[Blogtour] Ivory – Von Schatten verführt von Regina Meissner (Tag #6)

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Heute ist der letzte Tag der Blogtour, aber es geht genauso spannend zu Ende wie es angefangen hat. Während ihr bei Katja ein allgemeines Interview lesen durftet, habe ich Regina bezüglich des Schreibens ausgefragt. Wie Regina zu der Idee kam und wie lange sie schreibt erfahrt ihr hier. 


1. Was rätst du Menschen, die das Schreiben als Hobby für sich entdeckt haben?

Es ist leicht, etwas zu entdecken, das einem Spaß macht. Die wirkliche Kunst besteht aber darin, dran zu bleiben und länger als nur ein paar Wochen durchzuhalten. Ich finde, dass man erst einmal ein halbes Jahr durchhalten muss, bevor man wirklich sagen kann, dass man gern und regelmäßig schreibt. Wer das Schreiben für sich entdeckt hat, muss also Ausdauer und Geduld haben. Zudem sollte man sich genug Zeit für die neue Leidenschaft nehmen, denn wie bei jedem anderen Hobby gehen auch für das Schreiben mehrere Stunden in der Woche drauf. Ist man bereit, das zu opfern und ggf. an anderen Passionen (oder auch mal sozialen Kontakten) zu sparen, ist man in der Lage, es mit dem Schreiben so richtig zu versuchen. Feste Zeiten können helfen, Ordnung in das kreative Chaos zu bringen. Jeden Tag mindestens eine Stunde mit dem Romanprojekt zu verbringen, ist ein sehr guter Anfang.

2. Hast du bestimmte Schreibrituale?

Wirkliche Rituale gibt es da nicht, dafür schreibe ich zu oft an verschiedenen Orten und zu verschiedenen Zeiten. Trotzdem zeigt die Tendenz, dass ich abends oder nachts am kreativsten bin. Folglich kann ich da auch am besten schreiben. Meistens beschäftige ich mich schon eine halbe Stunde vorher mental mit meiner Geschichte, sodass ich gleich „drauflosschreiben“ kann. Trotzdem brauche ich diese Zeit vorher, um mich in die Personen, die Handlung und die entsprechenden Szenen hineinversetzen zu können.

3. Woher nimmst du deine Ideen?

Diese Frage ist genauso schwierig wie die, woher meine Inspiration kommt. Autoren können so etwas wohl nur sehr schwer beantworten. Oft sind es Träume, die mir Buchideen (oder zumindest Szenen) schenken. Der Wald ist für mich ein inspirativer Ort. Manchmal reicht aber auch schon ein einzelner Satz, den ich irgendwo höre oder lese, der mir eine Idee bereitet. Es ist also alles sehr unterschiedlich. Überhaupt erscheinen die Ideen nur sehr unregelmäßig. Immer, wenn ich eine brauche, ist keine da J. Daher halte ich die guten Einfälle in einem Notizbuch fest.

4. Planst du erst oder schreibst du gerade drauflos?

Ich bin überhaupt nicht der Typ zum Planen – auch wenn in allen Schreibratgebern steht, dass man genau das vorher tun sollte. Wenn ich aber jede Szene im Vornherein kenne und schon genau weiß, was passieren wird, verliere ich die Lust an der Sache. Meine Charaktere sollen mich überraschen, mir Seiten von sich zeigen, die ich nicht kenne und mich vor geistige Herausforderungen stellen. Nur so macht das Schreiben richtig Spaß! Habe ich meine Handlung vorher fertiggeplant vor mir liegen, kommt es mir eher vor, ich schreibe eine Hausarbeit und keinen Roman. Trotz allem hilft zumindest ein grobes Gerüst vor dem Schreiben, um die Grundidee nicht aus den Augen zu verlieren.

