Bloggers Basics – oder: Wie ich meinen Blog bekannter machen will

BloglogoIch mache alles richtig!

Das jedenfalls ist das Ergebnis aus der Lektüre von Robert Basics Artikelserie “Wo kommen neue Blogleser her?” (Wer das Blog von ihm nicht kennt, sollte dem aber schnell abhelfen.)

Es ist tatsächlich kein einfaches Brot, sich treue Leser in einem Blog zu halten.  Und es genügt ganz offensichtlich nicht mehr, gute Artikel zu schreiben (oder das, was ich dafür halte). Heute gehört “Klappern zum Handwerk” – also: offensiv Werbung zu machen und sich gut in der digitalen Welt zu vernetzen.

Robert unterscheidet drei Arten von Besuchern/Leser in Blogs:

  • Wiederkehrende Besucher kann man als Stammleser betrachten. Die Dein Blog kennen und schätzen, Deine Inhalte regelmäßig wahrnehmen. Womöglich haben sie Dein Blog per RSS abonniert.
  • Einmalige Besucher sind auf Dein Blog gestoßen, haben den Inhalt kurz wahrgenommen und verschwinden in den Untiefen des Webs wieder. Sie haben sich in der Regel weder Deinen Blog-Namen behalten noch werden sie sich an den Inhalt Wochen später erinnern.
  • Sporadisch wiederkehrende Besucher stoßen über verschiedene Quellen, in der Regel über Twitter und Social Networks, auf Dein Blog. Sie nehmen zwar Dein Blog wahr, namentlich, doch kann man sie nicht als Stammleser bezeichnen.

Diese Auffassung teile ich zu 100%. Viele meiner Stammleser kenne ich teilweise sogar im realen Leben (ja, das gibt es! also: ein reales Leben); andere lerne ich kennen, wenn ich mich vorstelle (wie am letzten Wochenende wieder geschehen) und die sich als Leser des Bloghauses outen.

Einmalige Besucher sind solche, die – wie bei diesem Artikel – einmal hier her kommen und nur diesen einen Artikel anschauen und nie wieder kommen. Interessant daran: dieser Artikel hat nur wenig bis nichts mit meinen Hauptthemen zu tun. Es spricht – für mich – Bände, dass solche Fun-Events mehr Leser anlocken als jeder noch so gut geschriebene Artikel zu politischen Artikeln. Oder gar zu welchen, die sich mit der Lage in Iran und den Menschenrechten befassen.

Die sporadisch wiederkehrenden Besucher sind die, von denen das Bloghaus zu einem Gutteil lebt; die hier etwa ein Drittel ausmachen. Zumindest ist es das, was ich meinen Statistikauswertungen entnehmen kann.

Interessant ist die immer wiederkehrende Diskussion darüber, ob sich Themenblogs oder thematisch weitgefächerte Blogs besser “verkaufen” und ob es zwischen allgemeinen und sog. Nischenthemen-Blogs Unterschiede gibt. Ich denke, dass es diese Unterschiede gibt. Es ist – wenn man gut in einem Thema steckt – einfach, sich Stammleser an das Blog zu binden. Aber es ist weitaus schwieriger, “Laufkundschaft” zu binden. Ich bemerke häufig, dass Besucher Artikel kommentieren ohne sich die Mühe machen, den “Spirit” des Blogs zu erkennen.
Was ich damit meine: jeder Blog hat eine eigene Handschrift, des oder der Autoren. Bei politischen Blogs (zu denen ich das Bloghaus zähle) kommt die Haltung noch hinzu. Der (Stamm)Leser muss schon im Groben mit dem Autoren des Blogs übereinstimmen.

Kaum beachtet der Hinweis eines Kommentators bei Basic:

Wie es S. auch erwähnt hat: Finde es wichtig, dass man auch in anderen Blogs aktiv ist und konstruktive (!) Kommentare hinterlässt.
Speziell natürlich in Blogs,, die über das gleiche Thema schreiben, da findet man oft andere Leser mit ähnlichen Interessensgebieten und kann zudem auch noch andere Blogs entdecken.

Nicht nur, dass ich in anderen Blogs kommentiere und Trackbacks setze (etwas, worum ich auch meine Bloggerfreunde immer wieder und immer ergebnislos animiere); wer sich meine Linkliste anschaut, erfährt schnell, in welchem Umfeld ich mich bewege (und selbst sehe). Das gilt auch für rss-Feeds, die im Blog eingebunden sind. Ehe ich einen Blog häufiger lese oder zitiere, schaue ich mir immer Blogroll und eingebundenen rss-Feed an.

Im zweiten Teil seiner Serie schreibt Robert über die Vernetzung von Blogs mit Twitter und Facebook. Anders als bei Robert spielt Twitter kaum noch eine Rolle bei der Bekanntmachung des Bloghauses. Was aber auch damit zusammenhängen kann, dass ich es erst seit einigen Tagen (mit dem Theme-Wechsel) wieder einrichten konnte, dass die (automatisch verschickten) Twittermeldungen wieder Hashtags haben. Ich werde es beobachten…

Anders ist die “Wahrnehmung” über Facebook. Ich bin dort seit einiger Zeit als Privatperson aktiv – die Facebookseite zum Bloghaus habe ich jedoch erst kürzlich eingerichtet. Hier beobachte ich mit Erstaunen, dass die Seite des Blogs Fans hat, die mit mir (also meinem persönlichen Account) nicht befreundet sind.

