaren Nacht unter dem Sichelmond, da draußen zwischen all den Zelten und im diffusen Stimmengewirr. Ein Bild für die Ewigkeit. Dass ich die Augen geschlossen hatte, fällt mir erst auf, als ich sie im gleichen Moment so widerwillig öffne wie meine Arme, um mich der Realität zu stellen. Wieder sind unsere Wege gegenläufig, ich hadere noch mit mir, ob ich mich noch einmal umdrehen soll. Als ich mich letztendlich dazu durchringe, weiß ich, dass es dafür längst zu spät ist.



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