Blogparade: We ProdUSE

So, das ist jetzt also mein zweiter Beitrag zur twentytwenty.at Blogparade. Diesmal gehts um We ProdUSE, Mediennutzung und Medienproduktion im Jahr 2020. Der Artikel ist meine persönliche Auseinandersetzung mit meinem Medium, dem Blog. Bin ich Produzent? Producer? Medium? Oder ist mir einfach nur fad?

 Konsumieren?!

Spätestens seit Youtube, WordPress.com und den Fotohandys sind wir nicht nur mehr Konsumenten, sondern wir produzieren auch, mehr oder weniger brauchbare Inhalte. Diese Möglichkeit(en) haben uns die klassischen Medien nur bediengt bis gar nicht gegeben. Passivität. Wir haben, die uns vorgesetzten Inhalte geschluckt, viel zu oft, ohne die Messages zu hinterfragen.

Revolution!

Schau daaaa! Ein Foto von mir im Internet und jeder kann es sehen. Theoretisch. Fotos, Videos und Artikel veröffentlichen. Wir sind erwacht. Mehr oder weniger. Die Werkzeuge die uns zur Verfügung stehen, sind nicht wirklich schwer zu erlernen, man braucht faktisch keine Programmierkenntnisse um einen Blog aufzusetzen. Sesam öffne dich. Das Tor der Informationswelt steht offen, man kann auch aktiv daran teilnehmen, sich mitteilen und nicht nur passiv konsumieren. Vielfalt. Wenn man sich ein wenig mit dem Medium Internet und  seinen eigenen Interessensgebieten auseinandersetzt, findet man wohl genügend Blogs, Fotos und Videos zu den Dingen, die einen interessieren. Man ist nicht mehr auf die klassischen Medien und deren Vertrieb angewiesen.

Reichweite oder reichen Sie’s doch weiter

Schlagwort. Die Marketing- und Vertriebsbranche lebt davon, muss sie wohl auch. Zahlen sind wichtig, damit Werbung geschalten wird um Preise zu pushen, um zu verkaufen. Gut, oder auch nicht. Für mich sieht es so aus, dass plötzlich nicht nur meine Freunde/Bekannten an meinen Gedanken teilhaben können. Mein Blog. Auf einmal bin ich sowas wie ein Medium. Zumindest für die Leser meines Blogs, den ohne sie wäre es wohl eine der vielen Trümmerhaufen im Internet. Feedback ist mir wichtig, schliesslich geht es ja um Entwicklung, ständige Weiterentwicklung. Mit dieser Entwicklung steigt auch die Qualität. Sollte sie zumindest. Und mit der Qualität steigt dann auch hoffentlich die Reichweite, also meine Leser.

Nein. Keine Werbung. Kein Geld. Keine Sorge. Ich blogge für mich, über Dinge die mir wichtig sind und freue mich natürlich über eine wachsende Leserschaft, doch ein Profitwahn ist dahinter nicht versteckt. Ich will ja mit meinem Blog kein Geld verdienen, da dies ja dann wieder andere Restriktionen mit sich bringen könnte.

Produzent oder doch nur dekadent?

Gut, ich produziere nun also Inhalte, könnte man sagen. Nein. Produktion ist für mich ein sehr klassischer Begriff. Ich verbinde ihn mit Arbeit, Produktionsprozesse, klare Abläufe und ein erreichtes Endprodukt. Ok, mein Blog sieht mal optisch so aus, wie ich es will, das passt einmal, aber ‘meine Produkte’ sind Gedanken, Ideen und vielleicht auch Wünsche. Dinge, die ich sonst auf Papier oder im Texteditor festgehalten habe und die jetzt durch das Internet quasi für alle zugänglich sind. Wer will? Wer mag? Wer hat noch nicht? Ob meine Artikel irgendwelche Bedürfnisse bei meinen Lesern stillen, kann ich derzeit nicht beurteilen. Mein Bedürfnis nach Selbstverwirklichung und Selbstdarstellung wird aber sehr wohl gestillt. Bedürfnissauslöser? Ja, hoffentlich nach mehr, mehr und mehr Artikeln von mir. Scherzale. ;)

Ich produziere also Inhalte, kostenlos. Bitte, wem kann ich die Rechnung zukommen lassen? Nein. Vielleicht sind meine inhalte auch Spam und nehmen viel viel wertvolleren Informationen den Platz im WWW weg. Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Mein Blog hat genauso Berechtigung, wie alle anderen ‘User-generated-Content’ Dinge. Irgendwen wird es nämlich schon interessieren. Irgendwer sieht es sich an, konsumiert und reagiert vielleicht darauf und produziert so wieder Inhalte.

Kreislauf?

Kommentarfunktionen, Retweets, Favs und wie sie alle heißen, die digitalen Interaktionswerkzeuge, sie sind der Motor dieses digitalen produzierens und bilden diesen Kreislauf.

Gedanke – Inhalt – Feedback – neuer Gedanke oder Adaption/Fortsetzung des Inhalts – Feedback.

Hmm, daraus könnte man jetzt sicher so eine tolle Grafik für PowerPoint machen und super toll damit angeben. Stellt euch diesen Kreislauf einfach geistig vor, kreativ. Einen klaren Einstiegs- und Ausgangspunkt gibt es nicht, manchmal steigt man erst in der Feedbackphase ein und manchmal ist man quasi Gründer oder Urheber des Inhalts.

Ich gebe zu, die Fülle an Inhalten die uns zur Verfügung steht, kann uns schon einmal schwindelig werden lassen. Überblick. Gatekeeping? Die Kette endet nie, ein Inhalt führt zum nächsten und der wieder zu weiteren Inhalten. Oft ist es mir selbst nicht bewusst, wieviel Zeit ich mit dem Konsum von Inhalten verbinde, da ich durch den Kreislauf dann immer wieder auf neue/andere Aspekte stoße und dann plötzlich ganz woanders lande. Moment mal, wonach hab’ ich schnell gegooglet?

2020

So, bevor ich jetzt aber ganz abschweife, so seh’ ich mal den derzeitigen Stand der Dinge. Ich produziere Inhalte und konsumiere Inhalte. Manchmal läuft das ganze sehr getrennt ab und manchmal geht das ganze Hand in Hand, wie frisch verliebt, quasi.

Für den groben Informationsüberblick, greife ich auf die Onlineableger der klassischen Medien zurück, für speziellere oder tiefgreifendere Informationen such ich nach ‘prodUSEdem’ Inhalt. Nach themenspezifischen Blogs, nach Empfehlungen auf Twitter und frag’ mal den Google. Was suche ich? Menschen, die sich mit diesen ‘speziellen’ Themen schon intensiver damit auseinandergesetzt haben und diese Inhalte veröffentlicht haben. Tja, klingt jetzt ja eigentlich relativ unspannend, nicht? Ist es auch, auch im Jahr 2020. Vielleicht gibt es mehr ‘Privatpersonen’, die mit ihrem ‘prodUSEdem’ Inhalt Geld verdienen können, quasi ihr Hobby zum Beruf gemacht haben, aber ob das dann auch ‘massentaugliche’ Inhalte sind, bezweifle ich, vorerst.

Es wird wahrscheinlich noch mehr Spam- und Spassinhalte geben, Fotos, Videos, Artikel die zur reinen Belustigung veröffentlicht und geshared worden sind, ohne dass die Urheber wissen, dass sie ‘ProdUSER’ sind…

 


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