Bogenjagd-Seminar vom DBJV

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Bogenjagd-Seminar vom DBJV

Als Bogenschütze und Autor im Outdoor-Bereich kommt man irgendwann auch mal mit dem Thema der realen Jagd mit dem Bogen in Berührung. Es gibt dort die unterschiedlichsten Szenarien, die man sich vorstellen, bei denen es durchaus möglich sein kann, sich seine Nahrung über die Jagd mit Pfeil und Bogen auf den Tisch zu holen und so sein überleben zu sichern.

Auch wenn die Bogenjagd in Deutschland verboten ist, richtet der DBJV auf Anfrage einen zweitägigen Kurs aus, der die Theorie vermittelt und mit einer theoretischen und praktischen Schießprüfung endet. Dabei wird ein Bogenjagdschein ausgestellt, der in vielen Ländern ausreicht, um dort mit dem Bogen jagen zu gehen.

Der JBC-Wuppertal e. V. hat am Wochenende solch einen Lehrgang organisiert und natürlich konnte ich mir solch eine Gelegenheit nicht entgehen lassen.

Um 9.00 Uhr ging es los und die Dozenten Rolf und Jens, der seit etwa zwei Jahren mein Trainer ist, vom DJBV begrüßten uns zum Theorie-Tag, der es gewaltig in sich hatte. Beide Dozenten wechselten sich in Ihren Ausführungen ab und innerhalb von knapp 10 Stunden wurde so ein 80 Seiten dickes Skript durchgearbeitet.

Das war schon ganz schön anstrengend! Viele Themen waren Neuland, doch auch vieles Bekanntes wurde wieder aufgefrischt. Trotzdem empfand ich es als extrem scharfen Ritt durch diesen Wissenskomplex. Dementsprechend platt war ich nach dem ersten Tag des Seminars.

Hier wäre sicherlich ein dritter Tag oder ein halber Freittagnachmittag durchaus besser gewesen. Zumal der Fragenkatalog mit knapp 150 Fragen bis zum Praxis- und Prüfungstag am Sonntag noch gelernt werden wollte.

Der Sonntag erwies sich dann als recht kurz! Hier waren Prüfungen angesagt. Der Theoriteil umfasste gut 50 Fragen aus dem Fragenkatalog. Dies war relativ schnell abgehandelt und alle Teilnehmer haben diesen bestanden.

Die Schießprüfung erwies sich dann aber als sehr aufwendig und langwierig. Jeder Teilnehmer musste fünf Pfeile aus unterschiedlichen Entfernungen bis 25 Metern auf ein 2D-Ziel abgeben. Das war für die Compounde-Schützen durchaus fordernd und für die Intuitiv-Schützen jedoch sehr schwierig. Am Ende haben diese dann auch die Prüfung nicht bestanden.

Nach den Prüfungen kam noch ein kleiner Praxisteil mit dem Aufbau eines Ground-Blinds aus Tarnnetzen. Und abschliessend kamen alle zur Ausgabe der Zertifikate noch einmal zusammen und am Ende war gegen 14 Uhr der Kurs vorbei.

Fazit
Auch ich war einer der Intuitiv-Schützen, die nicht bestanden haben und am Ende kein Zertifikat erhielten. Dieses war aber auch nicht meine Grundintention! Mir ging es eher darum, in das Thema Jagd im Allgemeinen und Jagd mit dem Bogen hinein zu schnuppern und mir Wissen anzueignen. Irgendwie schießgeil, um mir irgendeine Trophäe an die Wand zu hängen, bin ich nicht.

Das Wissen, wass vermittelt wurde, war sehr umfangreich. Das wird sich jetzt setzen und auch das Skript wird im Nachgang noch einmal durchgearbeitet. So habe ich mir eine Grundlage zum Thema Jagd erhalten und somit wurden meine Beweggründe zu dem Lehrgang erfüllt.

Persönlich war das Ergebnis meiner Schießprüfung nicht befriedigend, gibt mir aber einen sehr guten Anhaltspunkt, wo ich und der Bogen bei der archaischen Nahrungsfindung aktuell stehen. Daran müssen wir noch erheblich arbeiten. Eine Nachprüfung zum Ende des Jahres wurde uns schon vorgeschlagen. Das gibt Zeit, das Setup zu verändern und mit diesem bessere Schussergebnisse zu trainieren.

So kann ich eine Frage aus der Theorieprüfung eindeutig beantworten: Kenne Deine Grenzen!

Wer eine andere Sicht der Dinge lesen möchte, dem Empfehle ich das Blog meiner Vereinskameradin Andrea, die auch am Seminar teilgenommen hat. Ihren Artikel findet ihr hier.


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