Blogtour: "Chris & Sara" Station 3: Wie das Buch die Sicht auf Inzest verändert

"Inzest bezeichnet den Geschlechtsverkehr zwischen eng verwandten Menschen."

Inzest ist in unserer Gesellschaft ein festverankertes Tabuthema, über das immer wieder diskutiert und gestritten wird.

Kaum ein Thema spaltet so die Gesellschaft wie dieses, denn hier gehen die Meinungen ganz weit auseinander. Für die einen ist Inzest etwas unmenschliches und widernatürliches und für die anderen etwas akzeptables.

Inzest ist bereits vor tausenden von Jahren ein Thema gewesen und auch heute gibt es immer wieder Fälle von Verwandtenliebe.

"Inzest spielt seit Adam und Eva, seit dem Götter- und Geschwisterpaar Zeus und Hera biblisch und mythologisch eine starke Rolle. Dynastien beruhten auf Verwandtenheirat, Ödipus bezeichnet eine familiäre Tragödie und einen Komplex, die geschwisterliche Wälsungenliebe lässt Wagner besingen und Thomas Mann hat sie eindringlich beschrieben."- Tagesspiegel

In dem Roman "Chris & Sara- Die Geschichte einer verbotenen Liebe" von Hannah Ben geht es um eine Liebe, die nicht sein darf. Um eine Liebe zwischen Geschwistern.

Da zu diesem Tabuthema jeder seine eigene Meinung zu haben scheint, fand ich es ganz interessant zu überprüfen, ob ein Buch über Inzest die Ansichten zu dem Thema verändern kann.

Deswegen habe ich die anderen Teilnehmer der Blogtour nach ihrer Meinung zu dem Thema Inzest vor und nach dem Lesen gefragt und habe mir natürlich auch selbst Gedanken zu dem Thema gemacht.

Ich selbst bin mir immer nicht ganz so sicher, was ich davon halten soll, denn man kann sich nun mal nicht aussuchen, in wen man sich verliebt. Ich bin der Meinung, dass man jeden sein Leben leben lassen sollte, so wie er es will, solange er mit seiner Lebensweise niemanden schadet. Was meiner Meinung nach allerdings überhaupt nicht zu akzeptieren ist, ist wenn aus diesen Inzestbeziehungen Kinder entstehen, denn damit handeln die Paare grob fahrlässig und verhalten sich meiner Meinung nach vollkommen egoistisch.

Wie schon erwähnt hatte ich auch die anderen Teilnehmer der Blogtour nach ihrer Meinung gefragt und das haben sie mir geantwortet...

Katharina:"Ich finde es wirklich schwierig, da die richtige Entscheidung zu treffen, denn auch diese Menschen lieben sich vermutlich einfach nur und warum sollte man Menschen vorschreiben, wen sie lieben. Dennoch ist es auch eher fraglich, was Zukunft, Kinder und das alles betrifft.."

Sarah: "Im Prinzip wäre es für mich in Ordnung, wenn Geschwister sich lieben und das auch leben. Allerdings bin ich gegen gemeinsame Kinder dieser Paare, da mir dort das Risiko genetischer Fehlbildungen zu hoch und zu bekannt ist, als dass man es bewusst eingehen sollte. Adoption wäre hingegen für mich vollkommen legitim.

Mein Fazit ist also: Leben und leben lassen, so lange es niemand anderem schadet."

Jana: "Ich denke so im allgemeinen ist das ein sehr schwieriges Thema. Vor allem in der heutigen Gesellschaft, wo es doch recht viele Tabuthemen gibt. Ich selber kann das gar nicht genau beurteilen, da ich keine Geschwister habe und auch niemanden kenne, der Inzest führt. Aber es gibt ja nicht umsonst den Spruch: wo die Liebe hinfällt.. Wahrscheinlich wäre ich im Ernstfall schon überrascht und irritiert, würde es aber durchaus tolerieren."

Ich denke man kann alle Aussagen mit " leben und leben lassen" zusammenfassen, denn man kann sich nun mal nicht aussuchen, in wen man sich verliebt.

Meine Meinung hat sich nach dem Lesen überhaupt nicht verändert. Ich bin immer noch der Meinung, dass man sich eben nicht aussuchen kann, in wen man sich verliebt und, dass es grob fahrlässig ist, wenn aus diesen Beziehungen Kinder entstehen.

Das Buch hat mich aber auf jeden Fall in meiner Akzeptanz für eine solche Liebe gestärkt, denn man merkt, dass die Beziehung zwischen Chris und Sara den beiden gut tut und ihnen nicht schadet. Die beiden gehen regelrecht in ihrer Liebe auf.

Und auch nach dem Lesen habe ich die anderen Teilnehmer der Blogtour befragt und das haben sie mir geantwortet...

Katharina: Ich hab das Buch noch nicht zu Ende gelesen und werde es wohl auch nicht mehr weiter lesen, aber ich war schon vorher immer der Meinung, dass auch Geschwister sich lieben und eine Beziehung führen sollten, denn niemand kann bestimmen, wen er liebt und warum. Wichtig ist eben, dass sie sich im Klaren sein sollten, dass Kinder bzw Fortpflanzung nicht möglich ist.

Jana: Meine Meinung hat sich irgendwie schon verändert. Vorher fand ich das irgendwie seltsam wenn sich Geschwister lieben (auch wenn ich niemanden kenne). Aber mittlerweile denke ich das jeder selbst entscheiden sollte mit wem er zusammen sein will und gegen Liebe kommt man ja sowieso nicht an!

→ Ich finde es sehr interessant zu sehen, dass sich die verschiedenen Ansichten zum Thema Inzest doch sehr ähneln und, dass das Buch sogar teilweise jemanden komplett umstimmen kann.

Daran erkennt man welche Kraft ein Buch haben kann und wie gut die Autorin mit dem Thema umgegangen ist.

Ihr habt die anderen Stationen noch nicht gesehen? Dann schaut doch mal hier vorbei:

Station 3 (24. Juni): Wie das Buch die Sicht auf Inzest verändert- bei mir

Station 4 (25. Juni): Andere Bücher über Inzest- Kielfeder


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