Robert schreibt:

Zunehmend mehr User lassen sich mit Inhalten beliefern. Auf FB und Twitter. Zu der Sorte mutiere ich langsam auch. RSS? War mal. Wenn was Spannendes sein sollte, werde ich es schon sehen. So lese ich meine Lieblingsblogs sozusagen via FB/Twitter. Nicht mehr per RSS regelmäßig. Ich bin dann zwar gewissermaßer ein treuer Stammleser, aber anders denn vor 5 Jahren. Früher habe ich über RSS entschieden, ob ich ein Blog lese. Heute lasse ich quasi andere entscheiden. Das ist neu, definitv.

Das ist bei mir (noch) anders. ich lese viele Blogs vorrangig per rss-Feed. Was aber mehr mit meiner Zeiteinteilung zu tun hat. Ich lese rss-Feeds. markiere mir Artikel, die mir wichtig erscheinen und verteile diese dann per Facebook (seltener per Twitter). Da aber Facebook auch auf Handhelds weit verbreitet ist, sollte ich tatsächlich darüber nachdenken, diese Verfahrensweise zu ändern.

Robert rät zum Thema Facebook-Pages:

Ich persönlich würde es bevorzugen, eine thematische Page aufzuziehen, die eins Deiner Blogthemen in den Vordergrund stellt. Es erhöht auf FB die strategischen Möglichkeiten, als Person und als Seiteninhaber zu agieren. Mischthemen kommen auf die persönliche Seite, Themenschwerpunkt X auf die Page.

Daran halte ich mich nicht ganz. Auf der Facebook-Page der Bloghauses verlinke ich jeden Artikel des Bloghauses. Und nur das. Dort werden keine “fremden” Diskussionen geführt. Das passiert dann eher unter dem persönlichen Account. Hier ist dann auch Platz für Unsinn und Dinge, die nichts mit den Blogthemen zu tun haben.

Die Frage, die sich viele stellen: Entscheidet denn nicht ein guter Inhalt, ob ein Blog nach oben kommt? Besucher findet und Leser gewinnt? Das spricht sich doch von selbst rum, es wird schon bekannt werden. Man muss nur dolle Sache schreiben.
So schön diese romantische Vorstellung auch sein mag, so altmodisch ist sie geworden. Wir werden heute in der Facebook-Google-Twitter Ära mit Inhalten förmlich überschüttet. Inhalte jeglicher Art, tausendfach mehr als vor 10 Jahren. [...]
High End Blogging ist ein fulltime Job, davon können Netbooknews und MyDealz ein Lied singen. Um wirklich “weit nach oben” zu kommen, ist das bisserl yadda-yadda Blogging mit netten Inhalten vorbei. Man braucht es gar nicht erst zu versuchen, wenn man nicht willens ist, mehr als 8 Stunden zu investieren. Täglich.

Soweit Robert im dritten Teil seiner Serie. Und ich möchte nur “ja ja ja” rufen. Was ich betreibe ist der Versuch eines Fulltime-Bloggens und dem Scheitern an den Umnöglichkeiten dessen (denn von irgendwas muss ich ja auch meine Brötchen bezahlen). Und dabei habe ich noch das unverschämte Glück, auch tagsüber reagieren zu können. Und so rät er den Bloggern:

Mit bisschen Trommeln erreicht man wenigstens etwas mehr Leser. Das muss dann auch reichen. … die Lokomotive hat die good old Cowboys abgelöst. Es ist nicht mehr die Frage, wer die schöneren Rinder zum Tisch bringt, sondern wer sie effizienter zum Tisch bringt.

Ich denke, man muss vor allem eines haben: Themen, einen langen Atem und Spaß daran…

Als ich vor einem guten Jahr das alte Bloghaus schloss, hatte ich dort in drei Jahren 974 Artikel veröffentlicht. Und eine durchschnittliche Besucherzahl, die sich um die 100 bewegte.
Das Bloghaus unter WordPress – so wie es jetzt besteht – hat im Moment 550 Besucher je Tag – ich habe allerdings auch 1.917 Artikel “angeboten”.

Ich weiß, dass ich themenabhängige Stammleser habe (also für das Thema Humanismus/Religionskritik andere Stammleser als beim Thema Iran). Ich gehe davon aus, dass in diesen Bereichen das Bloghaus bekannt ist und von Interessierten gelesen/gekannt wird. Ich werde aber trotzdem nicht versuchen, ein weiteres Spektrum “aufzumachen”, nur um “flüchtige” Leser zu generieren. Mein Hauptaugenmerk wird in der nächsten Zeit sicherlich sein, das Bloghaus via Facebook bekannter zu machen. Und weiter darauf zu hoffen, dass andere Blogs verlinken :-)

Nic


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