5. Wie viel Zeit planst du fürs Schreiben ein?

Mein Ziel ist erreicht, wenn ich mindestens 1000 Wörter täglich geschrieben habe. In letzter Zeit wird es dank Unistress meistens etwas weniger, zum Glück gibt es aber auch Tage, an denen ich die 6000 Wörter knacke. Eine wirkliche Zeitvorgabe habe ich nicht, manchmal brauche ich für 1000 Wörter eine halbe Stunde, manchmal mehr. Das ist ganz unterschiedlich.

6. Hast du vorher einen groben Rahmen wie lang die Geschichte wird?

Jein. Ich habe mir mal vorgenommen, dass keine meiner Geschichten kürzer als 300 Seiten sein soll, weil ich ebenfalls keine dünnen Bücher mag. Meist siedeln sich die Romane dann zwischen 300 und 500 Seiten an, was für mich eine ansprechende Länge ist. Meistens wird die Geschichte aber immer umfassender, als ich ursprünglich plane. Aber das finde ich nicht so schlimm. 

7. Wann sind dir die ersten Ideen zu Ivory gekommen?

Die ersten Ideen kamen mir letztes Jahr im Oktober, als ich noch an Alytenfluch geschrieben habe und trotzdem unbedingt ein neues Projekt beginnen wollte. Glücklicherweise hat das Ende von Alytenfluch dann nicht mehr lange auf sich warten lassen.

8. Wie lange hast du an der Geschichte (Ivory) geschieben?

Ich habe gute fünf Monate gebraucht, bis die Rohversion fertig getippt war. Das Überarbeiten nahm auch noch mal ein paar Wochen ein. 

9. Was zeichnet Ivory in deinen Augen am meisten aus und vor allem warum sollten die Leser es lesen?

Viele Fantasyromane sind so konzipiert, dass man die Hauptperson sofort mag und sich mit ihr identifizieren kann. Das ist mit Ivory nicht so. Ich habe sie nie als Sympathieträgerin konzipiert, weswegen man erst einmal mit ihr warm werden muss. Dann steht aber nichts mehr im Wege, sie genauso zu mögen wie andere Protagonistinnen. Ivory hat eben eine dickere Schale, aber es lohnt sich, hinter die Mauer zu blicken. 

10. Gibt es eine Person, die du in Ivory am liebsten hast?

Auf eine bestimmte Art und Weise habe ich all meine Charaktere lieb, aber an Ivory und Kil hängt mein Herz besonders. Ich habe viel Arbeit und noch viel mehr Überlegungen in sie hineininvestiert.

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Worum geht es?

Ivory Laurentis ist seit ihrem vierten Lebensjahr auf der Flucht, denn sie besitzt eine verhängnisvolle Gabe: Sie ist die Einzige, die das Tor nach Embonis öffnen kann, einem Reich bevölkert von seelenlosen Kreaturen, die sich nichts sehnlicher wünschen, als in die Welt der Menschen überzusiedeln. Das Tor muss für immer geschlossen bleiben, doch die Schatten von Embonis sind Ivory dicht auf der Spur. Als sie dem geheimnisvollen Privatermittler Kil begegnet, fühlt sie sich zum ersten Mal in ihrem Leben geborgen. Trotzdem ist er für sie undurchschaubar und ihr Geheimnis jemandem anzuvertrauen bleibt eine große Gefahr (ca. 350 Seiten)

Preis: 4,99€ [D, E-Book]/// Format: digital Seiten: 381 /// Altersempfehlung: ab 14 /// Reihe: 1. Teil – Von Schatten verführt /// Verlag: Egmont LYX.digital ASIN: B00MWFVK9Q

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Zum Schluss erlaube ich euch sogar einen Sprung in die Vergangenheit. Schaut doch auch noch einmal bei den anderen Stationen vorbei. 

  • 08.9. Ka-Sa’s Buchfinder   
  • 10.9. Zeilensprung – Literatur erleben 
  • 12.9. Bücher-Welten 
  • 14.9. Meine Bücherkiste  (viel leider aus) 
  • 16.9. Bücherträumerei 
  • 18.9. Sheerisans Bücheruniversum (das bin ja ich ;)

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Mühle – Gedicht vom 17.02.2020