Boni.tv – Admention Media GmbH vs. Daniel R.

Boni.tvIm Februar letzten Jahres wurde das Bonusportal “KingBonus“, von Daniel R. im Juli 2009 gegründet, von der Admention Media GmbH übernommen.

In weiterer Folge wurde KingBonus, sowie weitere übernommene Portale in Boni.tv integriert und es wurde das Script von KingBonus genutzt ===>> wir berichteten hier

Da KingBonus im laufenden Betrieb übernommen wurde und somit Guthaben der Mitglieder vorhanden war, wurde vertraglich festgelegt, dass dieses beim Kauf mit übernommen wird.

Gestern erfolgte ein Newsletter an die Mitglieder von Boni.tv, was offen Bonusaktionen zum damaligen Zeitpunkt der Übergabe betrifft, welche noch unter Daniel R. generiert wurden:

 

Sehr geehrte Boni.tv User,

wie haben lange überlegt und vor allem nachweislich mehrfach versucht mit unserem Vorgänger, dem Herrn Daniel R.* eine Einigung bezüglich aller offenen Aktionen vor unserer Übernahme zu erzielen. Dies hat bis zum jetzigen Zeitpunkt leider nicht geklappt. Aus diesem Grund haben wir nun beschlossen alle Aktionen vor unserer Übernahme (18.02.2012) zu löschen.

Dies wird am 14.01.2013 der Fall sein. Wir haben keinerlei Zugriffe auf die Daten der von Herrn R.* generierten Accounts. Es ist uns also unter keinen Umständen möglich Einsicht in die generierten, beziehungsweise abgelehnten Leads zu nehmen. Auch war Herr R.* nicht im Stande (oder wollte es nicht) uns diese Informationen zu liefern und auch sonst war es uns nicht möglich eine Einigung mit ihm zu erzielen.

Sollte sich nun jemand benachteiligt fühlen und der Meinung sein, dass ihm Leads vor unserer Zeit noch zustehen, so bitten wir Sie sich mit uns in Kontakt zu setzen. Gerne gebe ich R.* dann die eMailadresse von Herrn , falls nicht bekannt, weiter. Wir möchten Sie in diesem Fall bitten sich selbst mit Herrn R.* in Verbindung zu setzen um die Problematik direkt mit ihm zu klären.

Wir bitten diese Unannehmlichkeiten zu entschuldigen und verbleiben mit freundlichem Gruß
Ihr Boni.tv Team

 

Hierauf erfolgte eine Stellungnahme seitens Daniel R. im Klammforum:

Schilderung aus meiner Sicht

Es ist korrekt, dass ich das Projekt boni.tv an die Firma Admention Media GmbH verkauft habe. Im Kaufvertrag vom 30.01.2011 wurden unter anderem folgende Punkte festgehalten:

§3 (5): Der Käufer versichert, dass er alle Guthaben der, in der Datenbank befindlichen, Mitglieder übernimmt.

Irgendwann (Februar oder März) schrieb mich Herr F. (einer der Geschäftsführer von Admention Media) an und schickte mir einer Liste mit Leads welche im System noch offen wären, wo er jedoch nachweisen könne, dass ich diese bereits vergütet bekommen hätte. Ich schaute mir die Liste an und kontrollierte einige Leads und merkte schnell, dass viele nicht vergütet wurden sondern noch weiterhin offen sind (z.B. einige Gewinnspiele der Firma d-gewinnspiele, welche sich in Insolvenz befindet.).

Nachdem lange Zeit kein Wort mehr über diese Liste verloren wurde, und wir die Zusammenarbeit auf Grund meines Motorrad-Unfalles und der damit verbundenen Arbeitsunfähigkeit vorrübergehend beendet hatten, erhielt ich am 16. August 2012 eine Rechnung in Höhe von 1567,96€ für Zitat:

“Offene Aktionen auf dem Portal www.boni.tv”

Ich schrieb daraufhin Herrn F. an und teilte ihm mit, dass mir dieser Betrag völlig überzogen erscheint und es niemals so viele Aktionen sein können. Ich habe ihm anhand der aktuellen Datenbank ausgerechnet, dass sich die Summe der offenen Leads zu diesem Zeitpunkt gerade einmal auf 558,40€ beläuft das sind über 1000€ weniger, als Herr F. verlangt hat. (Anmerkung: Hier wären sogar noch alle Aktionen vergütet worden, welche jedoch storniert wurden… Der offene Betrag ist also noch deutlich geringer).

Auch wenn ich rein rechtlich sicherlich nicht dazu verpflichtet gewesen wäre machte ich ihm das Angebot, dass er mir eine nachvollziehbare Auflistung der offenen Leads zukommen lassen soll. Über diese Höhe könne er mir dann auch eine Rechnung ausstellen. Von dieser Rechnung würde ich die, mir noch geschuldeten Kosten für Servermiete, welche mir die Fa. Admention schuldig ist abziehen und den Rest umgehend überweisen. (E-Mail vom 31. August 2012 20:11:32)

Am 03. September erhielt ich von Herrn F. eine E-Mail mit folgendem Angebot:

Nichts desto Trotz und um das Kapitel für uns endlich abschließen zu können, bieten wir dir folgendes an. Du zahlst uns eine Pauschalsumme in Höhe von 650 Euro, verzichtest dabei auf alle Serverposten und wir sind quitt.

