Black Dagger - Todesfluch

Black Dagger - TodesfluchKritische Familienbande
Während Vishous und Jane sich immer näher kommen, taucht man aber auch wieder ab und zu in die Perspektiven anderer Vampire und Nebencharaktere ein. Aber bei V’s Buch liest man komischerweise kein einziges Mal über die Gedanken der Lesser, dafür erfährt man aber mehr von Omega und der Jungfrau der Schrift. Denn diese hat ein besonderes Band zu V, ganz anders als zu seinen Brüdern der Black Dagger Bruderschaft.
Wenn der Tod unerwartet kommt
Vishous und Jane sind sich trotz seiner unüblichen Vorlieben immer näher gekommen, doch der Abschied war nicht weit. Weder er noch seine Frau wollten sich trennen, doch V hatte der Jungfrau der Schrift sein Wort gegeben der Primal der Auserwählten zu sein. Er sollte für seine Rasse für weitere Nachkommen sorgen, die würdig waren später in die Bruderschaft aufgenommen zu werden, oder zu den Auserwählten zu gehen. Denn von beiden waren nicht mehr genug übrig und mit jedem Bruder weniger, wurde auch das Überleben der Vampire geringer.
Jane konnte nicht sagen was es war aber in ihrer Brust schmerzte es als hätte sie etwas verloren. Doch sie hatte keine Ahnung was das sein könnte. Das einzige Mal als sie sich so gefühlt hatte, war nach Hannahs Tod. Und derselbe Schmerz durchfuhr ihren Körper. Vor dem Küchenfenster erkannte sie den Schatten eines Mannes und plötzlich flackerte Erkennen in ihr Bewusstsein. Sie rannte zur Tür, wollte ihn rufen, als plötzlich ein weiterer Schmerz wie ein Blitz in ihren Kopf sauste und sie zu Boden warf.
V war ein Wrack ohne Jane. Er konnte sich nicht vorstellen als Primal weiterzuleben, andere Frauen zu heiraten und von ihnen Kinder zu bekommen. Er wollte nur Jane. Aber ihr Leben ging weiter und genauso sollte er sich auch verhalten. Nur gut, dass er ihr die Erinnerungen aus dem Gedächtnis gelöscht hatte, denn es reichte vollkommen, wenn er vor Kummer in der Hälfte zerriss. Seinen Brüdern war V’s trübe Stimmung auch schon lange aufgefallen, doch nie hätte er damit gerechnet, dass Phury sein Leben so einfach wegwarf, um Vishous glücklich zu machen. Er würde ewig in der Schuld seines Bruders stehen. Phury war immer schon der Hilfsbereite und Fürsorgliche gewesen und für das was er opferte würde V sich nie genug bedanken können. Doch das Schicksal hatte was anderes geplant. Nachdem V zu Jane zurückgekehrt war und sie sich darüber geeinigt hatten, dass sie als seine Frau in das Anwesen der Bruderschaft ziehen sollte, passierte etwas womit niemand gerechnet hatte.
Jane konnte Vishous nur noch sagen, dass sie ihn liebte. Dann hauchte sie ihre letzten Atemzüge aus und ihr Körper erschlaffte. Gerade hatte er sich zurückbekommen und nun verlor er sie an den Tod. Jane lag tot in seinen Armen und dafür war nur die Jungfrau der Schrift verantwortlich. V hatte ja schon immer gewusst, dass sie grausam war und ihn hasste. Aber dass sie ihrem eigenen Sohn die Liebe seines Lebens einfach so wegnahm war für ihn unbegreiflich.
Cover
Manche Leute mögen die Bilder auf Liebesromanen gar nicht. Ich dagegen finde, dass solche sinnlichen Cover perfekt zu diesen Geschichten passen, wie man es eben auch hier wieder sieht.
Fazit
Auch bei Vishous erfährt man viel über seine Vergangenheit und das Leben bei seinem Vater, dem Bloodletter. Aber nicht nur die Rückblenden waren spannend. Ganz besonders unvorstellbar war die Szene mit Jane ziemlich am Schluss. Was das Ende betrifft, habe ich es mir jedoch anders vorgestellt und muss sagen, dass ich mich mit dieser Lösung nicht wirklich anfreunden kann. Was man J.R. Ward hier aber zugutehalten muss, ist, dass ihre Geschichten immer von neuen und spannenden Ereignissen aufgepäppelt werden.
Irie Rasta Sistren dankt Heyne herzlichst für die Bereitstellung dieses Buchs.

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