 

Ich sollte also 650€ pauschal zahlen, obwohl es nur offene Aktionen in Höhe von 558,40€ gab? Und im Gegenzug sollte ich auch noch auf die Rechnungen für Servermiete (Anmerkung: ca. 350€) verzichten? Das war eindeutig ein schlehter Vergleich.

Genau dies teilte ich Herrn F. mit und bat erneut um eine schlüssige Aufstellung der offenen Posten. Doch nichts geschah.

Am 11. September 2012 erhielt ich dann von Herrn S. (ein weiterer Geschäftsführer der Firma Admention Media GmbH) ein Schreiben mit folgendem Wortlaut:

da wir bisher keinen Geldeingang feststellen konnten schicken wir Ihnen eine letzte Mahnung. Sollte innerhalb der nächsten 10 Tage die komplette Summe nicht auf unserem Konto eintreffen, werden wir weitere Schritte einleiten und die Sache an einen Anwalt abgeben, was erhebliche Mehrkosten für Sie bedeutet.

Des Weiteren werden wir Anzeige wegen versuchten Betruges erstatten, denn Sie haben nachweislich die Beiträge für die vielen offenen Aktionen bereits einkassiert. Diese Summen haben Sie allerdings den MItgliedern über Monate vorenthalten. Dies werden wir sicherlich so nicht stehenlassen.

Am 14. September habe ich Herrn S., nach Rücksprache mit meinem Rechtsanwalt, folgende E-Mail geschrieben:

Sehr geehrter Herr ******,

vielen Dank für Ihr Schreiben, welches in mehreren Punkten für mich unsinnig erscheint.

1) Fantasiebträge
Ich hatte Herrn F***** bereits per E-Mail mitgeteilt, dass die Beträge viel zu hoch erscheinen. Sie können nicht
einfach nach Lust und Laune irgendwelche Beträge festsetzen, welche Sie mir dann in Rechnung stellen.

2) Mahngebühren
Da ich noch nicht im Verzug bin mit der Rechnung können keine Mahngebühren erhoben werden. Zumal ich die Rechnung
erst eine Woche vorher erhalten habe und dies auch nur per E-Mail.

3) Anzeige wegen Betrug
Da freue ich mich schon sehr drauf

Ich fordere euch daher noch einmal auf eine, für mich komplett nachvollziehbare Rechnung mit einer Auflistung
der einzelnen Aktionen inkl. Höhe der Vergütung die ich dafür bezahlen soll aufzustellen, mir zukommen zu lassen.
Sobald alles für mich plausibel ist werde ich dies natürlich auch zahlen, aber nicht irgendwelche Fantasiebeträge.
Wenn ihr mir einen Mahnbescheid schicken möchtet vergesst nicht das Kreuzchen zu setzen, dass bei einem Widerspruch
das streitige Verfahren eröffnet werden soll, denn genau dies werde ich dann tun.

Gleichzeitig erinnere ich an den Ausgleich der Rechnung für die Servermiete (re-1047r) welche ich Hr. F****** habe zukommen
lassen.

Mit freundlichen Grüßen
Daniel R*****

Im weiteren E-Mail Verlauf wollte Herr S. dann noch meiner Webhosting-Rechnung widersprechen. Da der E-Mail Kontakt für mich keinen richtigen Verlauf nahm und sich nur im Kreis drehte habe ich Herrn S. die Kontaktdaten von meinem Rechtsanwalt gegeben, und ihn gebeten sich mit diesem in Verbindung zu setzen.

Die nächsten Wochen vergingen relativ ruhig und ohne jeglichen Kontakt, bis ich am 26.09.2012 einen Mahnbescheid über die Rechnung erhalten habe. Ich hatte Herrn S. bereits angekündigt, dass ich gegen einen Mahnbescheid widerspruch einlegen werde, und die Sache auch Notfalls vor Gericht austragen werde.

Diesen Widerspruch legte ich natürlich umgehend ein und wartet nun genüsslich auf einen Gerichtstermin oder weitere Schreiben. Doch es folgte keinerlei Reaktion – bis ich heute den oben erwähnten Newsletter erhalten habe.

- Thats it -

Lange Geschichte aber ich wollte es nicht so im Raum stehen lassen, dass ich mich nicht gekümmert hätte und jegliche Zahlungen oder Einigungen verweigert hätte.

Nun darf sich jeder sein eigenes Bild machen.

 

Quelle: boni.tv – Stellungnahme zum aktuellen Newsletter

 

Letztendlich können hier nur wieder die Mitglieder von Boni.tv hoffen, dass beide Parteien sich gütig einigen. Im Falle eines Rechtsstreites hätten die ehemaligen Mitglieder von KingBonus letztendlich das Nachsehen – entweder durch noch mehr Wartezeit oder aber dass ihre Teilnahme an den Aktionen schlussendlich umsonst gewesen war, da eben diese Aktionen aus dem System gelöscht werden sollen.

 


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